Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Kanban per Funk

C-Teile-Beschaffung mit Tags überwachen

Barcode, RFID, GPS, Magnet: Das sind nur einige von vielen Identifikationsverfahren. Diese Auto-ID-Techniken finden in Wissenschaft, Wirtschaft und Handel zur automatischen Identifizierung von verschiedensten Objekten ihren Einsatz. Bei all diesen Systemen werden zur Erkennung eindeutige Merkmale genutzt. Ob an der Kasse beim Bäcker, an der Tankstelle oder im Supermarkt, überall werden solche Technologien verwendet. Aber auch in der Industrie finden sie Nutzen. Würth Industrie Service aus Bad Mergentheim bietet hierfür die Systeme.

Bild: Würth Industrie Service

Mit zahlreichen Identifikationsverfahren lassen sich auch Kanban-Systeme in der Industrie unterstützen, etwa zur Bestellung von C-Teilen mit Hilfe eines Barcode-Etiketts und eines Scanners. Dieses Verfahren ist seit den 90er Jahren im Einsatz und stößt nicht selten bereits an Grenzen. Seit 2008 setzt die Branche verstärkt auf die Radiofrequenzidentifikation (RFID) für die automatische Nachschubsteuerung von C-Teilen. Hierfür bietet der Systemanbieter Würth Industrie Service aus Bad Mergentheim mittlerweile vier individuelle RFID-Systeme und fünf standardisierte RFID-Modullösungen. RFID steht für eine Datenerkennung und -übermittlung per Funk, also für die Möglichkeit, Daten berührungslos und unsichtbar zu übertragen. Die Technik wird für unterschiedliche Waren im Konsumgütersektor wie Kleidung, Autos oder Lebensmittel ebenso eingesetzt wie im Industriegüterbereich als Hilfsmittel zur Materialflusssteuerung. Die Geschichte der Technologie reicht weit zurück und hat ihre Wurzeln in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Anfänge in Form von großen Geräten, die nur wenig mit den heutigen Transpondern, auch Tags genannt, gemeinsam haben, finden sich im Militär und wurden bei Kampfflugzeugen zur Übermittlung von Nachrichten an Bodenstationen eingesetzt.

Über Jets zur Maut

Die Entwicklung ging dann in den 60er, 70er und 80er Jahren weiter mit der Diebstahlsicherung von Waren über landwirtschaftliche Verwendungszwecke bis hin zur Verwendung im Straßenverkehr für Maut. In den 90er Jahren kamen erste Nutzungsmöglichkeiten in Handel und Industrie auf den Markt, die den aktuellen Angeboten bereits sehr ähnlich sind. Im Bereich der C-Teile-Versorgung hat das Bad Mergentheimer Unternehmen im Jahr 2011 die ersten RFID-Systemlösungen auf den Markt gebracht. Die Systeme dienen der Vereinfachung von Prozessen in der Wertschöpfungskette und als Werkzeug für mehr Liefersicherheit produzierender Industrieunternehmen. Ausgangspunkt der Technik ist ein unempfindlicher Chip mit Antenne, der sogenannte RFID-Tag oder RFID-Transponder. Der wird am Gegenstand angebracht – im C-Teile-Bereich als Etikett am Kanban-Behälter – und ist mit diesem bewegbar. Jeder RFID-Tag ist über eine eindeutige Nummer zur Datensicherheit identifizierbar. Ein RFID-System besteht daneben noch aus einem Lesegerät zum Erfassen des Transponders und der Sendeeinheit zur Datenübertragung beziehungsweise zur automatisierten Nachbestellung von C-Teilen für die Produktion.

Aktiv oder passiv

Der wesentliche Unterschied der erhältlichen Systeme liegt in passiven oder aktiven RFID-Transpondern. Während passive RFID-Transponder keine eigene Spannungsversorgung besitzen und die Energie zum Senden der Daten aus dem vom Lesegerät erzeugten Energiefeld gewinnen, haben aktive Transponder eine eigene Energiequelle, zum Beispiel Batterie, welche die Datenübertragung anstößt. Das Baden-Württembergische Unternehmen vertreibt beide Technologien, favorisiert aber vorwiegend jene mit passiven RFID-Transpondern, da diese wartungsfrei sind. Außerdem ist die Integration von Systemen mit passiven Transpondern nahtlos möglich und Änderung der Kundenprozesse sind in aller Regel nicht notwendig. Diese Systeme unterscheiden sich in neun unterschiedlichen Variationen.

Zur CPS-RFID Systemfamilie zählen der intelligente Fachboden iShelf, die intelligenten Palettenboxen iBox und iBoxflex sowie der ‚Briefkasten‘ iDropbox. Hier kommen passive RFID-Tags zum Einsatz. Die standardisierten Lösungen mit aktiven RFID-Transpondern iPush, iTurn, iRotate, iWeight und iSkid ergänzen das RFID-Portfolio. Mehr als 600 RFID-Kanban-Systeme, über 100.000 aktiv eingesetzte RFID-Kanban-Behälter und nunmehr über 150 Kunden belegen die Nachfrage nach diesen Systemen in der Industrie. Die Vorteile von RFID-Transpondern nebst Lesegerät gegenüber barcodegestützten Systemen liegen auf der Hand: RFID-Transponder sind weder zeit- noch ortsabhängig und alle Daten können permanent über große Distanzen abgerufen werden.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Gedanke hinter dem Internet of Things ist im Grunde einfach: Ansonsten 'stumme' Geräte werden mittels Sensorik und Datenübertragung zum Sprechen gebracht. Das Potenzial ist enorm, wenn etwa Maschinen, Halbzeuge und fertige Produkte ihren Produzenten Hinweise darauf liefern, was sich künftig besser machen ließe.‣ weiterlesen

Das Potenzial des Internet der Dinge für Fertigungsunternehmen ist riesig. Der Prozessverbesserungsansatz DevOps kommt aus der IT-Welt, lässt sich aber hervorragend auf die industrielle IT übertragen, um das IoT-Leistungsversprechen in wertorientierte innovative Services umzusetzen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige