Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Kaizen für das Energie-Management

Stellhebel betriebliche Organisation

Ansatzpunkte zur Verringerung des Energieverbrauches in der Produktion gibt es viele. Die richtigen Stellhebel zur Verbesserung der Energieeffizienz zu finden, ist daher oftmals nicht einfach – und beim aufwändigen Regulieren 'großer' Verbraucher müssen nicht selten lange Amortisationszeiten in Kauf genommen werden. Um sich alternativen Einsparpotenzialen mit niedrigem Kostenhorizont zu nähern, lohnt sich der strukturierte Blick auf die drei wesentlichen Gestaltungsfelder 'Gebäude', 'Maschinen- und Anlagentechnik' sowie 'Organisation'.

Bild: Grean GmbH

Prinzipiell sollten Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs zuerst direkt am Verbraucher ansetzen, etwa durch die Reduktion des grundsätzlichen Energiebedarfs. Vielfach sind Optimierungsmaßnahmen, die bei technischen Geräten und Anlagen ansetzen, jedoch mit einem hohen Investment verbunden und rechnen sich erst nach einigen Jahren. Weiterhin herrscht häufig Unkenntnis, mit welchem ökonomischen Erfolg energetische Verbesserungsmaßnahmen durchzuführen sind.

Teilweise bedingen entsprechende Projekte auch grundlegende Anpassungen der betrachteten Anlagen, die nur vom Anlagenhersteller selbst mit erheblichem Aufwand realisiert werden können. Dies lohnt sich insbesondere bei älteren Anlagen nur selten. Ein Vielfaches der Aufwendungen ist notwendig, wenn die Fabrikhalle als Baukörper den Bedürfnissen einer hohen Energieeffizienz angepasst werden soll. Eine energetische Sanierung entfaltet zwar eine hohe Wirkung, dem gegenüber stehen aber auch erhebliche Investitionen. Die Rentabilität solcher Projekte ergibt sich daher auch hier häufig erst nach einem langen Zeitraum. Vielmehr lohnt sich in einem ersten Schritt ein Blick auf organisatorische Ansatzpunkte zur Verbrauchsreduktion.

Maßnahmen mit niedrigen Amortisationszeiten

Entsprechende Maßnahmen kosten zumeist nur wenig und bringen sofort Ersparnisse. Die Umsetzbarkeit ist in der Regel groß, weil lediglich Veränderungen in Prozessabläufen beziehungsweise der Verhaltensweise der Produktionsmitarbeiter notwendig sind. Gleichzeitig zeigen viele Beispiele aus der industriellen Praxis, dass entsprechende Maßnahmen durch eine Verankerung in den unternehmensinternen Prozessen zur kontinuierlichen Verbesserung (KVP) langfristig wirksam sind. Auf diese Weise eingesparte Geldmittel können in einem zweiten Schritt in kapitalintensivere Maßnahmen, wie die Optimierung der Maschinen- und Anlagentechnik, investiert werden. Entsprechende Maßnahmen weisen in der Regel ein mittelfristig höheres Potential auf und lassen sich nach der Umsetzung sehr gut im Unternehmen verankern.

Erst nach Erschließung der technologischen Potentiale sollte in einem dritten Schritt über Verbesserungen der Gebäudeinfrastruktur nachgedacht werden, da die hierzu notwendigen Investitionen eine eher langfristige Rentabilität aufweisen. Als Ansatzpunkte für organisatorisch zu erreichende Einsparungen lohnen sich häufig Maßnahmen zur manuellen oder automatisierten Abschaltung während produktions- beziehnungsweise betriebsfreier Zeiten. Dies gilt entweder bei der gesamten Anlage oder nur bei einzelnen, verbrauchsintensiven Anlagenkomponenten. So konnte etwa durch das Abschalten eines hydraulischen Niederhalters einer Schweißpresse bei einem Unternehmen ein Einsparpotential von mehreren Tausend Euro pro Jahr realisiert werden. Notwendig hierzu war lediglich eine einmalige Anpassung der Steuerungselektronik durch den Anlagenbediener, durch die zukünftig eine automatische Abschaltung der Hydraulik in produktionsfreien Zeiten erfolgt.


Das könnte Sie auch interessieren:

Falsch geplante Anlagen können unnötige Kosten in großer Höhe verursachen. Sorgfältiges Engineering zeichnet sich dadurch aus, gängige Fallstricke zu vermeiden und verfügbare technische Hilfsmittel wie CAD-Tools und Virtual Reality passend einzusetzen.‣ weiterlesen

Wie bereits im April blieb der Auftragseingang der deutschen Maschinenbauer auch im Mai weit unter dem Niveau des Vorjahres. Die Bestellungen blieben 28 Prozent unter dem Vorjahreswert.‣ weiterlesen

Selbst in hoch automatisierten Fertigungsumgebungen gibt es Maschinenbediener, Instandhalter oder Logistikmitarbeiter, die eine Produktion beobachten und eingreifen. Und solange Menschen Verantwortung tragen, müssen Informationen im Werk vermittelt werden. Mit einer Andon-Anwendung lässt sich das motivierend und effizienzsteigernd strukturieren, gerade wenn weitere Prozessoptimierungsmethoden umgesetzt werden.‣ weiterlesen

Augenstein Maschinenbau plant, entwickelt und fertigt individuelle Automatisierungslösungen für Produktionsprozesse. Eine Visualisierungssoftware liefert dabei früh ein erstes Bild der Anlage. Das schafft Klarheit und hilft dem Vertrieb quasi nebenbei, den Auftrag überhaupt an Land zu ziehen.‣ weiterlesen

Im Projekt ‘Kitos – Künstliche Intelligenz für TSN zur Optimierung und Störungserkennung‘ arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam an Lösungen für ein dynamisches Netzwerkmanagement in der Industrie.‣ weiterlesen

Laut statistischem Bundesamt hat sich die Industrie im Mai von den Einbrüchen verursacht durch die Corona-Pandemie etwas erholt. Die Produktion legte zu, verfehlt das Mai-Ergebnis des Vorjahres jedoch um 19,3 Prozent.‣ weiterlesen

Zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmensleiter weltweit sind optimistisch, dass sich der europäische Markt relativ schnell vom wirtschaftlichen Abschwung durch die COVID-19-Pandemie erholen wird. Das geht aus einem Report des Beratungsunternehmens Accenture hervor, der auf einer Umfrage unter fast 500 C-Level-Führungskräften in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum in 15 Branchen basiert.‣ weiterlesen

Wie die Kommunikation in der Arbeitswelt zukünftig aussehen kann, erforschen derzeit die Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Dabei steht der digitale Zwilling im Mittelpunkt.‣ weiterlesen

Der ERP-Anbieter Proalpha hat einen neuen Chief Sales Officer. Zum 1. Juli hat Michael T. Sander die Position übernommen. Er folgt auf Andree Stachowski.‣ weiterlesen

Ein Produkt online konfigurieren und sofort bestellen: Was für Verbraucher alltäglich ist, gewinnt auch im B2B-Bereich an Bedeutung. Mit dem Configure-Price-Quote-Ansatz und entsprechender Software kann diese Variantenvielfalt angeboten werden, ohne den Vertrieb zu überlasten oder die Customer Journey aus dem Blick zu verlieren.‣ weiterlesen

Kürzere Durchlaufzeiten, Abläufe und Sequenzen simulieren und frühe Aussagen zu Konzepten und deren Verifikationen treffen zu können - das waren die Wünsche der österreichischen SEMA Maschinenbau. Die Software IndustrialPhysics von Machineering leistet genau das.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige