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Just-in-Time-Disposition für verteilte Standorte

Ressourcenplanung in der Automotive-Zulieferung

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Durch die Teilemontage erwirtschaften 600 der 1.150 Beschäftigten der Lebenshilfe Werkstätten rund sieben Millionen Euro Umsatz. Ein großer Teil der Arbeit ist auf drei Produktionsanlagen verteilt
– dies gilt es in der Unternehmenssoftware abzubilden.
Bild: Psipenta

Abgestimmte Produktionsplanung und Lagerhaltung

Die Fertigung für Audi läuft über Rahmenverträge. In dem Jahresvertrag etwa werden die Jahresmengen festgelegt, von denen wöchentlich Teilmengen abgerufen werden. In der Regel kommen dienstags in der Disposition die Lieferabrufe per DFÜ mit den Daten an, welche Teile bis wann geliefert werden müssen. Anhand dieser Daten erfolgt die Einzelteil- Bestellung und am Mittwoch die Produktionsplanung. Dabei entscheidet sich auch, wie die Aufträge verteilt werden. Die entsprechenden Fertigungsaufträge gehen dann mit Produktionsenddatum an die ERP-Systeme der drei Werkstätten. Diese Planung betrifft im Normalfall eine Woche und enthält die täglichen Liefermengen, die just-in-time an den Autohersteller geliefert werden. Auch die Lagerhaltung läuft über das neue ERP-System.

Für normale Teile wird ein Bestand für fünf Tage vorrätig gehalten, für sperrige Teile gibt es einen Vorrat für zwei bis drei Tage. Bei 900 Zusammenbau-Teilen kann die eingesetzte Software den Überblick erhöhen: „Früher mussten wir sämtliche Lieferungen von Hand zusammenstellen, heute geht das auf Knopfdruck“, sagt Kellerer. Auch die dezentrale Lagerführung der Anwendung ist für ihn eine große Erleichterung. Sie ermöglicht, alle Läger in der Disposition in Ingolstadt zu verwalten, wobei vor Ort jede Lagerbewegung gebucht werden kann.

Analysen und Reports zur Unternehmensführung

„Auch im Controlling verfügen wir jetzt über ganz andere Möglichkeiten”, sagt Harrer. So werden zum Monatswechsel verschiedene Auswertungen erstellt, etwa die Analyse der Umsätze mit bestimmten Kunden und welche Produkte in welcher Zahl zu was für Preisen eine Rolle spielten – auch nach Niederlassungen aufgeteilt.

Das Controlling ermittelt so monatlich die Umsätze und Auslastungen, deren Werte sie dann der Geschäftsleitung zur Verfügung stellt. Diese wiederum berichtet vierteljährlich dem Aufsichtsrat. Die kumulierten Werte dienen dann am Jahresende der Budget- und Strategieplanung für die kommenden Jahre. 2013 hat der Bau einer neuen Werkstatt für 120 Mitarbeiter begonnen. „Unsere Expansion und unser kontinuierlicher Verbesserungsprozess im Hinblick auf Qualitätssteigerung und effizientere Prozesse verlangen eine zuverlässige Branchensoftware”, konstatiert Kellerer.

Weitere Projekte sind bereits geplant: Etwa der Ausbau der Lieferantenbewertungen, Anpassungen im Behältermanagement und im System hinterlegte Bilder zu Artikeln und Fertigungsplänen.


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