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Systembetrieb und IT-Service auslagern

IT-Komplettdienstleistung für den Mittelstand

Systembetrieb und IT-Service auslagern

Diversifikation ist einer der Trends in der Automobilindustrie. Was bei der Produktpalette oder den Absatzmärkten sinnvoll ist, kann beim IT-Outsourcing schnell die positiven Effekte zunichte machen: Bei zu vielen IT-Dienstleistern droht die Gefahr, dass ihr Handling zum zeitaufwändigen Flaschenhals wird. Der Zulieferbetrieb Kirchhoff Automotive arbeitet deshalb beim Betrieb seiner IT-Systeme mit einem Komplettdienstleister zusammen.

Bild: Kirchhoff Automotive Deutschland GmbH

In kaum einer Branche sind so viele unterschiedliche Partner über eine komplexe Lieferkette Just-in-sequence miteinander verbunden wie in der Automobilindustrie. Ein Fehler im System verursacht entlang dieser Kette schnell weitreichenden Schaden – und kann somit schnell zu einem geschäftskritischen Problem für die beteiligten, meist mittelständischen Unternehmen werden. Der sichere und hochverfügbare IT-Betrieb und Support rund um die Uhr für weltweit verteilte Nutzer sind für Anbieter deshalb von besonderer Bedeutung. Gerade bei mittelständischen Zulieferern bindet diese aufwändige Aufgabe viele Ressourcen der internen IT-Abteilung, die anders besser eingesetzt werden könnten – beispielsweise in die Weiterentwicklung und den Ausbau der IT. Ein Beispiel dafür liefert Kirchhoff Automotive, größter Geschäftsbereich der Kirchhoff-Gruppe und Entwicklungspartner für die internationale Automobilindustrie auf dem Feld der komplexen Metall- und Hybridstrukturen für Rohkarosserie und Fahrwerk. Rund 40 Mitarbeiter in der IT-Abteilung sind dafür verantwortlich, dass etwa 1.200 aktive Nutzer in elf Ländern rund um die Uhr effizient mit dem Enterprise Resource Planning-System SAP ERP des Unternehmens arbeiten können. Neben einem ausfallsicheren Betrieb sind dazu eine regelmäßige Wartung und ein durchgängiger Service für die Nutzer notwendig. Um seine internen IT-Fachkräfte von damit verbundenen Aufgaben zu entlasten, nutzt das Unternehmen das Know-how und die Services des IT-Partners TDS.

Systembetrieb schrittweise auslagern

Für eine erste Entlastung sorgte im Jahr 2011 die Einführung des Remote Systems Managements (RSM) für das SAP-System durch TDS. Dabei übernimmt der externe Partner den Service, das Monitoring, die Analyse und die Systemoptimierung für das bei Kirchhoff gehostete SAP-Basissystem, die Datenbank und das Betriebssystem im Fernbetrieb. Dabei ist der Dienstleister auch für das Aufspielen von Patches sowie die Beratung zu Programm-Erweiterungen zuständig. Zudem steht das Customer Support Center des IT-Partners den Anwendern des Zulieferbetriebes rund um die Uhr zur Verfügung. „Durch das RSM konnten wir uns von der Qualität der Zusammenarbeit mit TDS überzeugen. Diese Erfahrung war für uns wichtig, als wir dann über die komplette Auslagerung einer so kritischen Applikation nachdachten“, sagt Stefan Sauskat, CIO bei Kirchhoff Automotive. „Wir konnten testen, ob ein externes Betriebsmodell zu uns passt und wie wir davon profitieren.“

Aufgrund der guten Zusammenarbeit und der positiven Effekte des Remote Systems Managements für die interne IT, entschied sich Kirchhoff Automotive deshalb ein Jahr später für das Outsourcing seines ERP-Systems an den Komplettdienstleister. Dieser übernimmt nun den Systembetrieb der Unternehmenslösung, des SAP Solution Managers und des Wide Area Networks (WAN) mit einer Verfügbarkeitsgarantie von 99,5 Prozent bei einer Wiederherstellungszeit von vier Stunden für das ERP-Produktivsystem. Dafür ist die Software über ein Metrocluster in einem zweiten Rechenzentrum abgesichert. Außerdem wird auch das Housing des Axway Electronic Data Interchange (EDI) durch den IT-Anbieter durchgeführt, wobei der EDI-Applikationsbetrieb zunächst bei dem Automotive-Zulieferbetrieb verbleiben soll. Hier wird im Rahmen der zukünftigen strategischen Ausrichtung über die Implementierung von Managed Services nachgedacht.

Der Automobilzulieferer Kirchhoff Automotive betraute TDS bereits im Jahr 2011 mit dem Remote Systems Management, also Aufgaben wie Systemmonitoring, Service und Programmaktualisierungen. Nach den positiven Erfahrungen ist der IT-Dienstleister nun unter anderem für den Systembetrieb der Unternehmenslösung SAP ERP zuständig. Bild: Kirchhoff Automotive Deutschland GmbH

IT-Dienstleistungen aus einer Hand

Genauso wichtig wie die Verfügbarkeit der Systeme und des Supports für den laufenden Betrieb ist für den Fertigungsbetrieb die Beratungskompetenz des IT-Partners. „Es entlastet uns auch, wenn wir uns mit unseren Ideen zur Weiterentwicklung unserer IT mit einem kompetenten Partner austauschen können, der uns kennt, der unsere Belange versteht und der über ein breites Leistungsportfolio verfügt“, erläutert Sauskat. „So können wir bei Bedarf weitere Services aus einer Hand beziehen, ohne aufwändig eine Vielzahl von Partnern koordinieren zu müssen.“ Der Komplettdienstleiter verfügt hierfür über Know-how zu unterschiedlichen Betriebsmodellen über Infrastruktur Services bis hin zu Dienstleistungen für verschiedenste Business Applikationen. Dabei bringt das Unternehmen Erfahrungen aus einer Vielzahl von Projekten in der Automobilbranche ein, was sich bei der Zusammenarbeit in Form von Skalen- und Synergieeffekten auswirken kann.

Unterstützung bei nachgelagerten Effizienzprojekten

Der Automobilzulieferer arbeitet auch im Rahmen von kleineren Optimierungsprojekten mit dem IT-Dienstleister zusammen: Diese haben zum Ziel, die interne IT-Mannschaft und das IT-Budget zu entlasten. „Das funktioniert nur, wenn der Partner nah am Kunden ist, ihn im Detail kennt und neben den Belangen der IT auch die Anforderungen des Business im Blick hat“, schildert Sauskat. Ein Beispiel liefert die Maßnahme, das Speichervolumen der Daten des ERP-Systems auf einer Oracle-Datenbank auf rund die Hälfte zu komprimieren. „Das spart uns jeden Monat Geld, da wir sonst zusätzliche Storage-Kapazitäten benötigt hätten.“ Um im Fall von Problemen schnell vor Ort an Problemlösungen arbeiten zu können, unterhält der IT-Betrieb mehre Standorte in Deutschland. Das gilt auch für Kirchhoff Automotive: Der zuständige Service Manager und der Administrator sitzen in der Region, um auch kurzfristige persönliche Abstimmungen zu gestatten. Für Sauskat hat sich der Schritt zum Outsourc-ing auch zentraler IT-Anwendungen gelohnt: „TDS hat den Überblick über unsere IT-Anforderungen sowie das erforderliche Wissen und bietet uns gleichzeitig eine hohe Beratungskompetenz in Spezialfragen sowie die notwendige Flexibilität bei der Umsetzung.“ Mit dieser Unterstützung arbeite der Fertiger daran, die IT zu optimieren und profitiere dabei stetig von den Effekten des Outsourcings.