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IoT- und M2M-Kommunikation

Technologie und Konzept vom Dienstleister

Mit den intelligenten IT-Komponenten in Maschinen und Materialien verändert sich der Spielraum für Fertigungsunternehmen bei der Gestaltung ihrer Produktions- und Serviceprozesse. Ist der passende Rahmen für den Einsatz – etwa von IoT-Technologie – erst einmal gefunden, können Unternehmen aller Branchen und Größen davon profitieren. Die Strategieberatung Gebhardt Sourcing Solutions hat sich darauf spezialisiert, produzierende Unternehmen auf ihrem Weg zum eigenen Internet of Things zu begleiten.




Bild: iconimage/Fotolia.com

Das Internet der Dinge oder Internet of Things (IoT), wie es im internationalen Kontext genannt wird, war auf der diesjährigen Cebit allgegenwärtig. Neben den Systemanbietern betonen auch Vertreter aus der Politik und den Wirtschaftsverbänden häufig, welche Chancen die intelligente Vernetzung von Maschinen und Materialien für den Industriestandort Deutschland berge. Während der Begriff noch vor wenigen Jahren eher belustigende Assoziationen von sprechenden Kühlschränken oder mit dem Wecker vernetzten Kaffeemaschinen hervorrief, gibt es für das Internet of Things inzwischen konkrete Anwendungsszenarien – die meisten von ihnen im produzierenden Gewerbe.

M2M-Kommunikation in Echtzeit

Zu dieser Entwicklung beigetragen hat vor allem die technologische Entwicklung der letzten Jahre: Während zunächst durch leistungsfähigere IT und skalierbare Cloud-Technologien immer größere Datenmengen erhoben und gespeichert werden konnten, fehlte es zu Beginn der Diskussionen um Big Data noch an Lösungen, um diese Daten schnell und zielgerichtet auszulesen und zu verarbeiten. Inzwischen aber bringen namhafte Player wie Microsoft, IBM oder HP laufend Lösungen auf den Markt, die Unternehmen bei der Verarbeitung großer Datenmengen in Echtzeit helfen sollen. Diese Technologien bilden eine Basis für das Internet der Dinge: Denn Gegenstände wie Maschinen, Materialien oder Endgeräte mit IT auszustatten, ergibt erst Sinn, wenn sich die produzierten Datenmengen ausreichend schnell auslesen und kommunizieren lassen. Inzwischen sind die technologischen Voraussetzungen für viele Aufgaben der Machine-to-Machine-Kommunikation geschaffen. IoT und M2M könnten die Art, wie in der Zukunft produziert und gewartet wird, deutlich verändern. Wenn Maschinen und andere Gegenstände, ausgestattet mit Sensoren, permanent Messwerte erheben und ohne menschliches Zutun autonom miteinander kommunizieren, verspricht dies nicht nur geringere Produktionskosten, sondern auch den Zugang zu völlig neuen Geschäftsmodellen.

Mit vorausschauender Wartung in die M2M-Ära

Die Technologien könnten sich besonders schnell auf den Maschinen- und Anlagenbau auswirken. Werden Maschinen etwa mit intelligenter Sensorik ausgestattet, kann selbst Jahre nach der Inbetriebnahme ermittelt werden, in welchem Zustand die Anlage ist. Sie meldet rechtzeitig, wenn einzelne Komponenten verschleißen. Diese Teile können zum wirtschaftlichsten Zeitpunkt ausgetauscht und ungeplante Ausfallzeiten somit verhindert werden. Predictive oder gar Preventive Maintenance – vorausschauende oder verhindernde Wartung – heißen diese Konzepte oftmals. Für Hersteller kann es sich lohnen, Maschinen nicht mehr an den Kunden zu verkaufen, sondern zu vermieten. Dabei wird der Maschinenbauer zum Servicedienstleister: Er behält die Datenhoheit und kann durch vorausschauende Wartung das Vertrauen seiner Kunden stärken. Preventive Maintenance könnte der M2M-Ära den Weg bereiten.

Ein Beispiel illustriert den Nutzen: Ein Betreiber von Getränkeautomaten steigerte die Verfügbarkeit seiner Produkte auf 90 Prozent, indem seine Automaten rechtzeitig meldeten, wann das Wasser oder die Cola ausgehen würde. Im Ergebnis konnten mehr Kunden zufriedengestellt und eine Umsatzsteigerung erzielt werden. Aufzughersteller könnten ihr Geschäftsmodell ebenfalls verbessern, wenn ihre Aufzüge den Verschleiß von Steuerkette und Laufrad melden. Durch vorausschauende Wartung lassen sich Ausfallzeiten verhindern und die Verfügbarkeit steigern – das können greifbare Wettbewerbsvorteile sein.

Herausforderung und Chance für den Mittelstand

IoT-Technologie alleine führt nicht zum Geschäftserfolg, es sind auch unternehmerische Konzepte gefragt. Neue Marktteilnehmer wirbeln so manches Branchengefüge derzeit durcheinander. Früh passende Ansätze zu entwickeln, ist für Unternehmen aller Größen eine Investition in die Zukunftssicherheit. Angesichts tragfähiger Beispiele für den Nutzen von IoT-Anwendungen ist die Frage immer weniger, ob der Einsatz solcher Technologien lohnt, sondern wie das Thema angegangen werden soll. Entscheider müssen herausfinden, welchen Nutzen das IoT und M2M-Kommunikation in ihrem Unternehmen entfalten können. Welche Prozesse lassen sich damit optimieren, welche Bereiche voranbringen? Was ist technologisch umsetzbar, was gilt es im Auge zu behalten? Entschieden werden muss auch, welche Anwendungen das IT-Fundament bilden und mit welchen externen Dienstleistern zusammengearbeitet werden soll. Ist die Anwendung schließlich im Einsatz, können sie nachhaltig zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beitragen und auch den Grundstein für nachgelagerte Projekte bilden. Und solche braucht es, um die Chancen aus der technologischen Entwicklung nutzen zu können, die Politik und Verbände ihr derzeit prophezeien.

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Technologie und Konzept vom Dienstleister
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