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Investoren gesucht: Mit dem Hightech-Gründerfonds nah an die Technik von morgen

Unternehmen können sich wieder für Startups und deren Innovationen engagieren: Staatssekretär Matthias Machnig hat aufgerufen, in den Gründerfonds III zu investieren. Die Investoren erhalten einen breiten Überblick über das Innovationsgeschehen und die Möglichkeit zur Kooperation mit den Portfoliounternehmen des Fonds. Ziel des Fonds, der 2017 starten soll, ist ein Volumen von 300 Millionen Euro.

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Matthias Machnig (Bild) hat am 6. Juni zusammen mit Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer High-Tech Gründerfonds, Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer Deutscher Industrie und Handelskammertag (DIHK), und Dr. Carsten Bether, Gründer und Geschäftsführer des Startups Kiwigrid, den Investorenaufruf für den High-Tech Gründerfonds III (HTGF III) gestartet. Ab sofort sind mittelständische und Großunternehmen, die über Startups einen Zugang sowohl zu disruptiven Innovationen als auch zu den neuesten Technologien und Geschäftsmodellen suchen, aufgerufen, eine Beteiligung am HTGF III einzugehen.

Seit 2005 wird investiert

Der High-Tech Gründerfonds investiert seit September 2005 in deutsche Startups. Fonds Nummer Eins hat ein Volumen von 272 Millionen Euro, der im November 2011 aufgelegte High-Tech Gründerfons II umfasst 304 Millionen Euro. Davon komme 220 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 40 Millionen Euro von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie 44 Millionen Euro aus der privaten Wirtschaft. Der dritte High-Tech Gründerfonds soll im ersten Halbjahr 2017 starten. Ziel ist ein Fondsvolumen von 300 Millionen Euro.

Bei den Fonds handelt es sich um öffentlich-private Partnerschaften. Hiervon können alle Beteiligten profitieren: Den Startups wird leichter die Tür zu etablierten Unternehmen geöffnet. Der High-Tech Gründerfonds zieht Vorteile aus der zusätzlichen Professionalität und dem Know-How der Wirtschaft. Aber vor allem profitieren die etablierten Unternehmen selbst, denn als Fondsinvestoren erhalten sie einen breiten Überblick über das Innovationsgeschehen und die Startup-Szene in Deutschland. Zudem ergeben sich Möglichkeiten zur Kooperation und zur Beteiligung an den Portfoliounternehmen des Fonds.

Machnig: "Eine Erfolgsgeschichte"

Staatssekretär Machnig sagt: "Der High-Tech Gründerfonds ist eine Erfolgsgeschichte. Er investiert seit 2005 in deutsche Startups und ist heute der zahlenmäßig aktivste Frühphasenfonds in Europa." Seit Beginn seien mehr als 10.000 Businesspläne gesichert worden, mehr als 440 Start-ups hätten eine erste Finanzierung erhalten. Das Markenzeichen des Fonds sei, die öffentlich-private Partnerschaft, sagte der Staatssekretär. So seien im High-Tech Gründerfonds Fonds II neben dem Bundeswirtschaftsministerium und der Kreditanstalt für Wiederaufbau 18 Investoren aus Industrie und Wirtschaft beteiligt,  Mittelständler wie Großunternehmen.

Diese erfolgreiche Zusammenarbeit solle auch künftig mit dem High-Tech Gründerfonds III fortgesetzt und ausgebaut werden. "Deshalb starten wir heute gemeinsam den Aufruf für Investoren. Durch den neuen Fonds sollen jährlich bis zu vierzig Startups finanziert werden. Ziel ist ein Fondsvolumen von 300 Millionen Euro und ein Industrieanteil von 30 Prozent", sagte Matthias Machnig.

Brandkamp: "Den Seedmarkt belebt"

Der Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds, Dr. Michael Brandkamp, sagte: "Die positiven Evaluierungsergebnisse des Fonds II zeigen, dass der High-Tech Gründerfonds den Seedmarkt nachhaltig belebt hat." In über 900 Anschlussfinanzierungsrunden sei darüber hinaus insgesamt über eine Milliarde Euro überwiegend privates Kapital mobilisiert worden. "Wir fühlen uns in unserer Aufgabe bestätigt, den Technologiegründern nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit Know-how und umfangreichen nationalen und internationalen Netzwerken zur Seite zu stehen. Für den HTGF III laden wir alle Stakeholder ein, weiterhin mit uns zusammen die deutsche Start-up Szene zu stärken", so Brandkamp.

Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer DIHK sagte: "Wir brauchen mehr Zukunftsinvestitionen – auch um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Hier leistet der High-Tech Gründerfonds III einen wichtigen Beitrag. Der Fonds gibt vielen Startups die Chance, sich am Markt zu beweisen. Von solchen Impulsen profitiert die gesamte Wirtschaft in Deutschland."

Dr. Carsten Bether, Gründer und Geschäftsführer des Startups Kiwigrid sagte: "Zum Aufbau des Unternehmens war es für uns enorm wichtig, dass wir bereits in der Seed-Phase einen starken Partner von unserem zukunftsweisenden technischen Konzept und dem Potenzial unserer Energy IoT Platform überzeugen konnten. Die erfahrenen Investment Manager unterstützen uns mit Rat und Tat bis heute, das Netzwerk des HTGF hilft uns bei Industriekontakten. Dies hilft uns gerade zur Zeit im Rahmen unserer Internationalisierung weiter."

(Quelle:Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)/Bild:BMWi/Michael Voigt)


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