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Investition

Finanzierung 4.0

In der Industrie 4.0 kommen laufend innovative Entwicklungen auf den Markt und geben der digitalisierten Fertigung neue Richtungen vor. Für Unternehmen entstehen dabei viele Möglichkeiten, um ihre Produktivität und Effizienz zu steigern. Die Herausforderung: Immer kürzere Innovationszyklen führen dazu, dass Unternehmen ihre Software-Lösungen häufiger aufwerten oder erneuern müssen. Kosten, die bei der Anschaffung von Systemanpassungen und deren Implementierung entstehen, sind meist eine zusätzliche Belastung des Eigenkapitals.

Es verwundert nicht, dass immer mehr Unternehmen den Zugang zu unterschiedlichen Formen der Finanzierung als strategisch wichtig für den Geschäftserfolg einstufen. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer neuen Studie von Siemens Financial Services (SFS). Dabei wurden weltweit Finanzverantwortliche in der Fertigungsindustrie befragt. Als einen von fünf zentralen Faktoren für den Geschäftserfolg in der Industrie 4.0 nannten sie das intelligente Management von Betriebskapital, um so den Cashflow zu verbessern. Weitere Erfolgsfaktoren sind: der Einsatz von Technologien der neuesten Generation, höhere Betriebseffizienz, erweiterte Produktionskapazität und –flexibilität sowie wettbewerbsfähige Preisstrukturen.

Produktion modernisieren

Um das zu erreichen, müssen die Firmen ihre Produktion modernisieren. Dazu nutzen die Finanzverantwortlichen neben dem klassischen Bankkredit immer häufiger alternative Finanzierungen. Wie aber sollen solche Finanzierungslösungen aussehen, damit sie den geänderten Anforderungen der Kunden gerecht werden? Gemäß der Studie möchten Unternehmen Finanzierungen vor allem dann abrufen können, wenn sie benötigt werden, und zu Bedingungen, die zum eigenen Geschäftsumfeld passen. Deshalb schätzen Finanzverantwortliche die Zusammenarbeit mit herstellernahen Finanzierungspartnern. Denn diese kombinieren Finanzierungserfahrung mit Technologie-Know-how und können ihren Kunden dadurch möglichst passgenaue Lösungen anbieten. Dabei verknüpfen sie die Kosten für modernere Technologien mit den erwarteten Gewinnen aus ihrer Anwendung und liefern so eine wichtige Grundlage für eine solide Finanzplanung. Solche flexiblen Lösungen sind vor allem bei dem Erwerb von Softwarelösungen mehr denn je gefragt. Da es sich hierbei um ein virtuelles Gut handelt, müssen Besonderheiten bei der Übertragung von Lizenzen berücksichtigt werden. So erwirbt beim Leasing ein Unternehmen lediglich die Rechte zur Nutzung der Software und die Investition erfolgt bilanzneutral. Beim Mietkauf hingegen wird die Technologie dem Mietkäufer von Anfang an als immaterielles Gut wirtschaftlich zugerechnet. So können mit Beginn der Vertragslaufzeit sämtliche Steuervergünstigungen und Abschreibungen genutzt werden. Das uneingeschränkte Nutzungsrecht geht zum Vertragsende automatisch auf den Kunden über. In beiden Fällen werden die anfallenden Investitionskosten über die Vertragslaufzeit verteilt. Zahlung und Nutzung der Technologien können dabei gemäß des Prinzips ‘pay as you earn’ aufeinander abgestimmt werden. Dabei begleichen die Firmen anfallende Kosten für die neue Software mit den zu erwartenden Einsparungen oder Einnahmen, welche mit Hilfe eben dieser neuen digitalen Technologie über die Vertragslaufzeit erzielt werden. Auch Ausgaben für Implementierung und Anpassungen können in die Finanzierung mit aufgenommen werden. Finanzierungsdauer und Zahlungsverlauf können die Anbieter in der Regel flexibel auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zuschneiden. So entsteht zusätzlicher finanzieller Spielraum bei gleichzeitiger Nutzung der neu erworbenen innovativen Software-Technologien. Nicht zuletzt profitieren Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit herstellernahen Finanzierern von einer umfassenden Risikoeinschätzung und einer verlässlichen Bewertung der wirtschaftlichen Vorteile der neuen Software-Lösung. Bei SFS beispielsweise führen die Finanzierungsexperten zu Beginn einer Zusammenarbeit zunächst umfangreiche persönliche Beratungsgespräche mit dem Endkunden. Dabei wird bei Bedarf eine Vielzahl von Informationen in die Bewertung der Kundensituation mit einbezogen. SFS wertet die gewonnenen Daten aus und bietet dem Kunden ein dafür geeignetes Finanzierungsmodell an, das in der Regel auf Leasing oder Mietkauf basiert.

Finanzierungsplan aufstellen

Ausgerichtet auf den Finanzierungsbedarf erstellt SFS dann einen individuellen Zahlungsplan, der sich zeitlich möglichst nah an der Inbetriebnahme der Software und den Kundenwünschen orientiert. Dabei werden Fragen rund um die budgetkonforme Abbildung der Investition, eine mögliche Bilanzneutralität und den Fortschritt des Projektes erläutert. Auch bei der Abwicklung des Projektes kann die Zusammenarbeit mit einem herstellernahen Finanzierer von Vorteil sein. Denn die einzelnen Prozessschritte sind in enger Abstimmung zwischen dem Finanzierer und dem Software-Hersteller geregelt. Da der Finanzierungspartner über Erfahrung bei der Implementierung der Technologie verfügt, kann er auch die Prozessdauer verlässlich einschätzen. Dadurch werden viele Fragen auf Kundenseite von Beginn an geklärt und der Aufwand reduziert sich erheblich.


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