Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Internationaler Rollout

Durchgängige Prozesse bis nach Fernost

Die UWT GmbH stellt Messtechnologie für die Detektion sowie Überwachung von Füll- und Grenzständen von Schüttgütern und Feststoffen her. Das Unternehmen hat jüngst eine Enterprise Resource Planning-Lösung in die Vertriebsniederlassung in China ausgerollt.

Bild: UWT Gmbh

Um von durchgängigen Verkaufsprozessen, reibungsloser Intercompany-Abwicklung und vereinfachter Finanzbuchhaltung profitieren zu können, hat die UWT GmbH, ein weltweit agierender Hersteller von Füllstandmesstechnik, die Enterprise Resource Planning-Lösung (ERP) Microsoft Dynamics AX in ihrer Vertriebsniederlassung in China ausgerollt. Partner dabei war der IT-Dienstleister Sycor. Im Januar 2014 hatte das Unternehmen alle Anteile an der seit dem Jahr 2004 bestehenden UWT Int. Trading Co. in Shanghai übernommen. Mit diesem Schritt wollte die Firma die Akzeptanz der eigenen Produkte in China nutzen, um das vorhandene Marktpotenzial besser ausschöpfen und das Geschäft systematisch auszubauen. Die Einführung von Microsoft Dynamics AX im Stammhaus in Betzigau im Allgäu, wo neben der Produkt-Entwicklung auch die Produktion angesiedelt ist, war nah am Standard von Microsoft Dynamics AX erfolgt.

Anpassung an Best-Practices

„Um das zu ermöglichen, waren wir bereit, unsere Prozesse an die Best Practices im System anzupassen. Auf diese Flexibilität und Innovation legen wir nicht nur für unsere Produkte, sondern auch für unsere internen Abläufe Wert“, sagt Jens Fehrenbach, Projekt Manager bei der UWT GmbH. Heute produziert UWT nicht nur in Betzigau im Allgäu, sondern auch auf Malta. Das Unternehmen ist mit eigenen Vertriebsniederlassungen in den USA, in Großbritannien sowie in den Wachstumsregionen China und Indien vertreten. Für eine weltweite Marktabdeckung sorgen außerdem zumeist exklusive Vertriebspartner in mehr als 50 Ländern. Die Rahmenbedingungen für den Rollout nach China waren klar: Sie umfassten zum einen die sichere Abbildung der rechtlichen Anforderungen des chinesischen Geschäftsverkehrs und zum anderen die Aufgabe, dabei so nah an den Standardprozessen der ERP-Lösung zu bleiben wie möglich. „Auf der Suche nach einem Partner hat uns das Team von Sycor mit Lösungs- und China-Kompetenz überzeugt“, sagt Jens Fehrenbach.

Und so wurden das Göttinger Unternehmen mit den notwendigen Beratungs- und Implementierungsleistungen sowie der Schulung der Endanwender beauftragt. „Wir haben in der Vertriebsniederlassung die Module Sales und Finanzbuchhaltung eingeführt und für China den schon vorher im System bestehenden End-to-End-Beschaffungsprozess erweitert, der das Intercompany-Business ermöglicht“, fasst der chinesisch-sprachige Sycor-Projektleiter Falk Starke zusammen. „UWT China kann reibungslos von Kunden bestellte Waren bei UWT Deutschland kaufen.“ Die Berücksichtigung der steuerrechtlichen Golden Tax- und Golden Audit-Anforderungen stellte das Team genauso sicher, wie die systemseitige Unterstützung der in China zu leistenden Vorauszahlungen für Verkauf und Einkauf. „Durch den Standort der chinesischen UWT-Gesellschaft in Shanghai mussten wir zusätzliche, von den Finanzbehörden geforderte, Reports umsetzen. Wir haben uns eng mit einem lokalen Steuerberatungsbüro abgestimmt“, sagt Falk Starke.

Schulung in Deutschland

Rückblickend lobt er nicht nur die Zusammenarbeit mit dem gesamten Projektteam, sondern hebt zusätzlich hervor, dass UWT die chinesischen Mitarbeiter für die Schulungen und Workshops nach Bayern eingeflogen hat: „Das ist sehr empfehlenswert. Diese Maßnahme hat für eine optimale Lernsituation und ein sehr gutes Klima in der Gruppe gesorgt.“ Mit den Ergebnissen des Projekts zufrieden zeigt sich auch Uwe Niekrawietz, Geschäftsführer bei UWT: „Wir haben alle unsere Ziele des Roll-Outs nach China in Time und Budget erreicht. Die End-to-End-Beschaffung sowie die Intercompany-Prozesse funktionieren und wir haben die Finanzdaten optimal zur Verfügung.“


Das könnte Sie auch interessieren:

Knapp die Hälfte der im Rahmen einer von Hewlett Packard Enterprise in Auftrag gegebenen Studie befragten Firmen in Deutschland hat die eigene Cloud-Nutzung seit Beginn der Corona-Krise ausgebaut.‣ weiterlesen

Ohne Digitalisierung und Automation kann kein Fertigungsunternehmen langfristig bestehen, ist Marco Bauer, Geschäftsführer der BAM GmbH, überzeugt. Er setzt daher auf eine digitale automatisierte Prozesskette von Onlineshop bis zu den Fertigungszellen. Zentrales Element ist die automatisierte CAM-Programmierung mit Hypermill.‣ weiterlesen

Google Cloud und Siemens wollen im Rahmen einer Partnerschaft und unter Einsatz von KI-Technologien Fertigungsprozesse verbessern.‣ weiterlesen

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen Umfrage vom April 2021 um 5,9 Punkte und liegen damit bei 70,7 Punkten. Dies ist der erste Rückgang seit November 2020. Laut ZEW liegen die Erwartungen nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.‣ weiterlesen

Drei Viertel der Entscheider in deutschen Industrieunternehmen sehen ihren Markt im Prozess der digitalen Transformation. Die Hälfte der Unternehmen setzt dabei bereits auf den Einsatz von Industrial IoT-Technologien. Zu diesen Ergebnissen kommt eines Studie des IIoT-Spezialisten Relayr, die unter 200 Entscheidern aus der Fertigungsindustrie in Deutschland im Sommer 2020 vom Marktforschungsunternehmen Forsa durchgeführt wurde.‣ weiterlesen

Damit die anspruchsvollen Maschinen von Heidelberger Druckmaschinen nicht ungeplant ausfallen, bietet das Unternehmen die Software Maintenance Manager zur vorausschauenden Wartung an. Jetzt hat Tochterunternehmen Docufy das Tool hinter der Lösung als White-Label-Angebot auf den Markt gebracht.‣ weiterlesen

Im Rahmen einer Partnerschaft wollen T-Systems und GFT gemeinsame Lösungen für die Fertigungsindustrie anbieten, mit denen Fehler in der Produktion schneller erkannt werden können.‣ weiterlesen

John Abel wechselt von Veritas zu Extreme Networks, wo er künftig die Position des CIOs wahrnehmen wird.‣ weiterlesen

Nach fünf Messetagen ging am Freitag die Hannover Messe zu Ende. Insgesamt 90.000 Teilnehmer haben sich für die digitale Edition der Industrieschau registriert. Auch ohne Präsenzveranstaltung zog die Deutsche Messe ein positives Fazit. Ein Ersatz sei die digitale Messe jedoch nicht, so Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe. Die nächste Messe soll als Hybridveranstaltung teilnehmen.‣ weiterlesen

Produzierende Unternehmen brauchen Transparenz über Zusammenhänge, über Kosten und Erträge und die Prozessqualität. Business Intelligence ist die Antwort der Softwareanbieter für dieses Problem. Für SAP S/4Hana-Anwender könnte dafür insbesondere die SAP Analytics Cloud interessant sein.‣ weiterlesen

Seit gut eineinhalb Jahren betreibt Simus Systems eine Online-Plattform, auf der Auftraggeber und Auftragnehmer die Metallbearbeitung von Bauteilen kalkulieren - und das Interesse am Tool ist rege. Anwender laden ihr CAD-Modell hoch und erhalten eine valide Vorkalkulation des geplanten Bauteils.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige