Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Intelligente Zustandsüberwachung

Gesundheitscheck für Maschinen und Anlagen

Jeder Prozentpunkt mehr Verfügbarkeit von Produktionssystemen bedeutet letztlich höheren Gewinn. Um in diesem Kontext dem Verschleiß von Anlagen frühzeitig auf die Spur zu kommen, können Condition Monitoring-Systeme helfen. Dazu wurde am Institutsteil Entwurfsautomatisierung des Fraunhofer IIS eine selbstlernende Diagnoselösung entwickelt.

Bild: Interroll Gruppe

Das Einsparpotenzial bei der Wartung von Maschinen und Anlagen wird heute oft noch nicht ausgeschöpft. Aber in der maschinellen Fertigung und beim Betrieb von Anlagen wird hohe und höchste Auslastung gefordert. Dazu muss die Verfügbarkeit gesteigert und die Einhaltung von Toleranzen über einen möglichst langen Zeitraum gewährleistet werden. Es gilt also, Stillstandszeiten zu minimieren. Für die Wartung ist es deshalb zunehmend nicht mehr ausreichend, sich auf festgelegte Erfahrungsintervalle zu verlassen, da diese nicht die tatsächlichen Notwendigkeiten berücksichtigen. Gleichzeitig müssen Überholungs- und Reparaturarbeiten möglichst schnell durchgeführt werden. Das erfordert gute Vorausplanung der Arbeiten. Eine solche Planung ist umso genauer möglich, je besser der Zustand der Maschine oder Anlage in Bezug auf Fehler, Verschleißbild und eingehaltene Toleranzen bekannt ist. Dazu können Condition-Monitoring-Systeme (CMS) einen wesentlichen Beitrag leisten. Doch damit Unternehmen Probleme erkennen, bevor im schlimmsten Fall ungeplante Ausfallzeiten entstehen, sind oftmals individualisierte Lösungen nötig. Diese haben allerdings oft den Nachteil, dass der Anwender mit einer Vielzahl von Einstellmöglichkeiten umgehen muss. Und steigende Komplexität kann wiederum hohe Kosten für den Anwenderbetrieb bedeuten. Vor diesem Hintergrund hat der Institutsteil ‚Entwurfsautomatisierung‘ (EAS) des Fraunhofer IIS eine ‚intelligente‘ und selbstlernende Diagnoselösung entwickelt. Das System soll durch das Einbeziehen von Steuersignalen zuverlässige Ergebnisse liefern.

Vereinfachte Anwendung als zentraler Erfolgsfaktor

Der hohe Komplexitätsgrad bei der Bedienung vieler CMS ist einer der Hauptgründe für die bislang eher sporadische Anwendung der Systeme. Eine vereinfachte Bedienung, die Aufwand und damit Kosten spart, ist deshalb der Schlüssel für einen breiten Einsatz von CMS. An dieser Stelle setzt die Entwicklung der Forscher an: Innerhalb des Monitoring-Systems ermöglichen mathematischen Algorithmen das selbsttätige ‚Erlernen‘ der für die Überwachung relevanten Zustände der Maschine oder Anlage. Der Bediener muss lediglich bei neuen, im Vorfeld nicht aufgetretenen Betriebszuständen eingreifen. Die Aufforderungen dazu liefert das CMS durch eine umfassende, datenanalytische Auswertung bekannter Komponenten- oder Anlagenzustände. Dabei legten die Entwickler Wert darauf, dass Änderungen mit wenigen Klicks durchgeführt werden können. „Mit diesem System wird ein entscheidender Schritt in Richtung einer Plug-and-play-Lösung unternommen“, erklärt Dr. Olaf Enge-Rosenblatt, der für das Themengebiet CMS am Fraunhofer IIS/EAS verantwortlich ist. „Denn nach der Applizierung des Systems entsteht nahezu kein zusätzlicher Aufwand beim Betrieb des CMS.“


Das könnte Sie auch interessieren:

Siemens beendet das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit positiven Neuigkeiten. Umsatzerlöse und Gewinn legen kräftig zu.‣ weiterlesen

Insgesamt 8,2Mrd.€ hat der Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2019 für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Auch in der Pandemie behalten F&E-Ausgaben einen hohen Stellenwert.‣ weiterlesen

Seit rund 100 Jahren steht die Automobilindustrie wie keine andere für die Fabrikarbeit am Fließband. Doch jetzt deutet sich eine Technologiewende an. Künftig könnten Fahrerlose Transportfahrzeuge Karosserien, Material und ganze Fahrzeuge durch die Fabrik bewegen. In mehreren Modellfabriken fahren die Automaten bereits durchs Werk.‣ weiterlesen

Immer mehr Anlagen sollen Betriebsdaten im IoT zur Bearbeitung bereitstellen. Mit dem Susietec-Portfolio will Kontron insbesondere den Aufbau von IoT-Lösungen für bestehende Anlagen unterstützen. Der Anbieter von IoT- und Embedded-Computing-Technologie rechnet für 2021 mit mehr als 50 Prozent Wachstum in diesem Geschäftsfeld.‣ weiterlesen

Im März haben die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Dabei kamen sowohl aus dem Aus- als auch aus dem Inland positive Signale.‣ weiterlesen

Vor wenigen Jahren galt MES-Software vielen noch als Spezialsoftware mit nur aufwendig erschließbarem Nutzen. Inzwischen ist sie fester Bestandteil der meisten prozessnahen IT-Architekturen in der Prozess- und gerade der Pharmaindustrie. Insbesondere wenn viele Systemfunktionen auf die Prozessführung nach ISA95 entfallen und chargenorientiert produziert wird.‣ weiterlesen

Automobilhersteller agieren bislang erfolgreich in ihren eher geschlossenen Wertschöpfungsketten. Sie verstehen den Markt als Nullsummenspiel. Unternehmen wie Apple haben vorgemacht, dass es auch anders geht: Von offenen Ökosystemen können alle profitieren. Wann öffnet sich die Automobilindustrie für diese Idee?‣ weiterlesen

Mit dem Wechsel von Kathleen Mitford zu Microsoft wird Catherine Kniker zur EVP (Executive Vice Presdient) und Chief Stategy Officer bei PTC ernannt.‣ weiterlesen

Gemeinsam mit CEO Peter Sorowka leitet Carsten Stiller seit 1. April das Softwareunternehmen Cybus. Er verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.‣ weiterlesen

Siemens Digital Industries bekommt einen neuen CTO. Dirk Didascalou soll zum 1. September neuer Technikchef werden.‣ weiterlesen

Die Wirtschaft blickt überwiegend optimistisch in die Zukunft: Knapp 40 Prozent der Unternehmen wollen laut der jüngsten Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft 2021 im Vergleich zu 2020 mehr produzieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige