Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Integrierte Unternehmenssysteme

Mehr Prozessnähe durch Zusatzlösungen

Bei der Einführung einer Enterprise Resource Planning-Software werden Funktionsbereiche wie Beschaffung, Lagerhaltung oder Produktion zugeschnitten. Integrierte Unternehmenslösungen können so nahezu alle grundlegenden Geschäftsprozesse eines Betriebes in einem zentralen System abbilden. Doch wenn über den Standard hinausgehende Funktionen oder Unterstützung für sehr spezifische Abläufe benötigt werden, können spezialisierte Zusatzlösungen ihre Stärken ausspielen.

Bild: AZO GmbH & Co. KG

Für die Unternehmenssysteme des Anbieters SAP stehen auf dem Markt zahlreiche Zusatzlösungen zur Verfügung, die von Partnern des Software-Konzerns zur Erweiterung des umfangreichen Enterprise Resource Planning-Systems (ERP) aus Waldorf angeboten werden. Die Lösungen sollen dem Anwender die tägliche Arbeit erleichtern, indem sie spezialisierte Prozesse vor Ort unterstützen. Der Aufwand, solche Zusatzlösungen zu nutzen, ist in der Regel vergleichsweise gering: Auslieferung und Einspielen des Quellcodes in ein bestehendes SAP-System, das Customizing mit vordefinierten Profilen und eine Grundeinweisung in die Benutzung sind bei manchem Anbieter im Preis genauso enthalten, wie eine umfassende Lösungs- und Anwendungsdokumentation. Zudem wird das Zusammenspiel der Erweiterungen mit dem Unternehmenssystems durch neue Releases nicht beeinträchtigt, und es besteht weder Lizenz- noch eine Wartungspflicht.

Sinnvolle Spezialfunktionen für Geschäftsprozesse

Die zahlreichen auf dem Markt verfügbaren Erweiterungen kommen inzwischen entlang der gesamten Wertschöpfungskette mittelständischer Fertigungs- und Dienstleistungsunternehmen, in der Konstruktionsabteilung genauso wie in Beschaffungs- und Fertigungsabläufen oder Liefer-, Vertriebs- und Service-Prozessen zum Einsatz. Das Systemhaus All for One Steeb hat in den vergangenen Jahren mehr als 75 solcher Zusatzlösungen entwickelt; regelmäßig werden neue Angebote auf den Markt gebracht. Zu den Produkten im Engineeringbereich zählen beispielsweise die Universale Multi-CAD-Integration Porta~X oder das Engineering Cockpit zur Stücklistenbearbeitung. Zur Unterstützung von Fertigungsleitern, Meistern und Mitarbeitern in der Produktion bietet das Unternehmen Lösungen wie das Meistercockpit, ein Rückmeldecockpit oder eine Ausschussliste an.

Funktionen für Dokumenten- und Output-Management

Eine Beispiel, wie eine Zusatzlösung in mehreren Fachbereichen gleichermaßen Anwendung finden kann, liefert das Document Output Management. Das System reduziert rund fünfzig Mausklicks auf fünf, indem es zu Geschäftsvorgängen – beispielsweise Bestellungen oder Fertigungsaufträgen – automatisch die dazugehörigen Dokumente findet. Die Regeln dazu können vom Anwender definiert werden. Beim Versenden von E-Mails, Faxen sowie dem Ablegen und Drucken von Dokumenten kann der Mitarbeiter beispielsweise Bestellungen oder Angeboten schnell die zugehörigen Dokumenten anhängen und per E-Mail oder Fax versenden. Das ist bei Lohn- und Fremdbearbeitungsprozessen regelmäßig notwendig.

Die korrespondierenden E-Mail-Adressen werden automatisch ‚angezogen‘, die Dokumente auf Wunsch auch ‚gezippt‘ angehängt. Der Nutzer muss lediglich auf ‚Senden‘ klicken. Da der zugehörige Server ständig den Versandstatus prüft und Druckprotokolle erstellt, weiß der Anwender zudem jederzeit über den Status eines Auftrages Bescheid. Ebenso können automatisch alle Dokumente gedruckt werden, die zu einer Materialbestellung oder zu einem Fertigungsauftrag gehören – beispielsweise Zeichnungen oder Montageanleitungen. Sobald die Dokumente im Zielverzeichnis abgelegt werden, stehen die zugehörigen Informationen an einem Ort zur Verfügung. Je nach Druckformat, etwa DIN A4, DIN A3 oder Posterformaten für die Plotterausgabe, ermittelt das System zudem den passenden Drucker.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der VDMA hat die Produktionsprognose für das laufende Jahr angehoben. War der Verband bisher von einem Zuwachs von 4 Prozent ausgegangen, so rechnet man nun mit einem Produktionsplus von 7 Prozent.‣ weiterlesen

Roboter gehören zum Rückgrat der smarten Fabrik. Doch die Automaten könnten außerhalb der Fabriken viel leisten. Das Dresdner Unternehmen Wandelbots hat jetzt eine Lösung entwickelt, die den Robotereinsatz auch für kleine und mittlere Unternehmen vieler Branchen interessant machen soll. Ein Industrie-PC von Kontron übernimmt in diesem System eine zentrale Aufgabe.‣ weiterlesen

Die Auftragsbücher der deutschen Industrieunternehmen füllen sich und die Produktion nimmt zu. Laut Ifo-Konjunkturumfrage liegen die Produktionserwartungen im März sogar auf dem höchsten Stand seit 1991.‣ weiterlesen

xyzWieviel sind Daten wert? Welche Daten sind für die Effizienzsteigerung der Produktion, die Qualitätssteigerung der Produkte oder neue Geschäftsmodelle für die produzierende Industrie und ihre Dienstleistungen von Nutzen und wie kann ihr Wert gemessen und beziffert werden? Am 13. Januar 2021 konstituierte sich dazu der Fachausschuss 7.24 Big Data in der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik neu, um die Experten-Empfehlung VDI/VDE 3715 'Data Assets' zu entwickeln. Im Fachausschuss wird ein metrischer Standard entwickelt für die Ermittlung des ökonomischen Wertes technikbezogener Daten innerhalb der Wertschöpfungskette.‣ weiterlesen

Zutrittskontrollsysteme dokumentieren Aufenthaltszeiten, können bei der Corona-Kontaktverfolgung unterstützen und ermöglichen die individuelle Arbeitszeiterfassung. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung, der Pandemie sowie dem Trend zum dezentralen Arbeiten lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuellen Anforderungen.‣ weiterlesen

Mit dem Security Operations Center will Vinci Energies Cybersecurity-Spezialisten vernetzen. Die Eröffnung ist für das zweite Halbjahr 2021 vorgesehen.‣ weiterlesen

Plus 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr haben die deutschen Maschinen und Anlagenbauer in Ihren Auftragsbüchern verzeichnet. Dabei kamen besonders aus dem Ausland mehr Aufträge.‣ weiterlesen

In der Softwareentwicklung gewinnen die Low- und No-Code-Plattformen zunehmend an Bedeutung. Doch neben den Vorteilen etwa in Sachen Geschwindigkeit oder Handhabung sind dem Low-/No-Code-Ansatz noch Grenzen gesetzt, etwa wenn es zu komplex wird.‣ weiterlesen

Auf der digitalen Ausgabe der Hannover Messe präsentiert die Fraunhofer-Gesellschaft das Kompetenznetzwerk Quantencomputing. Dadurch soll Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen ein Zugang zur Technologie ermöglicht werden.‣ weiterlesen

Low-Code/No-Code-Entwicklungen bieten Potenzial für Industrieunternehmen. Dadurch wird Software-Programmierung auch Mitarbeitern zugänglich, die nicht über tiefes Fachwissen verfügen. Mendix hat in einer Studie untersucht, wie es um den Low-Code/No-Code-Ansatz in Deutschland bestellt ist.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige