Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Instandhaltung in Echtheit

Stillständen vorbeugen durch vorausschauende Wartung

Egal ob periodisch, zustandsabhängig oder zu einem Stichtag: Die Wartung der Maschinen und Anlagen stellt für jeden Industriebetrieb eine wichtige Aufgabe dar. Mit einer Software für Instandhaltungsmanagement lassen sich Planung und Durchführung unterstützen – um unter Umständen sogar vorausschauend zu Warten. Dazu werden in der Regel die Zustandsdaten der Anlage direkt zur Software übertragen. Die Delta Barth Systemhaus GmbH hat eine solche Software im Portfolio.

Die neue Weboberfläche zur Erfassung und Bearbeitung von Störungen kann unabhängig einer Deleco-Installation genutzt werden. Bild: Delta Barth Systemhaus GmbH

Planung, Durchführung und Überwachung von Instandhaltungs- und Wartungsmaßnahmen für Maschinen oder Anlagen jeder Art – das sind die zentralen Aufgaben des Instandhaltungsmanagements. Darüber hinaus werden Störungen aufgenommen und beseitigt. Damit es aber möglichst gar nicht erst zu derartigen Störungen kommen kann, ist die exakte Planung von Wartungsaufgaben unerlässlich: Diese kann in der periodischen Wartung nach Zyklen, bei der Stichtagswartung nach festgelegten Terminen oder bei der zustandsabhängigen Wartung nach Erreichen eines bestimmten Anlagenzustands erfolgen. Letzteres können zum Beispiel Laufzeiten, Zählerstände, Durchflussmengen und so weiter sein. Software für das Instandhaltungsmanagement (IMS) unterstützt den Bereich Wartung und Instandsetzung bei seinen Aufgaben.

Vorausschauend Warten

Die vorausschauende Wartung gewinnt zunehmend an Bedeutung, wenn es darum geht, Stillstände und Ausfallzeiten zu vermeiden. Dabei werden abhängig von den Betriebszuständen der jeweiligen Instandhaltungsobjekte Wartungszyklen verkürzt und spezielle Wartungsarbeiten eingeschoben. So können beispielsweise Temperaturabweichungen an einem Lager innerhalb einer bestimmten Schwankungsbreite toleriert werden. Deren gehäuftes Auftreten aber veranlasst das IMS zur Verkürzung des Wartungsintervalls. Das Überschreiten eines bestimmten Grenzwerts bewirkt eine Störmeldung, und die Generierung eines Wartungsauftrags hat das außerplanmäßige Wechseln des Lagers zur Folge. Auf diese Weise kann durch frühzeitiges Reagieren ein kontinuierlicher Produktionsfluss gewährleistet werden.

Grundlage für die Auswertung von Zustandsdaten für die vorausschauende Wartung ist deren Erfassung und Verarbeitung. Diese Daten werden heute in der Regel direkt und nahezu in Echtzeit in die IMS-Lösung übernommen. Das geschieht durch Anbindung der betreffenden Maschinen und Anlagen über Komponenten der Betriebs- und Maschinendatenerfassung eines Manufacturing Execution-Systems (MES) oder durch direktes Abgreifen von Signalen aus Steuerungen. Diese Echtzeitdaten werden dabei in ein mit dem IMS kompatibles Format umgesetzt und in der IMS-Datenbasis gespeichert. Die dort auflaufenden Reihen dienen als Grundlage für Algorithmen und Regeln, welche die Vorschläge für eine vorausschauende Wartung erzeugen. Diese Vorschläge wiederum werden vom Wartungspersonal bewertet, gegebenenfalls in Wartungsaufträge umgesetzt und somit in der Wartungsplanung berücksichtigt.

Daten werden bereitgestellt

Regeln und Richtwerte für die Zustandsbewertung auf Grund von Echtzeitdaten werden vom Hersteller der zu wartenden Anlage bereitgestellt – meist mittels einer eigenen Auswertungssoftware. Sie sind damit nicht allgemeingültig formuliert und im Rahmen einer IMS-Lösung schwer zu fassen. Angestrebt wird daher die Entwicklung von IMS-Komponenten auf Basis von Methoden aus dem Bereich der Expertensysteme. Diese sollen eine allgemeingültige und herstellerunabhängige Formulierung von Regeln für die vorausschauende Wartung und Instandsetzung sowie deren Verwaltung in einer Regelbasis ermöglichen. Die von der Anlage aufgenommenen Echtzeitdaten stellen dabei die Wissensbasis dar. Durch Anwendung der Regeln auf diese Daten werden angepasste Wartungsvorschläge für die betroffenen Anlagen erzeugt. Dabei ist es wichtig, dass die Formulierung der Regeln komfortabel und mit vertretbarem Einarbeitungsaufwand durch das Wartungspersonal erfolgen kann.

Assistenzsysteme zur Regelerfassung in der IMS-Software sind hier ein erfolgversprechender Ansatz. Auch wenn das IMS nicht über Komponenten zur vorausschauenden regelbasierten Wartungsplanung verfügt, sollte es auf alle Fälle Echtzeitdaten verwalten können. Diese können schließlich Trends anzeigen und befähigen das Instandhaltungspersonal, die Wartungsintervalle entsprechend anzupassen. Ausfälle und Stillstandszeiten können so reduziert werden, was letztendlich einen echten Mehrwert für ein Unternehmen darstellt. Vorteilhaft ist dabei die Darstellung ausgewählter Echtzeitdaten in grafisch visualisierter Form. Sachdienlich ist hier beispielsweise ein Diagramm, welches den Werteverlauf bezogen auf das Instandhaltungsobjekt auf einer Zeitachse abbildet und Abweichungen so deutlich aufzeigt. Auf diese Weise werden kritische Entwicklungen im täglichen Rapport schnell und gezielt sichtbar. Um schnelles Reagieren zu ermöglichen, sollten Überschreitungen von definierten Grenzwerten, genau wie Betriebsstörungen am Wartungsobjekt, Benachrichtigungs- oder Alarmierungsfunktionen auslösen können.


Das könnte Sie auch interessieren:

Cybergefahren sind im Jahr 2022 die größte Sorge für Unternehmen weltweit, so das aktuelle Allianz Risk Barometer 2022. Demnach beunruhigt die Bedrohung durch Ransomware-Angriffe, Datenschutzverletzungen oder IT-Ausfälle die Unternehmen sogar noch mehr als Geschäfts- und Lieferkettenunterbrechungen, Naturkatastrophen oder die Covid-19-Pandemie.‣ weiterlesen

Envizi, ein Spezialist für Datenanalyse im Bereich Umweltperformance-Management gehört nun zu IBM. Der IT-Konzern will mit der Übernahme seine Strategie ergänzen.‣ weiterlesen

Um Anwendungen mit künstlicher Intelligenz erfolgreich und flächendeckend ausrollen zu können, schufen die Luftfahrt-Spezialisten von MTU Aero Engines extra neue Strukturen. Die Basis bilden Wettbewerbsanalysen, Reifegrad-Ermittlungen und ein unternehmensweit agierendes Kompetenzzentrum.‣ weiterlesen

Die IT-Komponenten mittelständischer Fertigungsunternehmen müssen zunehmend die Kommunikation zwischen Produktionsressourcen und Mitarbeitern, aber auch der selbststeuernden Prozessoptimierung sowie dem Maschinen-Monitoring unterstützen. Die ERP-Projektziele solcher Firmen ähneln immer mehr denen größerer Unternehmen. Das ist eines der Ergebnisse, zu denen Trovarit in ihrer diesjährigen Ausgabe der Studie 'ERP in der Praxis' gelangt.‣ weiterlesen

Ransomware-Erpressung hat sich von einem Trend zu einer der größten Herausforderungen in der Online-Welt entwickelt. Daten waren noch nie so gefährdet wie heute: Cyberkriminelle stehlen und verschlüsseln sie, so dass sie für Unternehmen unzugänglich werden und drohen, sie offenzulegen, wenn kein Lösegeld gezahlt wird. Hinzu kommt, dass Hacker immer raffiniertere Angriffstaktiken anwenden und neue Kräfte rekrutieren – für jeden gestoppten Angriff schießen zwei neue Angreifer wie Pilze aus dem Boden.‣ weiterlesen

Stormshield und Sekoia geben ihre eingegangene Partnerschaft bekannt, die darauf abzielt, ihr Cybersicherheits-Knowhow zu bündeln und dadurch eine umfassende, in Europa erschaffene Lösung zum Schutz von IT-Systemen vor Cyberbedrohungen anzubieten.‣ weiterlesen

Nach mehr als 20 Jahren operativer Tätigkeit hat der bisherige CEO und Co-Founder der IPG Group, Marco Rohrer, das Präsidium im Verwaltungsrat der IPG Gruppe übernommen. Claudio Fuchs wird somit neuer CEO. Darüber hinaus ergeben sich noch weiter Änderungen.‣ weiterlesen

Mit Wirkung zum 1. Januar ist Holger Kliebe neuer Chief Financial Officer (CFO) der SER Group Holding International und zugleich Mitglied der Geschäftsführung.‣ weiterlesen

KI-Technologie steckt noch in den Kinderschuhen - und kommt schon heute auf überraschende Lösungsansätze. Wie die Chatbots, die im gegenseitigen Training flugs eine eigene Sprache entwickelten. Oder die KI-Belegverarbeitung von AFI Solutions, die zur Verwunderung des Unternehmens veränderte Mehrwertsteuersätze eigenständig erkannte und anwendete.‣ weiterlesen

Nach Angaben des Ifo Instituts ist die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland im Dezember auf 879.000 Menschen gestiegen. Vor allem in der Automobilindustrie ist der Anteil an Beschäftigten in Kurzarbeit hoch.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige