Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Informationsfluss und Verantwortlichkeiten

Mit den richtigen Strukturen den Überblick behalten

In Organisationen und Projekten ist die Bildung der richtigen Strukturen ein wichtiger Faktor für die Produktivität. Durch verfälschte oder fehlende Informationen werden leider zu oft falsche Entscheidungen getroffen. Klare Regeln, welche Verantwortlichkeiten auf welcher Ebene liegen, sind Grundlage für eine effiziente Arbeitsweise. Das Wissen um die Mechanismen des Informationsflusses und eine funktionierende Delegation muss im Management der Organisation ankommen.

Bild: iStockfoto / Bim / Maciej Noskowski

Macht man zu viel, macht man nichts mehr richtig, da man nur über begrenzte Kapazitäten verfügt. Neigt man hingegen dazu, Probleme anderer lösen zu wollen, vernachlässigt man unter Umständen nicht nur die eigenen Aufgaben, sondern kann außerdem selbst zum größten Problem für den Rest des Teams oder des gesamten Unternehmens werden. Weitverbreitet führt ein falsches Verständnis von Unterstützung zu unverhältnismäßigen Störungen und teils sogar Turbulenzen in Unternehmen oder einzelnen Projekten. Ganz besonders betrifft dies wachsende Organisationen. Denn nimmt die Größe oder Komplexität eines Unternehmens zu, stellt dies neue und erhöhte Anforderungen an die Fähigkeiten der Führungskräfte. Diese Erkenntnisse sind evident und nicht neu, dennoch hapert es in vielen Unternehmen an deren Umsetzung. Verzeichnen also Projekte fortgesetzt Misserfolge, könnten neben den im Projekt hausgemachten Problemen die Rahmenbedingungen schuld daran sein. Um dies aufzudecken, sollten die bestehenden Strukturen vorurteilsfrei auf eventuelle Schwachstellen überprüft werden. Doch die Frage ist: Woran erkennt man ‚unreife‘ oder den Erfordernissen nicht angepasste Strukturen?

Kriterien zur Prüfung

Zwei Kriterien sollen helfen, das Organisationsgebäude auf die Probe zu stellen:

  • Informationsfluss: Können Informationen ungehindert durch Hierarchie-Ebenen der Organisation fließen, oder werden sie auf ihrem Weg behindert oder gar verfälscht?
  • Klare Verantwortlichkeiten: Sind die Zuständigkeiten zufriedenstellend geregelt und werden sie eingehalten, oder kommt es zu Reibungsverlusten aufgrund von Mikromanagement?

Halten beide Kriterien einer Prüfung stand, sind die Weichen im Unternehmen und damit in den Projekten gut gestellt. Unreife Unternehmen hingegen können mittel- bis langfristig scheitern, da sich unzureichende Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen vor allem dort bemerkbar machen, wo die Wertschöpfung erbracht wird. Schlechte, aber eingeschliffene kulturelle Besonderheiten und Abläufe führen teilweise zu einer trügerischen Sicherheit, getreu dem Motto: ‚Bisher hat es ja immer noch funktioniert.‘ Man findet sich mit bestehenden Konstrukten ab – wohlwissend, dass sie nicht optimal sind – da Veränderungen mit Aufwänden verknüpft sind und die Angst vor einer weiteren Verschlechterung durchaus begründet sein kann. Doch die Fähigkeit, Veränderungen zuzulassen und generell auf Abweichungen reagieren zu können, ist ein sicheres Indiz für eine stabile und krisensichere Unternehmenskultur. Hier werden notwendige Veränderungen erkannt und für deren Umsetzung die passenden Zeitpunkte gewählt.


Das könnte Sie auch interessieren:

Siemens beendet das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit positiven Neuigkeiten. Umsatzerlöse und Gewinn legen kräftig zu.‣ weiterlesen

Insgesamt 8,2Mrd.€ hat der Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2019 für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Auch in der Pandemie behalten F&E-Ausgaben einen hohen Stellenwert.‣ weiterlesen

Seit rund 100 Jahren steht die Automobilindustrie wie keine andere für die Fabrikarbeit am Fließband. Doch jetzt deutet sich eine Technologiewende an. Künftig könnten Fahrerlose Transportfahrzeuge Karosserien, Material und ganze Fahrzeuge durch die Fabrik bewegen. In mehreren Modellfabriken fahren die Automaten bereits durchs Werk.‣ weiterlesen

Immer mehr Anlagen sollen Betriebsdaten im IoT zur Bearbeitung bereitstellen. Mit dem Susietec-Portfolio will Kontron insbesondere den Aufbau von IoT-Lösungen für bestehende Anlagen unterstützen. Der Anbieter von IoT- und Embedded-Computing-Technologie rechnet für 2021 mit mehr als 50 Prozent Wachstum in diesem Geschäftsfeld.‣ weiterlesen

Im März haben die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Dabei kamen sowohl aus dem Aus- als auch aus dem Inland positive Signale.‣ weiterlesen

Vor wenigen Jahren galt MES-Software vielen noch als Spezialsoftware mit nur aufwendig erschließbarem Nutzen. Inzwischen ist sie fester Bestandteil der meisten prozessnahen IT-Architekturen in der Prozess- und gerade der Pharmaindustrie. Insbesondere wenn viele Systemfunktionen auf die Prozessführung nach ISA95 entfallen und chargenorientiert produziert wird.‣ weiterlesen

Automobilhersteller agieren bislang erfolgreich in ihren eher geschlossenen Wertschöpfungsketten. Sie verstehen den Markt als Nullsummenspiel. Unternehmen wie Apple haben vorgemacht, dass es auch anders geht: Von offenen Ökosystemen können alle profitieren. Wann öffnet sich die Automobilindustrie für diese Idee?‣ weiterlesen

Mit dem Wechsel von Kathleen Mitford zu Microsoft wird Catherine Kniker zur EVP (Executive Vice Presdient) und Chief Stategy Officer bei PTC ernannt.‣ weiterlesen

Gemeinsam mit CEO Peter Sorowka leitet Carsten Stiller seit 1. April das Softwareunternehmen Cybus. Er verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.‣ weiterlesen

Siemens Digital Industries bekommt einen neuen CTO. Dirk Didascalou soll zum 1. September neuer Technikchef werden.‣ weiterlesen

Die Wirtschaft blickt überwiegend optimistisch in die Zukunft: Knapp 40 Prozent der Unternehmen wollen laut der jüngsten Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft 2021 im Vergleich zu 2020 mehr produzieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige