Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Informations- und Risikomanagement

Sicherheit in der Supply Chain

Funktionierende Versorgungsketten sind die Basis für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb und einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf. Eine der wichtigsten Vorraussetzungen dafür ist heute der reibungslose Austausch von Informationen unter den Akteuren. Viele Unternehmen sind über ihre Supply Chain mit einer kaum zu überschauenden Anzahl externer Partnern direkt oder indirekt verbunden. Das bietet Angreifern vielfältige Möglichkeiten, an geschäftskritische Informationen zu gelangen.

Bild: Information Security Forum

In seinem Bericht ‚New Models for Addressing Supply Chain and Transport Risk‘ weist das Weltwirtschaftsforum auf die steigende Bedeutung von Informationen und Informationstechnologie für reibungslose Versorgungs- und Lieferketten und damit den Erfolg eines Unternehmens, einer ganzen Branche und am Ende der gesamten Wirtschaft hin – und stellt einen funktionierenden Informationsaustausch auf eine Stufe mit der Versorgung der Wirtschaft mit Öl. Anders als in der Vergangenheit bedeutet Sicherheit in der Supply Chain heute also vor allem Informationssicherheit. Denn Unternehmen sind mehr denn je durch ein Netz an eingehenden und ausgehenden Informationen und damit gegenseitiger Abhängigkeiten miteinander verbunden.

Die Anreicherung und Weiterverarbeitung dieser Informationen sowie ihre Weitergabe machen den reibungslosen Ablauf einer Lieferkette erst möglich. Trotzdem wird von allen mit der Supply Chain verbundenen Gefahren das Risiko für geschäftskritische Informationen am meisten vernachlässigt. Das liegt auch daran, dass es für international agierende Unternehmen heute nahezu unmöglich ist, für hunderte oder gar tausende externe Partner, Lieferanten oder Service-Provider, mit denen sie direkt oder indirekt über ihr Versorungs- und damit Datennetzwerk verbunden sind, eine Bewertung hinsichtlich ihrer Informationssicherheit und ihres Risikomanagements durchzuführen. Es ist deshalb notwendig, sich auf die entscheidenden Knotenpunkte und Risiken zu konzentrieren.

Die Kontrolle im Datenstrom behalten

Das Information Security Forum (ISF), eine weltweit tätige Non-Profit-Organisation für Informationssicherheit, Cybersicherheit und Risikomanagement, hat drei Hauptprobleme bezüglich eines sicheren Informationsmanagements in der Supply Chain identifiziert. Dazu zählen unzureichende Fähigkeiten der Unternehmen beim Management von Informationsrisiken, mangelndes Verständnis und mangelnde Kenntnis über die Absicherung gemeinsam genutzter Informationen sowie fehlende oder unzureichende Standards für die Risikobewertung und das Risikomanagement.

Unternehmen haben Schwierigkeiten, die Kontrolle über Informationen zu behalten, die sie mit ihren Kunden, Partnern und Lieferanten tauschen. Oft haben sie nicht einmal einen Überblick darüber, welche Informationen – von Auftragsmengen über Konstruktionspläne bis hin zu Kundendaten – sie überhaupt teilen und welchen Weg diese Informationen durch die Lieferkette nehmen.

Daran schließt sich auch das Problem der unzureichenden Standards an: Service Level Agreements, Compliance-Richtlinien, Audits und Risikobewertungen können vielleicht die oberste Ebene der Supply-Chain-Verflechtungen abdecken, auf nachgelagerten Ebenen – also zum Beispiel Lieferanten von Lieferanten oder Kunden von Kunden – greifen sie nicht, obwohl die Risiken die gleichen sind. Das Problem verstärkt sich, wenn für international tätige Unternehmen und deren Partner unterschiedliche Standards und Vorschriften in verschiedenen Ländern gelten. Was in einem Markt compliance-konform ist, kann im nächsten Land unzureichend sein.


Das könnte Sie auch interessieren:

Über V2X-Kommunikation lassen sich Fahrzeuge untereinander und mit der umliegenden Infrastruktur vernetzen. Auf einmal müssen Anwendungsentwickler Komponenten berücksichtigen, deren Funktionalität sie nicht beeinflussen. Die passende Softwarearchitektur hilft, diese Herausforderung im Dschungel sich weltweit entwickelnder Standards zu lösen.‣ weiterlesen

Mit dem SMIT TestKit Shop hat Sven Mahn IT den Zugang zu ihrem Produkt zur Testoptimierung und Qualitätssicherung der ERP-Lösungen Microsoft Dynamics 365 for Finance and Operations und Dynamics AX vereinfacht.‣ weiterlesen

Die CRM-Lösung CAS GenesisWorld von CAS Software steht als Release x11 zur Verfügung. Neu hinzugekommen ist zum Beispiel, dass Anwender die intelligente Suchfunktion Picasso nun auch auf mobilen Endgeräten nutzen können.‣ weiterlesen

Mit dem Industrial Internet of Things steht Produzenten eine neue Infrastrukturebene zur Verfügung, um ihre Abläufe und Fertigungsprozesse zu optimieren. Thorsten Strebel von MPDV schildert, wie die Technologien auf die MES-Welt einwirken und wie der MES-Hersteller darauf reagiert.‣ weiterlesen

Mit dem neuen Geschäftsfeld Maxolution Maschinenautomatisierung adressiert SEW-Eurodrive den Markt mit maßgeschneiderten Systemlösungen. Gemeinsam mit dem Maschinenbauer EMAG hat der Antriebsspezialist nun einen Portalroboter vorgestellt, der ohne Energieführungsketten auskommt und auch anfallende Daten kabellos überträgt.‣ weiterlesen

Der Simulationsspezialist SimPlan stellt auf der diesjährigen Messeausgabe der FachPack die neu entwickelte Benutzeroberfläche sowie neue Funktionalitäten für PacSi vor.‣ weiterlesen

Schon heute lassen sich mit den Software und Hardwarekomponenten einer Industrial Internet of Things-Plattform hervorragend integrative Services in Echtzeit anbieten. Dabei können immer mehr IIoT-Plattformen Funktionen bereitstellen, die bislang eher der Shopfloor-IT vorbehalten waren. Doch welche MES-Funktionen kann ein IIoT sinnvoll übernehmen - und wie könnten die nächsten Schritte aussehen?‣ weiterlesen

Manufacturing Analytics im Kontext der Smart Factory steht im Mittelpunkt der gleichnamigen Anwenderkonferenz am 12. November in Frankfurt am Main.‣ weiterlesen

Siemens plant die Übernahme von Process Systems Enterprise (PSE), einem Anbieter von Software und Dienstleistungen für Prozessmodellierung (Advanced Process Modelling).‣ weiterlesen

Ein Softwarefehler hatte bei Desk zum Verlust von Daten und zu einem Ausfall einer CNC-Maschine geführt - die Produktion stand über mehrere Tage still. Damit der Komponentenhersteller bei einem erneuten Ausfall die Daten der Steuerung schnell und unabhängig von Dritten wiederherstellen kann, nutzt er die Backup- und Recovery-Lösung von Waxar.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige