Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Komponenten

Industriesichere Hardware als Basis für Industrie 4.0-Projekte

Die BPW Bergische Achsen KG ist Mobilitäts- und Systempartner der Nutzfahrzeugindustrie. Mit dem Ziel, seine Produktions- und Logistikprozesse sicherer und effizienter zu gestalten, setzt das Unternehmen auf die Digitalisierung der Produktions- und Logistikbereiche. Dabei setzt die Firma auf Industrie-Computer.

Großes Display: An den Ameisen gibt es ausreichend Platz für die Montage der SH15-Terminals. (Bild: BPW Bergische Achsen KG)

Großes Display: An den Ameisen gibt es ausreichend Platz für die Montage der SH15-Terminals. (Bild: BPW Bergische Achsen KG)

Die BPW Gruppe bietet Fahrzeugbetreibern und Fahrzeugherstellern ein breites Produkt- und Dienstleistungsportfolio für Transportprozesse. Mit 6.400 Mitarbeitern weltweit (davon 1.600 am Hauptstandort Wiehl) erwirtschaftet die Unternehmensgruppe einen Jahresumsatz von mehr als 1,25 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche Prozesse in Fertigung, Montage und Lager optimiert. Ausgehend von einem neuen kundenbezogenen Planungstool über die Schweiß- und Lackierbereiche bis zu den verschiedenen Montage- und Verpackungsabteilungen, wurden Abläufe verbessert und digitalisiert. Kernstücke dieser umfassenden Modernisierungen sind beispielsweise eine vollständig automatisierte Wheelend-Montage und eine von fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) geführte Achs- und Modulmontage mit jeweils eng verknüpften und teilweise vollständig automatisierten Kommissionier- und Materialbereitstellungsprozessen.

Funk in der Fertigung

Eine wichtige Grundvoraussetzung für diese Modernisierungen war die 2014 begonnene Konsolidierung verschiedener Funk-Technologien in den Office- und Fertigungsbereichen. Bei der Auswahl geeigneter Lösungen, die den hohen Anforderungen hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Zukunftssicherheit gerecht werden sollten, wurden in enger Abstimmung mit dem Vertriebspartner COT Computer OEM Trading GmbH die mobilen Geräte der Firma Soredi Touch Systems GmbH ausgewählt.

Stationärer und mobiler Einsatz

Die ausgewählte Produktserie SH Blackline der Firma Soredi sollte an verschiedenen Einsatzorten in unterschiedlichen Größen eingesetzt werden. Beispielsweise wurden für die Mitarbeiter an den neuen Montagelinien stationäre 21-Zoll-Terminals benötigt. An diesen Arbeitsstationen werden den Monteuren die Arbeitsschritte erläutert und über Fotos von Einbauzeichnungen und Videoanleitungen visualisiert. Die Mitarbeiter erfassen Qualitätsdaten entweder über die verbundenen Funkscanner oder mittels Toucheingaben direkt an den Terminals. „Das benutzerfreundliche Touchpanel ist insgesamt sehr gut angekommen“, sagt Daniel Damm, Teamleiter des IT-Rechenzentrums bei BPW. „Auch in Punkto Leistung und Sicherheit konnten uns die Soredi-Terminals überzeugen“, fährt Damm fort. Dies lässt sich auf die Verwendung aktuellster Komponenten zurückführen, wie beispielsweise ein i7-Prozessor von Intel, WLAN-Adapter mit 2,4 und fünf Gigahertz Übertragungsrate und eine CFast-Karte mit bis zu 128 Gigabyte als Massenspeicher, die unempfindlich gegen Vibrationen und Erschütterungen arbeitet. „Durch einfachen Austausch des Speichermediums mit einem originalen Windows Embedded Compact7-Abbild des Gerätes können Störungen sehr schnell behoben werden“, erklärt Holger Kleber, Vertrieb West bei COT Computer OEM Trading. „Daraus ergeben sich eine hohe Verfügbarkeit und ein geringer Serviceaufwand.“ Updates von Software oder Hardware-Komponenten werden schnell und einfach installiert. Auch der Betrieb eines der 21-Zoll-Geräte auf einem mobilen Handwagen funktioniert problemlos bis zu zwei Tage lang ohne Aufladung.

Mit großem, kontrastreichen Display unterstützen die 21-Zoll-Industriecomputer Mitarbeiter bei der Wheel-end-Montage (Bild: BPW Bergische Achsen KG)

Mit großem, kontrastreichen Display unterstützen die 21-Zoll-Industriecomputer Mitarbeiter bei der Wheel-end-Montage (Bild: BPW Bergische Achsen KG)

Moderne, langlebige Technik

Die IPCs werden bei Soredi in Olching entwickelt und produziert und verbinden industrietaugliche Komponenten führender Hersteller in hoher Fertigungsqualität, die unter extremen Bedingungen eine zuverlässige Funktion gewährleisten. Ein vier Millimeter starkes Sicherheitsglas über dem Bildschirm widersteht Säure, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ebenso, wie extremen mechanischen Beanspruchungen. Hinter dem Glas befindet sich das projektive, kapazitive Touchpanel. Eine spezielle Empfindlichkeitsregelung ermöglicht eine zuverlässige Gestensteuerung – und dies sogar mit Handschuhen. Das robuste, geschlossene Metallgehäuse enthält einen energiesparenden Intel Core i7-Prozessor. Die Verwendung von LED-Displays ermöglicht die Anwendung in einem Temperaturbereich von minus 35 bis plus 45 Grad Celsius. „Dabei zeigen die Geräte trotz des lüfterlosen Betriebs nicht die Tendenz zur Erwärmung, die wir bei anderen Systemen festgestellt haben“, berichtet Daniel Damm. Rechts neben dem Display befindet sich eine Leiste mit Sensortasten, die ebenfalls durch die Glasfront geschützt werden. Zusätzlich zu den Basisfunktionen wie Ein/Aus können diese Tasten frei mit Funktionen für sich wiederholende Aufgaben belegt werden.

Mobile Staplerterminals

Kleinere Geräte der gleichen Bauart wurden für die mobile Infrastruktur in der Logistik ausgewählt. Insgesamt wurden im Oktober 2015 26 Staplerterminals 10-Zoll-Terminals für die Gabelstapler und Regalbediengeräte und sechs Terminals SH15 Blackline für die Ameisen im Bereich der Endkommissionierung und Verpackung von Soredi geordert. Eine Logistiksoftware führt die Fahrer zu den jeweiligen Waren, die Entnahme wird per Scanner oder Touchscreen quittiert. Dank 24-Volt Netzteil reicht der Bordstrom zum Betrieb – eine Abschaltautomatik fährt die Geräte kontrolliert herunter, wenn längere Zeit keine Aktivität festgestellt wurde. „Diese Geräte funktionieren sehr zuverlässig“, weiß Daniel Damm. „Sie vertragen die mechanischen Belastungen ohne Ausfall und halten überall durchgängig Funkkontakt mit dem WLAN.“

Entscheidendes Servicekonzept

Ebenso wie für die gelieferten Scanner und Drucker bietet der Servicepartner COT gemeinsam mit Soredi ein mehrstufiges Servicekonzept, das ebenfalls ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen ist. „In der Praxis bedeutet das Konzept für BPW ein Rundum-Sorglos-Paket für fünf Jahre“, sagt Daniel Damm. So lange bietet der Hersteller Garantie auf die Geräte. Mindestens jeweils ein aktuelles Gerät befindet sich in einem Konsignationslager. Weitere stehen in der COT-Niederlassung in Neuss bereit, so dass bei jeder Störung ein sofortiger Austausch durchgeführt werden kann. Der Hersteller Soredi verpflichtete sich dazu, jedes schadhafte Gerät innerhalb von fünf Tagen repariert zurück zu senden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Nach 84,5 Punkten im Oktober kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex im November auf 86,3 Punkte. Die Unternehmen blicken demnach weniger pessimistisch auf die nächsten Monate.‣ weiterlesen

In Kombination mit einer Augmented-Reality-Brille bietet eine neue Software des Fraunhofer IGD digitale Unterstützung von Absortiervorgängen. Zusammengehörige Bauteile werden direkt im Sichtfeld der Beschäftigten an der Produktionslinie farblich überlagert. Anwender im Automotive-Bereich können so etwa durch beschleunigte Prozesse und eine minimierte Fehleranfälligkeit Kosten reduzieren.‣ weiterlesen

Edge Management, Digital Twin und Data Spaces bilden die Schwerpunkte einer Zusammenarbeit zwischen der Open Industry 4.0 Alliance und dem Labs Network Industrie 4.0.‣ weiterlesen

Wer im öffentlichen Sektor der USA künftig Software vermarktet, muss eine Software Bill of Materials (SBOM) über die verwendeten Komponenten mitliefern. Ist diese Executive Order 14028 der US-Regierung auch für deutsche Firmen relevant? Die IT-Sicherheitschefin von MongoDB, Lena Smart, ordnet das ein - und verweist dabei auf das IT-Sicherheitsgesetz 2.0.‣ weiterlesen

Das Angebot an cloudbasierter Infrastruktur für SAP Hana wächst rasant. Zudem haben sich durch die weitere Option auf die Software-as-a-Service-Version S/4Hana Cloud die Rahmenbedingungen für den Umstieg auf S/4Hana signifikant verändert. Doch insbesondere deutsche Unternehmen zögern laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens ISG weiterhin, auf die Cloud umzusteigen.‣ weiterlesen

Stabilo wollte seine Produktion mit einem MES-System flexibilisieren. Um beim Erstellen des Anforderungskataloges jeden Irrtum auszuschließen, arbeitete der Schreibwarenhersteller mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg zusammen. Die Praxiserfahrungen der dort Beschäftigten wurden in den Prozess eingebunden.‣ weiterlesen

Assa Abloy hat den Cliq Web-Manager seines elektronischen Schließsystems eCliq/Verso Cliq über eine Schnittstelle in die hauseigene Zutrittskontrolle Scala Net integriert. Damit lassen sich beide Systeme über eine Benutzeroberfläche verwalten. Anwendungsbeispiele zeigen, wie sich unterschiedliche Gebäudetypen mit der Lösung sichern lassen.‣ weiterlesen

Im Maschinen-, Sondermaschinen- und Anlagenbau müssen Configure Price Quote(CPQ)-Systeme neben der Angebotserstellung für Einzelsysteme auch die Projektierung und Projektkalkulation für Großmaschinen, Großanlagen und bis hin zu Fabriken unterstützen. In der Praxis erfordert das meist einen Mix aus Assemble to Order (ATO) und Engineer to Order (ETO).‣ weiterlesen

Die Initiative SEF Smart Electronic Factory hat ihren Vorsitzenden Gerd Ohl sowie den 2. Vorsitzenden Gerrit Sames sowie Kassenprüferin Heike Wilson im Amt bestätigt. Ulrike Peters und Volker Jesberger komplettieren den Vorstand.‣ weiterlesen

Das französische Team von Gaia-X Federated Services (GXFS-FR) hat einen ersten Katalog von 176 Gaia-X-konformen Cloud-Diensten erstellt. Nutzer sollen so einen Überblick über Services erhalten.‣ weiterlesen

Der MES-Spezialist Proxia wird von Shoplogix übernommen, einem IIoT-Plattform-Anbieter. Das Unternehmen, das zur FOG Software Group gehört, will mit der Übernahme das eigene Software-Portfolio ergänzen.‣ weiterlesen