Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Industrie-PC als Integrationsplattform

Für jede Aufgabe die passende Bauform finden

Maschinensteuerung und -bedienung, Bildverarbeitung, Messwerterfassung oder Scada-Lösungen sind zentrale Bestandteile einer effizienten Fertigung. Dabei nimmt die Komplexität der einzelnen Anwendungen vielerorts weiter zu. Industrie-PCs können vor diesem Hintergrund durch die Integration mehrerer Aufgaben auf einer Plattform helfen, Schnittstellen im Shopfloor zu reduzieren und so das Zusammenspiel zwischen Automatisierungskomponenten verbessern. Von diesem Ansatz können sowohl Anlagenbetreiber als auch Maschinenbauer profitieren.

Bild: Siemens

Viele Fertigungsbetriebe stehen vor der Herausforderung, ihre Effizienz zu verbessern, ohne dabei an Flexibilität einzubüßen. Dabei müssen generell steigende Variantenvielfalt und kürzere Produktlebenszyklen in der Produktion berücksichtigt werden. Denn die Sicherstellung der gewünschten Qualität bei Einhaltung effizienter Produktionsabläufe bleibt oberstes Ziel. Um das Zusammenspiel der drei Faktoren Flexibilität – Qualität – Effizienz zu optimieren, bildet die zeitnahe Erfassung und Verarbeitung von Produktionsdaten eine wichtige Grundlage. Gerade Industrie-PC (IPC) bieten sich dabei für den Einsatz in unterschiedlichen Applikationen an.

Diagnose und Datenverfügbarkeit für Anlagenbetreiber

Um unvorhergesehene Stillstandszeiten der Fertigung aufgrund von Systemausfällen oder ungeplanten Wartungsarbeiten zu vermeiden, sind möglichst frühzeitige Diagnosemeldungen der Anlagenkomponenten notwendig. Zusätzlich müssen industrietaugliche Rechner eine bestmögliche Verfügbarkeit der erfassten Messwerte sicherstellen. Nur so kann eine durchgehende Nachverfolgung der Prozessdaten für einzelne Produkte oder Chargen sichergestellt werden. Insbesondere bei der Integration mehrerer Aufgaben auf einem IPC könnten beim Betrieb anlagenkritischer Anwendungen Störungen am Gerät allerdings schnell zu Produktionsausfällen führen. Der Münchener Technologie-Konzern Siemens stattet seine IPC zum Schutz gegen Ausfälle daher mit umfangreichen Diagnosemöglichkeiten aus, die direkt am einzelnen Gerät und zentral gebündelt in der Leitwarte zur Verfügung stehen. Über eine Remote Management Software können sogar Systemfehler behoben und Updates auf IPC der Simatic-Baureihe ohne Einsatz vor Ort aufgespielt werden.

Auswahlkriterium Langzeitverfügbarkeit

Eine zentrale Anforderung von Maschinenbauern und Anlagenbetreibern an die bei ihnen eingesetzten Industrie-PCs betrifft die Langzeitverfügbarkeit der Systeme. Denn Änderungen der Komponenten und des Designs der Geräte können seitens des Anlagenintegrators aufwändige Engineering- und Designanpassungen zur Folge haben. Langfristige Einbau-, Schnittstellen- und Software-Kompatibilität sind somit für ein zukunftsfähiges Maschinenkonzept entscheidend. Der Maschinenbauer benötigt für eine erfolgreiche Umsetzung seines Designs ein hohes Maß an Kontinuität der Komponenten. Der Münchener Hardware-Hersteller bietet deshalb für die leistungsfähigste Klasse seiner IPC einen Bestellbarkeitszeitraum von sechs Jahren und anschließend einen zusätzlichen Service- und Supportzeitraum von weiteren fünf Jahren an. Damit soll insbesondere kostenaufwändigen und ungeplanten Re-Designs oder Neu-Zertifizierungen im Anwenderbetrieb vorgebeugt werden.

Schnittstellen gestatten nachträgliche Erweiterungen

Um Ausfallsicherheit und Langzeitverfügbarkeit von IT-Systemen mit der steigenden Komplexität der Bearbeitungsaufgaben in Einklang zu bringen, muss die Hardware-Ausstattung der Geräte angemessen ausgelegt sein. Das Kernstück der industrietauglichen PC bildet dabei der Prozessor. Die Mehrkernprozessoren von Intel sind mittlerweile in der 4. Generation erhältlich und bieten eine deutlich gesteigerte Rechen- und Grafikleistung gegenüber den Vorgängermodellen. Die kürzlich überarbeitete IPC-Baureihe des Münchener Herstellers kann als eine der ersten Serien am Markt von diesem Leistungsschub profitieren, da bereits Prozessoren der 4. Generation zum Einsatz kommen. Daneben nimmt auch die Bedeutung von USB 3.0 als Schnittstelle für die Bildverarbeitung stetig zu. Sollen Industrie-PCs künftig für Aufgaben dieser Art eingesetzt werden, bietet es sich an, bei der Schnittstellen-Ausstattung auf eine entsprechene Zukunftssicherheit zu achten. Ebenso wichtig kann zudem die Möglichkeit zur nachträglichen Erweiterung und Anbindung unterschiedlicher Altsysteme sein.


Das könnte Sie auch interessieren:

Bosch Rexroth hat mit ActiveCockpit eine interaktive Kommunikationsplattform im Portfolio, die Fertigungsdaten in Echtzeit aus verschiedenen Systemen und Datenquellen verarbeitet und visualisiert. Der Einsatz bei Bosch Thermotechnik in Wetzlar zeigt, dass die Lösung Transparenz in die Lagerlogistik bringen kann.‣ weiterlesen

Die Anpassungsmöglichkeiten eines ERP-Systems entwickeln sich immer mehr zum Unterscheidungsmerkmal aktueller Systeme. Doch welche Möglichkeiten für die individuelle Ausprägung gibt es - und welche Vor- und Nachteile bieten sie?‣ weiterlesen

Novayre Solutions SL und dessen RPA-Plattform Jidoka gehören nun zu Appian. Mit dem Erwerb will das amerikanischen IT-Unternehmen seine Prozessautomatisierungsplattform um Werkzeuge für Robotic Process Automation ergänzen.‣ weiterlesen

Nutzer von Citrix-Systemen sollten unbedingt die aktuell bekannt gewordene Sicherheitslücke per Workaround schließen. Das meldet das BSI erneut, nachdem sich die Zahl der bekannt gewordenen Cyberangriffe über diese Schwachstelle häufen.‣ weiterlesen

Jörg Jung leitet beim ERP-Hersteller Infor seit mehr als zwei Jahren als verantwortlicher Geschäftsführer die Regionen Zentral- und Osteuropa. In diesem Zeitraum konnte der Softwareanbieter sein Geschäft fast verdoppeln, merkte Jung im Gespräch mit der IT&Production an. Vor allem der Absatz mit Cloud-Lösungen scheint zu brummen: In den letzten zwei Jahren sei der Umsatz mit den Multi-Tenant-Lösungen weltweit um den Faktor zehn gestiegen.‣ weiterlesen

Rockwell Automation hat den israelischen Cybersecurity-Anbieter Avnet Data Security übernommen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Services wie Risikobewertungen, Penetrationstests, Netzwerk- und Sicherheitslösungen sowie Schulungen zur Verschmelzung von IT und OT unter dem Gesichtspunkt der Cybersecurity an. ‣ weiterlesen

In der Werkshalle von morgen sind nur noch die Außenwände fest verbaut. Maschinen und Anlagen bewegen sich frei und kommunizieren miteinander. Wichtige Voraussetzung hierfür: Eine dezentrale Versorgungs- und Dateninfrastruktur. Mit dem intelligenten Boden hat Bosch Rexroth ein solches System entwickelt - und dabei Lösungen von Weidmüller verbaut.‣ weiterlesen

In einer Industrie 4.0 stellen vernetzte Maschinen nicht nur Produkte her, sie generieren auch massenhaft Daten. Mit einem ERP-System als Informationsdrehscheibe lassen sich diese Produktionsdaten mit anderen Geschäftsbereichen verknüpfen und so die Wertschöpfung ankurbeln.‣ weiterlesen

Per Radiofrequenzidentifikation lassen sich Waren entlang der gesamten Lieferkette nachverfolgen - oder gleich lückenlos ihren Zustand dokumentieren. Erst RFID-Technologie ermöglicht viele Anwendungen, die mit Industrie 4.0 verbunden werden.‣ weiterlesen

Der ERP-Anbieter Proalpha hat einen Wechsel an der Unternehmensspitze bekanntgegeben. Eric Verniaut übernimmt das Amt des CEO.‣ weiterlesen

Die Siemens AG hat die AIT GmbH übernommen. Das Stuttgarter Unternehmen bietet Softwarelösungen auf der Basis von Microsoft .NET Plattformen an.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige