Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Industrie 4.0: Die stille Revolution

Industrie 4.0, auch als die Vierte Industrielle Revolution bezeichnet, ist mittlerweile zum Synonym für eine Produktion der Zukunft geworden. Dabei geht es allerdings weder um eine punktuelle plötzliche Innovation, noch einen ruckartigen Technologiedurchbruch.

Bild: Maschinenfabrik Reinhausen

Industrie 4.0 ist ein kontinuierlicher Prozess ohne klar definierbaren Anfangs- und Endzeitpunkt. Diese ‚Revolution‘, die besser als ‚Evolution‘ verstanden werden sollte, zieht sich schon durch viele Bereiche der Produktion. Obwohl Auswirkungen bereits spürbar sind, warten viele Unternehmen vor der Umsetzung entsprechender Projekte auf den ‚großen Knall‘, den großen Durchbruch, der wohl nie offensichtlich stattfinden wird. Denn der Übergang zur ‚Smarten‘ Fabrik wird aller Voraussicht nach nahezu geräuschlos vonstatten gehen. Damit entsteht für Unternehmen das Risiko, die Entwicklung schlichtweg zu übersehen.

Vernetzung der gesamten Produktion

Im Gegegensatz dazu waren die Anzeichen der historischen industriellen Revolutionen klar zu erkennen: Während der Ersten Industriellen Revolution vollzog sich ab dem 18. Jahrhundert der Übergang von Muskel- zu Maschinenkraft, die Postkutsche wurde von der Dampflok überholt. Im frühen 20. Jahrhundert führte dann die Einführung des Fließbands und damit der Massenproduktion zur Zweiten Industriellen Revolution. In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts vollzog sich dann der Einzug der Digitalisierung in unsere Arbeitswelt. Diesen drei Entwicklungen ist eine grundlegende Veränderung der Produktionsbedingungen gemein, deren Auswirkungen die Gesellschaft spürbar beeinflussten. Die heutige Ausgangssituation, in der sich moderne Unternehmen wiederfinden, ist um ein Vielfaches komplexer: Das Internet-Protokoll Version 6 (IPV6) erlaubt Webadressen für 340 Sextillionen Geräte. Eine Zahl, die das Vorstellungsvermögen übersteigt. Wissenschaft und Technologie gewinnen an Bedeutung, während die Globalisierung internationale Geschäftsbeziehungen selbstverständlich macht. Diese Voraussetzungen erfordern einen Wandel in der Produktion, eine durchgehende und übergreifende Vernetzung, die durch eine neue Form des Internets erreicht werden könnte.

Auf dem Weg ins ‚Internet der Dinge‘

Die Erweiterung des vorhandenen Internets zum sogenannten Internet der Dinge oder ‚Internet of Things‘ (IOT) ist die technische Vorstellung, Objekte jeglicher Art in ein universales digitales Netzwerk einzubinden. Hierzu werden diesen ‚Identitäten‘ zugeordnet, die selbstständig miteinander in Kontakt treten können. Dadurch wird eine universale Kommunikation – sowohl unter den Objekten als auch mit deren Umgebung – ermöglicht. So entsteht die Voraussetzung, die physische Welt der Dinge nahtlos mit der virtuellen Welt der Daten zu verschmelzen. Die Vorstellung der Smart Factory soll dieses neue Verständnis der Internetnutzung für die Produktion zugänglich machen: Der Fertigungsprozess läuft dezentral ab, er wird durch die herzustellenden Produkte selbst gelenkt. Durch Echtzeitsteuerung über das Internet der Dinge sollen so bessere Energie- und Ressourceneffizienz und höhere Produktivität realisiert werden, um nur einige der Vorteile für Unternehmen zu nennen, die den Schritt zu Industrie 4.0 vollziehen. Um Unternehmen bei dieser Transformation zu unterstützen, bietet die Maschinenfabrik Reinhausen (MR) aus Regensburg im Geschäftsbereich ‚Valuefacturing‘ die Lösung MR-CM an. Mit der im Hinblick auch Produktivitätssteigerungen in der Fertigung ausgelegten Software stellt der Software- und Automatisierungsanbieter Betrieben Funktionen eines Manufacturing Execution-Systems (MES) zur flexiblen Vernetzung sowie zum IT-gestützen Management der Fertigung zur Verfügung. Dabei dient das System einerseits als Datendrehscheibe zwischen Produktionsautomatisierung und Unternehmenssystemen und unterstützt andererseits über eine zentrale Datenhaltung die umfassende Koordination von Fertigungsressourcen.

Die ersten Schritte frühzeitig in Angriff nehmen

Im Hinblick auf Industrie 4.0 ist es an Unternehmen, die Anzeichen des Wandels zu erkennen und den ersten Schritt in Richtung vernetzte Zukunft zu gehen. Die vierte Industrielle Revolution ist kein vorübergehender Trend, sie bedeutet eine entscheidende Weiterentwicklung der Produktion. Unternehmen sollten so früh wie möglich die Gelegenheit nutzen, sich Wettbewerbsvorteile im globalen Umfeld zu sichern.


Das könnte Sie auch interessieren:

Produzenten setzen immer mehr Anwendungen unterschiedlicher Anbieter ein. Die Wahl eines jeden Softwarelieferanten ist jedoch mit einem gewissen Risiko für die eigene IT-Sicherheit verbunden. Ein Risikomanagement für die Software-Lieferkette ist die strategische Antwort auf die steigende Zahl an Spezialanwendungen in fast allen Unternehmen.‣ weiterlesen

Gerade für viele kleine und mittelständische Unternehmen sind B2B-Webshop attraktiv, die direkt mit dem ERP-System integriert sind: So stehen für den Online-Handel alle Daten und Business-Logiken aus dem ERP zur Verfügung. Schnittstellenprobleme oder inkonsistente Daten zwischen Unternehmenssoftware und Webshop treten nicht auf, da es die 'eine Wahrheit' über alle Kanäle im Vertrieb und in der Kundeninteraktion hinweg gibt. Dieser Lessons Learned-Ratgeber vermittelt Wissen, das den Weg zum eigenen Webshob deutlich vereinfachen kann.‣ weiterlesen

Wer beruflich viel unterwegs ist, steht ab und zu vor dieser Entscheidung: Wie alle anderen die gut ausgebaute Straße nutzen oder doch neue Pfade erkunden? Ähnliches gilt für die Frage, die sich viele Unternehmen bei der Einführung einer CRM-Lösung stellen: Lieber auf eine Standardsoftware oder eine individuelle Lösung setzen? Beide Möglichkeiten sind von Vor- und Nachteilen geprägt, die Unternehmen für sich gewichten müssen. Mit dem richtigen Dreh lassen sich jedoch die Vorteile beider Ansätze miteinander vereinen und die Nachteile umschiffen.‣ weiterlesen

Das neue Jahr steht vor der Tür und die Zeit für Rückschauen und Ausblicke rückt näher. Um herauszufinden, was sich in Sachen Kundenbeziehungsmanagement tun könnte, hat Marcus Bär (Bild) vom CRM-Softwareanbieter CAS in die nahe Zukunft geblickt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige