Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Indoor-Positionsermittlung und -Navigation

Tracking und Visualisierung in 3D-Modellen

In einem brennenden Haus auf dem kürzesten Weg den Ausgang finden – dieses Szenario lässt sich mittels der Indoor-Positionsermittlung realisieren. Auf diese Weise lassen sich Personen aber auch mobile Einsatzmittel orten, in zentralen Leitsystemen visualisieren und steuern. Insbesondere in großen Gebäudekomplexen und Industrieanlagen kann die Indoor-Positionsermittlung mit einer georeferenzierten 3D-Visualisierung attraktive Anwendungsbereiche eröffnen. Welche Anforderungen bestehen an die Georeferenzierung und den Aufbau von 3D-Modellen, um diese zur Visualisierung und Positionsermittlung in Gebäuden und Liegenschaften anzuwenden?

Bild: Navka/In GmbH

In großen Gebäudekomplexen und Industrieanlagen bietet die Indoor-Positionsermittlung in Verbindung mit einer georeferenzierten 3D-Visualisierung vielfältige Anwendungsbereiche. Sie reichen von der Lokalisierung bis zur Zielansteuerung. So lassen sich beispielsweise Wächterrundgänge überwachen oder Mitarbeiter anleiten. Die 3D-Visualisierung kombiniert die Ortsdaten beweglicher Objekte und Sensorinformationen mit georeferenzierten Gebäudemodellen und Grundrissen. Über einen Fernzugriff auf die zentrale Datenhaltung kennt der Anwender in der Leitstelle die Gegebenheiten und Positionen. Mit zunehmend kommerzieller Nutzung erobert die 3D-Technologie immer mehr professionelle Anwendungsgebiete. Bei der Herstellung von Fahrzeugen und Produktionsanlagen wird das Produkt in nahezu all seinen Eigenschaften virtuell entwickelt, simuliert und erprobt, bevor das erste Material bearbeitet wird.

Gebäude als 3D-Modell

Auch Gebäude werden zunehmend als dreidimensionales Modell entworfen und ermöglichen Simulationen, noch bevor das Gebäude entsteht. Werden solche Modelle während der Nutzung der Einrichtung mit realen, positionsbezogenen Informationen kombiniert, lassen sich neue Nutzungsmöglichkeiten bei Management-Leitsystemen erschließen. Bereits heute existieren erste Anwendungen, die die Visualisierung von umfangreichen 3D-Modellen in Leitständen mit eingebetteten Realdaten zur Darstellung und Überwachung von Zuständen und Gefahrensituationen nutzen. Ebenso liegen Erfahrungen bei der Bestimmung und Visualisierung von Positionen bewegter Objekte in Gebäuden vor. Welche Anforderungen gilt es jedoch bei der Erzeugung und Nutzbarmachung solcher Modelle zu beachten? Und mit welchen Lösungsansätzen und Services werden diese adressiert? Für die Ermittlung und Visualisierung von Indoor-Positionen sind 3D-Gebäudemodelle erforderlich, in denen zumindest für alle Stockwerke die Innenräume, Türen, Fenster, Treppen et cetera modelliert sind. Im Anwendungsbereich der Leitstände kommen gegebenenfalls noch Einbaugegenstände, Möblierung sowie die Positionen von Sensoren und Aktoren hinzu.

Die Anforderung an das 3D-Modell beinhaltet neben den rein geometrischen Eigenschaften auch eine Modellstruktur, welche die spätere Anwendung berücksichtigt. So bietet sich eine Modellstruktur an, die ausgehend von der Liegenschaft, einzelne Gebäude, dann Stockwerke, Räume sowie deren zugehörige Maueröffnungen wie Fenster und Türen logisch korrekt abbildet. Ebenso sind Einrichtungsgegenstände, Sensoren und Aktoren den entsprechenden Gebäuden, Stockwerken und Räumen zuzuordnen. Um bei späteren Anwendungen Abläufe sowohl bei der Visualisierung als auch bei der Bedienung automatisieren zu können, ist ein strukturierter Aufbau des Modells erforderlich. Um Objekte an der entsprechenden Position sichtbar darstellen zu können, müssen darüber liegende Stockwerke ausgeblendet oder transparent geschaltet werden können. Für die jeweilige Situation geeignete 3D-Ansichten helfen dem Anwender, Ereignisse schneller zu erfassen. Dabei sind Informationen wie die Sichtbarkeit oder logische Zuordnung eines Ereignisses zu einem Raum relevant.


Das könnte Sie auch interessieren:

PTC hat auf der Hannover Messe die Augmented Reality-Lösung Vuforia Expert Capture vorgestellt. Mithilfe der Lösung lassen sich erfahrene Mitarbeiter mit einer Microsoft HoloLens oder dem Head Mounted Tablet RealWear HMT-1 von RealWear ausstatten, um eine anspruchsvolle Arbeit zu verrichten.‣ weiterlesen

Die 'kleinen Dinge' in der Fertigungsindustrie heißen heute C-Teile. Während diese Kleinteile durchschnittlich weniger als fünf Prozent der Wertschöpfung ausmachen, liegen sie mengenmäßig bei bis zu 80 Prozent. Wie sich der Umgang mit den oft unterschätzten C-Teilen weitgehend automatisieren lässt, zeigt eine bei Bossard realisierte Industrie-4.0-Anwendung.‣ weiterlesen

Im ersten Quartal 2019 stiegen die aggregierten Branchenexporte um 5,8% gegenüber Vorjahr auf 54,1Mrd.€.‣ weiterlesen

Die Software CAD-Doctor bereitet CAD-Daten automatisiert auf, sie konvertiert, repariert, vereinfacht und bearbeitet 3D-Modelle. Die neue Version EX 8.1 kommt unter anderem mit aktuellen Format-Schnittstellen, einer neuen Außenhüllen-Funktion und einem Auswahlbrowser für Teile in Baugruppen. Erhältlich ist die Lösung mit deutscher Benutzeroberfläche bei Camtex.‣ weiterlesen

Über welches IT-System die Qualitätsaufgaben einer Produktion gelenkt werden sollen, ist häufig noch umstritten. Während die Administration dies oft dem ERP-System zutraut, stehen viele Projektleiter und Fachverantwortliche in der MES- und CAQ-Fankurve.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige