Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Hosting & Outsourcing

Mit der Unternehmens-IT in die Business-Cloud

Um ihre IT-Systeme flexibler nutzen zu können und gleichzeitig die steigenden Kosten für Softwarebetrieb und -administration in den Griff zu bekommen, lagerte die Dietze Group sämtliche Geschäftsanwendungen – inklusive Warenwirtschaft und Produktionsüberwachung – in eine Business-Cloud aus. Der Zugriff aller sieben Standorte auf die Unternehmens-IT erfolgt nun über ein weltumspannendes Corporate Network.



Die geschäftskritischen Applikationen der Dietze Group laufen nach der Umstellung auf Softwarebezug aus der Cloud zentral in einem ISO 27001-zertifizierten Rechenzentrum. Bild: Pironet NDH

Viele Unternehmen kennen das Problem: Über Jahre hinweg ist die IT-Landschaft kontinuierlich gewachsen. Entsprechend hoch ist der Verwaltungsaufwand für die verschiedenen Anwendungen und Systeme – insbesondere dann, wenn ein Unternehmen auf mehrere Standorte verteilt ist. Dazu kommt, dass sich die IT häufig nur mit großem Aufwand an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen lässt. In einer solchen Situation befand sich auch die Schweizer Dietze Group. Die Unternehmensgruppe produziert Präzisionskomponenten für Lichtsysteme, Halbleiter sowie Steckverbindungen und operiert sowohl in Europa als auch in den USA und in Asien: „Ständig mussten unsere Administratoren irgendeine Software aktualisieren oder ein Patch einspielen“, erinnert sich Hans Faißt, IT-Leiter bei Dietze, „die Kosten für den Betrieb unserer IT-Anwendungen liefen so im Laufe der Jahre zunehmend aus dem Ruder.“ Dazu kam ein weiteres teures Problem: „Wegen der permanenten Änderungen beim Softwarebedarf hatte sich ein Überhang an ungenutzten – aber längst bezahlten – Lizenzen gebildet“, ergänzt Ronald Weiss, kaufmännischer Leiter der Unternehmensgruppe.

System-Migration bei laufender Produktion

Um diese Herausforderungen in den Griff zu bekommen, entschied sich das Hightech-Unternehmen schließlich, seine IT-Systeme und Anwendungen vollständig zu zentralisieren und in die Business-Cloud des Kölner IT-Dienstleisters Pironet NDH auszulagern. Dabei ging es nicht nur um Bürosoftware wie Microsoft Office und Exchange, sondern um alle IT-Anwendungen, die bei Dietze im Einsatz sind. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Enterprise Resource Planning-Branchenlösung Microsoft Dynamics NAV, mit der die Gruppe die Finanzbuchhaltung, die Produktion, den Verkauf, den Einkauf, die Zeitwirtschaft, die Löhne sowie die Qualitätsmanagement-Anwendung (QDA) steuert. „Die Migration war eine echte Herausforderung“, berichtet Faißt, „da unsere Produktion permanent die Informationen aus der Warenwirtschaft benötigt, musste das Überspielen der Daten so schnell wie möglich über die Bühne gehen. Bei einer längeren Migrationsphase hätten wir die Maschinen stoppen müssen.“ Um das zu vermeiden, sorgte das Team des Kölner IT-Dienstleisters gemeinsam mit einem Beratungsunternehmen dafür, dass die komplette Software-Landschaft – nachdem die vorangegangene Planung und Testphase abgeschlossen war – an einem Wochenende in das Rechenzentrum des Cloud-Anbieters überführt werden konnte. Der eigentliche Transfer der Daten dauerte damit nur 48 Stunden.

Standortübergreifender Systemzugriff

Heute betreibt der Systemanbieter alle Applikationen zentral im seinem ISO 27001-zertifizierten Rechenzentrum und stellt sie den Mitarbeitern des Elektronik-Fertigers nach dem Software-as-a-Service-Modell (SaaS) zur Verfügung. Microsoft Office und Exchange nutzt das Schweizer Unternehmen dabei als ‚One-to-many‘-Lösung. Das bedeutet, dass die Anwendungen zentral im Rechenzentrum laufen, aber von allen Mitarbeitern parallel genutzt werden können. „Dabei unterstützen die Applikationen die Sprachen, die bei Dietze überwiegend gesprochen werden. Das sind insbesondere Deutsch und Englisch“, schildert Faißt. Um allen sieben Dietze-Standorten in China, Deutschland, der Schweiz, der Slowakei und den USA unbegrenzten Zugriff auf die SaaS-Anwendungen zu ermöglichen, stellt der Cloud-Dienstleister zusätzlich sein weltumspannendes Corporate Network zur Verfügung. „Dadurch, dass Pironet sowohl unsere Anwendungen als auch das Netzwerk betreut, haben wir einen zentralen Ansprechpartner für unsere gesamte IT- und Telekommunikations-Infrastruktur“, erklärt Faißt. „Tritt an irgendeinem Standort eine Störung auf, reicht heute ein einziger Anruf. Früher mussten unsere Administratoren oft stundenlang mit verschiedenen Dienstleistern telefonieren, um einem Problem auf den Grund zu gehen.“

Flexibilität bei geringeren Kosten

Für das internationale Hightech-Unternehmen ist nach der Migration vieles einfacher und günstiger. „Der Schritt, alle geschäftskritischen Prozesse in die Wolke auszulagern, ist uns am Anfang nicht leicht gefallen“, erinnert sich Faißt, „aber die Vorteile der Cloud haben uns schließlich überzeugt: So beziehen wir unsere Applikationen heute je nach Bedarf aus dem Netz, statt alle Anwendungen selbst zu betreiben und zu warten. Kostspielige Administratorbesuche bei den Anwendern, beispielsweise zum Einrichten neuer Arbeitsplätze, oder das Aufspielen von Software-Updates, gehören damit der Vergangenheit an. Und selbst wenn wir einen neuen Produktionsstandort eröffnen wollten, könnten wir diesen ohne großen Aufwand in das System einbinden.“ Abgerechnet werden die Leistungen pro Nutzer, Applikation und Monat. So müsse der Fertigungsbetrieb nur die Leistungen und Lizenzen bezahlen, die tatsächlich genutzt werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der ERP-Anbieter Proalpha übernimmt Tisoware, ein Anbieter für Zeitwirtschaftssoftware. Gemeinsam wollen beide Unternehmen ihre Kunden noch besser bei der Digitalisierung unterstützen.‣ weiterlesen

Wenn Werkzeuge ihre Halter- und Werkzeugrevolver-Daten zielgerichtet erheben und austauschen würden, ließen sich viele Mängel, etwa infolge von Schwingungen, vermeiden. Eine digitale Lösung rund um die Auswerteeinheit IQ Box des Werkzeugträgerspezialisten Sauter soll das und mehr möglich machen.‣ weiterlesen

Wenn der weltweit agierende Softwarehersteller IFS sein größtes Kundentreffen der Welt organisiert, geht es um Strategien, neue Produkte und Releases. So zeigte der ERP-Anbieter mit schwedischen Wurzeln im Oktober in Boston die neue durchgängig gestaltete Benutzerführung, ein neues Schnittstellenpaket und ein gestärktes Portfolio für das Field Service Management - unter anderem durch die Akquisition des Konkurenten Astea. Skateboard-Legende Tony Hawk war auch dabei.‣ weiterlesen

Die Bandbreite an Analyseanwendungen reicht von klassischen Reports und Kennzahlen über Self Service Analytics bis hin zu künstlicher Intelligenz. Bei aller Vielfalt sollte der Zweck nicht aus dem Fokus geraten: transparenter und effizienter fertigen zu können. Zumal immer wieder neue Manufacturing-Analytics-Instrumente entwickelt werden.‣ weiterlesen

Trotz schwieriger Marktbedingungen befindet sich die Fertigungsindustrie weiter im Wachstum. Dies zeigt der Global Growth Index des Softwareanbieters Epicor. Demnach betrug das Wachstum im Vergleich zur Vorjahresbefragung ein Prozent.‣ weiterlesen

Mit der Inititative 'Industrie 4.0' versuchen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft seit 2012, die hiesigen industriellen Wertschöpfungsnetzwerke wettbewerbs- und zukunftsfähig zu erhalten. KI und Machine Learning spielen dabei eine immer wichtigere Rolle.‣ weiterlesen

Die Richtlinie VDI/VDE/NAMUR 2658 Blatt 1 'Automatisierungstechnisches Engineering modularer Anlagen in der Prozessindustrie - Allgemeines Konzept und Schnittstellen' wurde im Oktober 2019 in deutsch und englisch veröffentlicht. Darin wird das Engineering der Automatisierungstechnik modularer Anlagen vorwiegend in der Verfahrenstechnik beschrieben.‣ weiterlesen

Rund 100Mrd.€ Schaden ist deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr durch kriminelle Attacken entstanden. 75% der für eine Bitkom-Studie befragten Unternehmen waren von einer solchen Attacke betroffen.‣ weiterlesen

Das Forschungsprojekt ReInnovate soll kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen, eigene Forschungskompetenzen zu entwickeln, um daraus neue Arbeits- und Weiterbildungsmodelle zu generieren.‣ weiterlesen

Das Human Machine Interface: selbst programmieren, parametrieren oder etwas dazwischen? Stefan Niermann ist Vertriebsingenieur bei der Inosoft GmbH und berichtet über die Möglichkeiten aktueller Ansätze zum Erstellen eines HMI.‣ weiterlesen

Unternehmen sind sich bewusst, dass es in naher Zukunft zu Krisensituationen für den eigenen Betrieb kommen kann. Laut dem ‘PWC Global Crisis Survey‘, sind viele Unternehmen auf eine solche Situation aber nicht ausreichend vorbereitet.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige