Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Heterogene Systemlandschaft

Ein Protokoll ist erwachsen geworden

Beitrag drucken
Der finnische Hersteller von Molkereiprodukten Valio verwendet OPC UA als zentrale Integrationsplattform. Bild: Fotolia / Midosemsem

Backbone für die vertikale Infrastruktur

Ohne Änderung an der bestehenden Kommunikation in der Produktionsebene kann OPC UA – als zentraler Daten-Backbone – alle unterlagerten Systeme integrieren und ermöglicht so einen sicheren Zugriff aus dem IT-Netzwerk. Dieser Backbone dient als Infrastruktur für die gesamte vertikale Kommunikation. Das fabrikweit eingesetzte MES verwendet einen von der finnischen Firma Prosys entwickelten, .NET-basierten OPC UA-Client für den Zugriff auf Prozessdaten. Das unternehmensweite Overall Equipment Effectiveness-System (OEE) kann auf die gleiche Weise standortübergreifend Informationen austauschen. Zur Migration der Prozessdaten auf OPC UA wurde das UaGateway, eine installationsfertige Anwendung von der Firma Unified Automation, in einem Modellszenario getestet und für diese Aufgaben ausgewählt. Darauf basierend hat Valio entschieden, OPC UA schrittweise in alle 15 Produktionsstandorte zu integrieren.

Umstieg ohne Infrastrukturwechsel

OPC UA ist der Nachfolger der ‚klassischen‘ OPC-Standards. Es ersetzt die alten DA-, A&E- und HDA-Schnittstellen und fügt Plattformunabhängigkeit, Autorisierung/Authentifizierung über X509-Zertifikate und verschlüsselte Übertragung hinzu. Die Migration vom alten OPC auf UA mittels UaGateway bringt Vorteile:

  • eine schrittweise Integration
  • einen einzigen Administrations- und Konfigurationsknoten
  • einen Umstieg ohne Änderung der bestehenden Netzwerkinfrastruktur
  • einen Umstieg ohne Beeinflussung der bestehenden Kommunikation

Speziell der ‚Single-Point-of-Access‘ für eine Produktionsstätte oder ein operatives Subnetz zeigt die Möglichkeiten von OPC UA zur Verkettung von Serverstrukturen und zur Informationsaggregation. Der Aufbau von Datendrehscheiben oder Datenkonzentratoren auf einem Knoten-Rechner zur Übertragung durch Firewalls ins IT-Netz kann Konfigurationsaufwand und Lizenzkosten minimieren, und gestattet gleichzeitig, die bestehende Verkabelung und Netzwerkstruktur beizubehalten. Der als Systemintegrator in das Projekt eingebundene Dienstleister Prosys verwendete das UaGateway als Systemkomponente in der vertikalen Integrationslösung des Produzenten. Zusätzliche UA-Clients können OPC-Altsysteme über das UaGateway erreichen. Dass kommende Automatisierungssysteme OPC UA direkt unterstützen dürften, spricht zudem für die Zukunftssicherheit der Lösung.

Die Technologie ist längst ‚erwachsen‘ geworden

OPC UA ist längst erwachsen geworden und kann in einer Vielzahl von Szenarien eingesetzt werden. Selbst wenn derzeit noch nicht alle Systeme durchgängig OPC UA unterstützen, kann sich der Umstieg auf OPC UA für viele Unternehmen lohnen, da durch Tools wie das UaGateway bestehende OPC-Schnittstellen einfach integriert werden können. Schon heute stellt der Einsatz von OPC UA für Konfigurations- und Engineeringaufwände bei der Ankopplung vieler neuer Systeme eine spürbare Entlastung dar. Die integrierten Sicherheitsmechanismen von OPC UA sind in jedem Fall sofort nutzbar.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Aufbau einer kabelgebundenen Ortungsinfrastruktur auf großen Flächen wie Lagerhallen, Baustellen oder in der Prozessindustrie ist kostspielig und zeitaufwendig.‣ weiterlesen

KI-getriebene Convolutional Neuronal Networks in selbstfahrenden Autos sollen andere Verkehrsteilnehmer erkennen. Dabei gilt: Je selbstständiger das Auto, desto komplexer der Algorithmus und undurchschaubarer dessen Weg zur getroffenen Entscheidung. Ein Validierungs-Tool soll helfen, diesen besser zu verstehen.‣ weiterlesen

Erfolgreiche KI-Projekte kombinieren das Domänenwissen von Prozessbeteiligten mit der Expertise von Datenanalysten und IT-Spezialistinnen. Da nicht jedes Maschinenbauunternehmen über diese drei wichtigen Kompetenzfelder verfügt, sind Kooperationen wichtige Bestandteile von KI-Projekten.‣ weiterlesen

Extreme Networks hat die Verfügbarkeit des Wi-Fi 6E Access Point bekanntgegeben. Als Wireless-Plattform erweitert der Zugangspunkt den Einsatzbereich auf das 6GHz-Frequenzband. Das Gerät wurde für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Nutzerdichte entwickelt und zeichnet sich Anbieterangaben zufolge durch seine Perfomance, Funktionalität und Sicherheit aus.‣ weiterlesen

Die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie besitzt einen sehr kurzfristigen Charakter. Anwendungen zum Abbilden solcher Prozesse sind S/4Hana Supply Chain Management sowie S/4Hana-Automotive-Ersatzteilmanagement. Die wichtigen Zielgrößen für die Versorgungsqualität sind Lieferservicegrad und Time-to-Delivery.‣ weiterlesen

Im Cloud-Projekt Gaia-X entstehen Infrastruktur-Angebote, mit denen Hersteller digitale und vernetzte Produkte entwickeln können, ohne in Abhängigkeit zu Technologiekonzernen zu geraten. Die Strukturen dafür sind bereits etabliert. Jetzt ist es an den Produzenten, durch ihre Mitwirkung aus dem Projekt eine europäische Erfolgsgeschichte zu machen.‣ weiterlesen

Werma bietet ein neues Ruf- und Meldesystem zur Prozessoptimierung in Fertigung, Logistik und an manuellen Arbeitsplätzen an. Mit dem Andon WirelessSet lassen sich Probleme bei der Produktion per Knopfdruck melden, um die Behebung zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Alle Werte einer Lieferkette im Blick zu behalten, ist eine Mammutaufgabe - können diese doch schnell in die Millionen gehen. Behälter mit benötigten Materialien müssen nicht mal verschwinden, schon der falsche Lagerplatz im Werk kann die Produktion ausbremsen. Tracker können dafür sorgen, dass nichts Wichtiges aus dem Blick gerät.‣ weiterlesen

Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.‣ weiterlesen

Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250 Kunden im Alpenstaat.‣ weiterlesen

Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat vier zentrale Grundsätze herausgearbeitet, wie sich Innovation befördern lässt, insbesondere als ein Unternehmen im Open-Sorce-Softwaremarkt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige