Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Handarbeitsplätze für die Lebensmittelindustrie

Kommissionieren mit System

Wenn Lebensmittelindustrie-Betriebe kleine Chargen oder wechselnde Sortimente verpacken, können vollautomatisierte Verpackungsanlagen häufig nicht wirtschaftlich betrieben werden. In dieser Situation erweist sich oftmals allein der menschliche Mitarbeiter als flexibel genug, die anfallenden Arbeitsschritte durchführen zu können. Dabei entscheidet die Ergonomie der Arbeitsplätze über Produktivität und somit Effektivität des Gesamtkonzepts.



Bild: Ryll Transportanlagen GmbH

Vollautomatisierte Verpackungsanlagen im Bereich der Sekundärverpackungen sind in der Produktion von Industrieartikeln, Konsumgütern und Nahrungsmitteln weit verbreitet. Für den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Betreiberunternehmen sind sie mittlerweile beinahe unverzichtbar geworden. Um das Potenzial dieser Anlagen auszuschöpfen, sollte die Produktund Verpackungsstruktur mittelfristig gleich bleiben. In vielen Unternehmen sind aber oft kleine Chargen oder wechselnde Sortimentsverpackungen an der Tagesordnung. In der Nahrungsmittelbranche kommen erschwerend die geringe Haltbarkeit der Produkte und die daraus resultierenden kurzen Lieferfristen hinzu. Dies führt oft zu häufigen Umbau- und Rüstarbeiten an den Verpackungsmaschinen. Und das bedeutet in der Regel nicht nur einen hohen Aufwand und lange Stillstandzeiten: In vielen Fällen sind die vorhandenen Maschinen gar nicht in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden. In solchen Szenarien kann sich der Rückgriff auf ‘Pick and Place’-Lösungen lohnen.

Diese Anlagen bieten ein breites Einsatzspektrum und können, mit den richtigen Manipulatoren ausgestattet, verschiedenste Produkte bewegen. Aber auch hier sind die Einsatzmöglichkeiten nicht grenzenlos, denn den physikalischen Gegebenheiten von Produkt und Verpackung muss Rechnung getragen werden. Sollen zum Beispiel flache Tiefziehpackungen aufrecht in ein ‘Tray’ gestellt werden, muss durch Ankippen des Transportbehälters oder Rückhaltung der aufrecht stehenden Produkte das Umfallen der Packungen verhindert werden. Das bedeutet bei einer Maschine, auf der vorher hohe Tiefziehpackungen flach in ein Tray gesetzt wurden, erneute Umbaumaßnahmen. Hinzu kommen die Anschaffungskosten dieser Anlagen, die sich angesichts kleiner Margen bei unerwartet kurzen Produktzyklen nicht amortisieren können. Der Lebensmittelmarkt unterliegt häufigem Wandel − Produktportfolio, Verpackungsdesign und Sortimentsgruppierung müssen schnell an veränderte Anforderungen anpassbar sein.

Komplexe Handlungsabfolgen per Hand erledigen

Vor dem Hintergund dieser Anforderungen ist der Einsatz von Automatisierungetechnologie nicht zwangsläufig die wirtschaftlichste Variante. So kann es mitunter sinnvoll sein, einige Prozesse manuell auszuführen. Erfahrungen aus der Praxis haben ergeben, dass dies insbesondere für das Kommissionieren und Umpacken der Produkte von sortenrein zugeführten Warenträgern in Sortimentsverpackungen gilt. In dieser Handlungsabfolge müssen die befüllten Warenträger zugeführt, positioniert und geleert wieder abgeführt werden. Ebenso müssen die Sekundärverpackungen vom automatischen Kartonaufrichter oder vom manuellen Aufrichterplatz herangebracht und gefüllt wieder abtransportiert werden. Je nach Produkt sind eventuell Zwischenlagen zu entsorgen oder Deckel für die Umverpackungen bereitzustellen. All das erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, proportional steigend mit dem Spektrum an Primärprodukten und entsprechenden Verpackungen. Diesen vielfältigen Anforderungen ist vor allem im Hinblick auf die Flexibilität und Wirtschaftlichkeit oft nur noch der Mensch gewachsen.


Das könnte Sie auch interessieren:

In historisch gewachsenen Industriebetrieben herrscht oft ein Wildwuchs unterschiedlicher Software und Hardware. Tritt eine Störung auf, muss die Shop-Floor-IT jedoch schnell handlungsfähig sein. Eingespielte Prozesse helfen, im Fall der Fälle schnell zu schalten.‣ weiterlesen

Der Verwaltungsrat von ABB und CEO Ulrich Spiesshofer haben sich darauf geeinigt, dass er von seiner Funktion zurücktreten wird. Spiesshofer hatte diese seit 2013 inne. Der Präsident des Verwaltungsrates, Peter Voser, wird mit sofortiger Wirkung die Position des Interims-CEO übernehmen. Der Suchprozess für einen neuen CEO wurde eingeleitet.‣ weiterlesen

Wie gut Unternehmen und große Organisationen die Sicherheit von Daten und IT in der digitalen Wirtschaft gewährleisten können, entscheidet über ihren Erfolg oder Misserfolg. Das ist eine von acht Entwicklungen, die die Experten von TÜV Rheinland in den Cybersecurity Trends 2019 identifiziert haben.‣ weiterlesen

Die Konjunkturerwartungen der deutschen Maschinenbauer verdüstern sich laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC weiter. Die Wachstumsprognose für die Branche sinkt demnach auf ein Zwei-Jahres-Tief.‣ weiterlesen

An der Anwendung des Internet of Production und praxisnahen Lösungen für den deutschen Mittelstand arbeitet Comarch auch im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes am FIR an der RWTH Aachen mit. In der Demofabrik im Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus wird dies in realer Vorserien- und Serienproduktion bereits angewendet, zum Beispiel beim bekannten Elektroautomobil e.GO life, welches als elektronisches Fahrzeug der Zukunft komplett auf dem RWTH Aachen Campus entstanden ist und zuletzt für großes Aufsehen in den Medien sorgte.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige