Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Industrielle Bildverarbeitung

Hand in Hand

Die Robotik und weitere hochautomatisierte Verfahren halten mehr und mehr Einzug in die industrielle Fertigung. Eine besondere Bedeutung in diesem Kontext erlangt die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschinen. Für mehr Effizienz und Sicherheit sorgen dabei Verfahren der industriellen Bildverarbeitung.



Bild: MVTec Software GmbH

Ob Transfer, Handling oder Bearbeitung von Werkstücken – sämtliche Glieder der Fertigungskette werden im Rahmen von Industrie 4.0 und Smart Factory zunehmend automatisiert. Dabei bleiben die Roboter in der Regel nicht unter sich. Menschliche Arbeitskräfte werden in der industriellen Wertschöpfung nach wie vor gebraucht, und zwar nicht nur zur Programmierung oder Steuerung automatisierter Systeme. Dies hat auch damit zu tun, dass sich Art, Bauweise und Einsatzgebiete der maschinellen Helfer stark verändern. Hier führt der Trend weg von den großen, fest installierten, schwerfälligen Robotern hin zu kompakten, mobilen und flexibel einsetzbaren Robotern. Während heutzutage Roboter meist in abgegrenzten Fertigungszellen mit stark eingeschränktem Aktionsradius operieren, haben die Vertreter der neuen Roboter-Generation durchaus Kontakt mit ihren menschlichen Kollegen. Beide Akteure arbeiten häufig Hand in Hand, reichen sich beispielsweise Material oder Werkstücke. Dadurch ergeben sich neue Herausforderungen, unter anderem für die Arbeitssicherheit: Mitarbeiter dürfen sich durch Kollisionen nicht verletzen. Zudem muss eine durchgängige, effiziente Prozesskette in der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine gewährleistet werden.

Kollisionen vermeiden und Arbeitssicherheit erhöhen

Praktikable Lösungen bietet hier die industrielle Bildverarbeitung (Machine Vision): Durch Bildeinzugsgeräte wie Kameras oder Sensoren, die fest in der Produktionsumgebung oder direkt am Roboter befestigt sein können, nimmt die Technologie digitale Bildinformationen aus mehreren Perspektiven auf und verarbeitet die Daten mithilfe der integrierten Machine Vision-Software. Mittels hinterlegter Vergleichsbilder werden Objekte anhand äußerer optischer Merkmale sicher erkannt. Die industrielle Bildverarbeitung fungiert quasi als ‚Auge der Produktion‘ und überwacht das Fertigungsgeschehen lückenlos, so auch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. 3D-basierte Machine-Vision-Funktionen, wie sie beispielsweise in der Bildverarbeitungssoftware Halcon von MVTec enthalten sind, erkennen präzise die Position und sogar die Bewegungsrichtung von beliebigen Objekten wie Personen und mobilen Robotern. Drohende Kollisionen lassen sich dadurch rechtzeitig vorhersagen und verhindern. Die Arbeitssicherheit wird erhöht. Auch ein weiteres, dreidimensionales Machine Vision-Verfahren, das so genannte ‚oberflächenbasierte Matching‘ unterstützt die enge Kollaboration zwischen Menschen und humanoiden Robotern, beispielsweise im Rahmen von Montageprozessen: Die Technologie erkennt Objekte sowie deren Position im Raum sicher anhand von Kanten und Rundungen auf der Oberfläche. Dadurch kann der Roboter gezielt auch nach flachen Teilen wie etwa Lichtschalter-Komponenten greifen (Bin Picking), diese exakt montieren oder an menschliche Kollegen weitergeben – und das dank Bildverarbeitung sicher und ohne Kollisionen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr weltweit gefragt. Allerdings erfolgten die Geschäfte bereits unter erschwerten Bedingungen: Der Wandel in der Automobilindustrie, der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie der global zunehmende Protektionismus hinterließen Bremsspuren in den Büchern.‣ weiterlesen

Insellösungen bringen oft Probleme mit sich. So erwiesen sich die erstellten Tabellen bei Johannes Becker Werkzeugbau irgendwann als zu unstrukturiert und zu unübersichtlich. Heute systematisiert die Branchenlösung MoldManager die Arbeit des Werkzeugbauers.‣ weiterlesen

Die Hannover Messe kann dieses Jahr nicht stattfinden. Grund ist die zunehmend kritische Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie und eine Untersagungsverfügung der Region Hannover.‣ weiterlesen

Viele Automobilzulieferer werden bald mehr Produktionsdaten zum Tracking und Tracing an Auftraggeber wie BMW und Volkswagen übermitteln. Diesen Markt peilen beispielsweise die Anbieter der Edge Cloud Appliance Oncite an. Wie Dr. Sebastian Ritz von German Edge Cloud schildert, sollen die Minirechenzentren aber auch außerhalb der Fabrik eine gute Figur machen.‣ weiterlesen

Mehrere Dutzend Unternehmen stellen aktuell Hard- und Software bereit, um Quanten-Computing auszuprobieren. Insbesondere Automobilhersteller evaluieren bereits Ideen für Anwendungsfälle. Um als Early Mover dabei zu sein, können Firmen mit dem Aufbau von Wissen und einem Partnersystem beginnen.‣ weiterlesen

Die Industrie setzt IoT-Lösungen vornehmlich in der Produktion, bei der Zeiterfassung und in der Lagerverwaltung ein. Dies geht aus einer Befragung hervor, die Ende vergangenen Jahres durchgeführt wurde.‣ weiterlesen

Siemens-CEO Joe Kaeser hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er keine Verlängerung seines Vertrages anstrebt. Er wird zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Siemens Energy vorgeschlagen.‣ weiterlesen

Der Automatisierungstreff bietet Unternehmen seit vielen Jahren Lösungsansätze aus Automatisierung und industrieller IT. In diesem Jahr richtet die Veranstaltung ihren Fokus auf die digitale Transformation. Sybille Strobl, Geschäftsführerin des Veranstalters Strobl GmbH, spricht im Interview mit der IT&Production über bewährte und neue Konzepte der Veranstaltung.‣ weiterlesen

Der Werkzeughersteller Desoutter aus Maintal verkauft entweder physische Objekte seiner Hardware, oder Nutzungseinheiten davon. Um den Werkzeugeinsatz flexibel zu verkaufen und damit dieser Vorgang sicher gestaltet werden kann, setzt das Unternehmen auf die CodeMeter-Technologie von Wibu-Systems.‣ weiterlesen

Finanzmarktexperten rechnen damit, dass die Corona-Pandemie das globale reale Bruttoinlandsprodukt erheblich belasten wird. Insbesondere die deutsche Wirtschaft wird dabei stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit Blick auf einzelne Branchen schwanken die Prognosen jedoch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderfrage im aktuellen ZEW-Finanzmarkttest, an dem sich 170 Finanzmarktexperten beteiligt haben. Die Umfrage hat das ZEW Mannheim zwischen 9. und 16. März durchgeführt.‣ weiterlesen

Das Coronavirus könnte Deutschlands Wirtschaft Hunderte von Milliarden Euro Produktionsausfälle bescheren, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit in die Höhe schießen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten. Das geht aus aktuellen Berechnungen des Ifo Instituts hervor.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige