Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Globales Produktionsmanagement

Herausforderungen im 'Internet der Dinge'

"Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten", sagte schon Willy Brandt. In diesem Sinne gilt es derzeit, die Weichen für die Industrie 4.0 zu stellen: Zunehmend rückt die Vernetzung von Produkten und Maschinen und damit das 'Internet der Dinge' in den Mittelpunkt. Dabei kann produktionsnahe IT in der Cloud heute schon die Tür zu einem Paradigmenwechsel für die produzierende Industrie öffnen, um Anforderungen wie Traceability, Verfügbarkeit und Flexibilität zu begegnen. Allerdings steht dabei die Frage im Raum, wie sicher Produktionsmanagement in der Wolke sein kann.

Bild: Fotolia/Vladimir Vydrin

Insbesondere für Fertigungsunternehmen mit verteilten Standorten ist es heute eine zentrale Herausforderung, werksübergreifend Qualität über die gesamte Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Aktive Produktgedächtnisse und die Kommunikation der Maschinen charakterisieren ein Modell der Zukunft: Industrie 4.0. Das ‚Internet der Dinge‘ hält dann Einzug in die Produktionsindustrie und eröffnet neues Potenzial. Auch die Bundesregierung hat mit dem Zukunftsprojekt ‚Industrie 4.0‘ zur Umsetzung der Hightech-Strategie 2020 die Ziele klar formuliert: Deutschland soll als Anbieter und Anwender neuer und zukunftsweisender internetbasierter Technologien für die industrielle Produktion zum Leitmarkt werden. Damit Unternehmen im globalen Wettbewerb die Nase vorn haben, müssen sie die relevanten technologischen Entwicklungen im Sinne der vierten industriellen Revolution frühzeitig adaptieren. Damit verlagert sich die klassische Produktionshierarchie mit einer zentralen Steuerung zu einer dezentralen Selbstorganisation: Die entstehenden Erzeugnisse kommunizieren selbstständig mit den Anlagen und wirken aktiv auf die Produktionsprozesse ein. An oberster Stelle der Zielsetzungen auf Basis dieses veränderten Workflows stehen höhere Produktivität, Qualität sowie die Steigerung von Energie- und Ressourceneffizienz.

Globale Prozesse vernetzen – aber sicher

Diese Entwicklung wird die künftige Industrielandschaft maßgeblich beeinflussen. Damit werden zukunftsfähige, integrierte Lösungen für eine zunehmend komplexe Fertigung erforderlich. Cloudfähige Manufacturing-Execution-Lösungen sind heute in der Lage, eine Brücke zwischen der Produktionsebene und der Supply-Chain-übergreifenden Wertschöpfungskette zu bilden. Mit einem Software-Modell, das auf einer Private oder Public Cloud aufbaut, lassen sich auch Ziele im Zuge der Industrie 4.0 verwirklichen. Während der Betrieb des Public-Cloud-Systems im Rechenzentrum eines entsprechenden Providers erfolgt, werden Private-Cloud-Anwendungen meist in den Konzern-Rechenzentren der Anwender betrieben. Erste Systemanbieter stellen bereits entsprechende Lösungen zur Verfügung, um die Produktionsketten verschiedener Standorte miteinander zu verknüpfen, werksübergreifend in Echtzeit zu überwachen und bestmöglich zu steuern. Doch beim Betrieb eines Unternehmenssystems in einem zentralen Rechenzentrum steht auch immer die Frage nach der Sicherheit im Raum. Entsprechend sollten Anwender darauf achten, dass die eingesetzte Lösung aktuellen Sicherheitsrichtlinien entspricht. Für eine sichere Kommunikation zwischen den werkinternen IT-Infrastrukturen wie Anlagenleitrechnern, SPSen, Prüfsystemen oder Eingabestationen sollte daher das kommerzielle Internetprotokoll Hyper Text Transfer Protocol Secure (HTTPS) eingesetzt werden. Eine zusätzliche Absicherung des Datenverkehrs zwischen MES-Client und Applikationsserver kann über einen ‚Reverse Proxy Server‘ erfolgen. Dabei wird die Adresse des Servers vor dem Client verborgen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der VDMA hat die Produktionsprognose für das laufende Jahr angehoben. War der Verband bisher von einem Zuwachs von 4 Prozent ausgegangen, so rechnet man nun mit einem Produktionsplus von 7 Prozent.‣ weiterlesen

Roboter gehören zum Rückgrat der smarten Fabrik. Doch die Automaten könnten außerhalb der Fabriken viel leisten. Das Dresdner Unternehmen Wandelbots hat jetzt eine Lösung entwickelt, die den Robotereinsatz auch für kleine und mittlere Unternehmen vieler Branchen interessant machen soll. Ein Industrie-PC von Kontron übernimmt in diesem System eine zentrale Aufgabe.‣ weiterlesen

Die Auftragsbücher der deutschen Industrieunternehmen füllen sich und die Produktion nimmt zu. Laut Ifo-Konjunkturumfrage liegen die Produktionserwartungen im März sogar auf dem höchsten Stand seit 1991.‣ weiterlesen

xyzWieviel sind Daten wert? Welche Daten sind für die Effizienzsteigerung der Produktion, die Qualitätssteigerung der Produkte oder neue Geschäftsmodelle für die produzierende Industrie und ihre Dienstleistungen von Nutzen und wie kann ihr Wert gemessen und beziffert werden? Am 13. Januar 2021 konstituierte sich dazu der Fachausschuss 7.24 Big Data in der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik neu, um die Experten-Empfehlung VDI/VDE 3715 'Data Assets' zu entwickeln. Im Fachausschuss wird ein metrischer Standard entwickelt für die Ermittlung des ökonomischen Wertes technikbezogener Daten innerhalb der Wertschöpfungskette.‣ weiterlesen

Zutrittskontrollsysteme dokumentieren Aufenthaltszeiten, können bei der Corona-Kontaktverfolgung unterstützen und ermöglichen die individuelle Arbeitszeiterfassung. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung, der Pandemie sowie dem Trend zum dezentralen Arbeiten lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuellen Anforderungen.‣ weiterlesen

Mit dem Security Operations Center will Vinci Energies Cybersecurity-Spezialisten vernetzen. Die Eröffnung ist für das zweite Halbjahr 2021 vorgesehen.‣ weiterlesen

Plus 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr haben die deutschen Maschinen und Anlagenbauer in Ihren Auftragsbüchern verzeichnet. Dabei kamen besonders aus dem Ausland mehr Aufträge.‣ weiterlesen

In der Softwareentwicklung gewinnen die Low- und No-Code-Plattformen zunehmend an Bedeutung. Doch neben den Vorteilen etwa in Sachen Geschwindigkeit oder Handhabung sind dem Low-/No-Code-Ansatz noch Grenzen gesetzt, etwa wenn es zu komplex wird.‣ weiterlesen

Auf der digitalen Ausgabe der Hannover Messe präsentiert die Fraunhofer-Gesellschaft das Kompetenznetzwerk Quantencomputing. Dadurch soll Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen ein Zugang zur Technologie ermöglicht werden.‣ weiterlesen

Low-Code/No-Code-Entwicklungen bieten Potenzial für Industrieunternehmen. Dadurch wird Software-Programmierung auch Mitarbeitern zugänglich, die nicht über tiefes Fachwissen verfügen. Mendix hat in einer Studie untersucht, wie es um den Low-Code/No-Code-Ansatz in Deutschland bestellt ist.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige