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GFOS-Anwenderforum 2016: Werte für die Digitalisierung

Das neue Release von GFOS.MES und die digitale Transformation standen im Mittelpunkt des Anwenderforums 2016 der GFOS mbH. Zum Treffen lud der Softwarehersteller am 15. Juni in den Erich-Brost-Pavillion auf dem Dach der Kohlenwäsche in der Zeche Zollverein in Essen.

Am 15. Juni haben sich Nutzer des Manufacturing Execution Systems GFOS.MES in Essen getroffen. Der Hersteller GFOS mbH lud in die Zeche Zollverein zum Anwenderforum 2016. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Burkhard Röhrig, Geschäftsführer der GFOS mbH, mit der Botschaft: Industrie 4.0 human. Damit stellte Röhrig das Treffen in das Zeichen des aktuellen Industrietrends und äußerte gleichsam Kritik am Verlauf der öffentlichen Diskussion. Dem Wandel im produzierenden Gewerbe können sich Unternehmen nicht verschließen. Dabei fehlt es "an einer klaren Vision und aktiven Gestaltung der humanen Seite der Industrie 4.0", sagte Röhrig. Es werde zu einseitig davon gesprochen, welche Flexibilität digitale Produktionssysteme den Unternehmen verschaffe, ohne den Mitarbeitern etwas davon zurückzugeben. Dabei könne dies im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte den entscheidenden Vorteil bringen.

Flexibilität für Mitarbeiter

Manufacturing Execution-Systeme sind nach Auffassung Röhrigs in der Lage, die Belastungen in der Produktion flexibel zu verteilen. Auf der Datenbasis von MES-Anwendungen könnten Diensttauschbörsen etwa den Tausch von Schichten abbilden, um Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Privat- und Arbeitsleben zu erleichtern. Auch monotone Arbeiten seien den Produktionssystemen bekannt, schildert Röhrig. Auf dieser Grundlage ließen sich unbeliebte oder anstrengende Tätigkeiten gerecht unter den Mitarbeitern aufteilen und dies dokumentieren.

Details zum neuen Release

Im Anschluss stand das neue Release 4.8 der MES-Lösung mit integriertem Workforce-Management im Mittelpunkt. Mehr als 600 Kundenanforderungen seien in der Programmversion berücksichtigt worden, sagte Gunda Cassens-Röhrig, seit 2015 zweite Geschäftsführerin der GFOS mbH. Im Fokus der Entwicklung standen zudem die Bedienoberflächen der Anwendung. So lassen sich nun Felder im System weitreichender konfigurieren und Widgets mit verschiedenen Inhalten einblenden. Der Softwarehersteller unterstützt seine Anwender ab Ende des Jahres bei dem Wechsel auf das Release.

Werte für die Digitalisierung

Ergänzt wurde das Programm durch eine Podiumsdiskussion zum Thema Industrie 4.0. Auch hier stand die Rolle der Mitarbeiter bei der digitalen Transformation im Mittelpunkt. Neue Werte müssten hier geschaffen werden, die Grenzen der Digitalisierung definieren, äußerte sich Bernd Bienzeisler vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Wenn soziale Fragen mit der digitalisierten Fertigung in Einklang gebracht seien, war ein Fazit der Diskussion, könne Industrie 4.0 zu einer deutschen Marke für den weltweiten Export werden.  

(Quelle:GFOS mbH)


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