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Getränkeindustrie

Abfüllen in Hochgeschwindigkeit

Der Softdrink-Hersteller A.G. Barr im Vereinigten Königreich hat mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte im Magna Park von Milton Keynes die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen. Neben dem Lager und der Prozesstechnik im Sirupraum ist vorerst eine Dosenlinie installiert. Platz ist in der neuen Halle sogar für vier Abfüllanlagen.

Am Ende des Massentransports der Dosen bei A.G. Barr erfolgt eine Vereinzelung mit Leerdoseninspektion auf zwei Einzelstrecken, die in zwei parallele Schrägrinser münden. Um Wasser zu sparen, werden die Dosen hier mit ionisierter Luft ausgespült. Bild: Krones AG

Der Softdrink-Hersteller A.G. Barr machte 2013 einen Umsatz von rund 321 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 950 Mitarbeiter in elf Betriebs- und Distributionsstätten im Vereinigten Königreich. Robert Barr hatte das Unternehmen 1875 in Falkirk, Schottland gegründet. Heute ist der Hersteller ein nationales Unternehmen mit Wurzeln in Schottland und dem Norden von England. Das Unternehmen hat ein breites Getränkeportfolio entwickelt, das laufend durch innovative Produkte ergänzt wird. Die Hauptmarke ist IRN-BRU, ein koffeinhaltiger Softdrink, dessen geheime Rezeptur nur drei Menschen auf der Welt kennen. Zum Portfolio gehören zudem Fruchtsaftgetränke der Marke Rubicon, Erfrischungsgetränke, Strathmore Quellwasser, der karibische Softdrink KA sowie die Fruchtsaftgetränke Sun Exotic, Tizer und Simply. Als Lizenznehmer des US-amerikanischen Markeninhabers Rockstar Inc. stellt Barr außerdem den Energydrink Rockstar her und gab vor kurzem eine zehnjährige Partnerschaft mit der amerikanischen Dr. Pepper Snapple Group zur Vermarktung der Snapple-Marken bekannt.

Im ‚goldenen Dreieck der Distribution‘

Der Neubau von Milton Keynes erlaubt es dem Unternehmen, die zur Verfügung stehende Eigenkapazität im englischen Markt zu steigern, den Kundenservice zu verbessern, Risiken zu reduzieren, die in Zusammenhang mit der Verfügbarkeit während der Hauptsaison stehen, sowie die Kosten des Co-Packings und des Transports zu senken. Im Industriegebiet Magna Park, eine halbe Autostunde nordwestlich von London, baute A.G. Barr auf fünf Hektar ein 21.000 Quadratmeter großes neues Werk mit Produktion und Lagerhalle, das in 125.000 Mannstunden innerhalb von elf Monaten entstand. Verbaut wurden unter anderem 1.200 Tonnen Stahl, 980.000 Fliesen wurden von Hand verlegt. Ende April 2013 wurde das Gebäude an A.G. Barr übergeben, am 10. Juli 2013 konnte die erste Dose auf der Hochleistungs-Dosenanlage der Krones AG abgefüllt werden.

„Es ist jetzt bereits das sechste Mal, dass ich eine Abfüllanlage in Betrieb genommen habe“, sagt Milton Keynes Betriebsleiter Tim Stacey. „Die Herausforderung war hier, gleichzeitig auch ein neues Mitarbeiter-Team zu formen.“ Die zwölfwöchige Ramp-up-Phase verlief gut, bereits eine Woche früher konnte der Performance-Test mit 97 Prozent abgenommen werden. „Wir haben Woche für Woche die Erwartungen an die Effizienz der Krones-Dosenlinie übertroffen. Das war uns sehr wichtig, weil 2013 als heißester Sommer seit zehn Jahren galt und die Nachfrage deshalb extrem hoch war. Wir mussten die neue Dosenlinie zehn Stunden am Tag laufen lassen, deutlich länger als ursprünglich geplant. So konnten wir zusätzlich über 200.000 Gebinde auf den Markt bringen, was uns geholfen hat, die Versorgung in dieser wichtigen Hauptsaison aufrecht zu erhalten“, erklärt Tim Stacey. Bereits zwei Wochen nach dem Start konnten die A.G.-Barr-Mitarbeiter die Linie übernehmen.

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Abfüllen in Hochgeschwindigkeit
Am Ende des Massentransports der Dosen bei A.G. Barr erfolgt eine Vereinzelung mit Leerdoseninspektion auf zwei Einzelstrecken, die in zwei parallele Schrägrinser münden. Um Wasser zu sparen, werden die Dosen hier mit ionisierter Luft ausgespült. Bild: Krones AG



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