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Geschlossener Regelkreis für Produktion und Business

Perlen Packaging verbindet mit einer komplett in das zentrale Geschäftssystem integrierten MES-Anwendung Informationen aus produktionsnahen Systemen nahtlos mit Geschäftsdaten. Der Hersteller von Blister-Folien für die Pharmaindustrie erreicht so eine aktuelle und transparente Sicht auf die Kennzahlen in der Produktion und kann seine Fertigungsprozesse weiter verbessern.

Bild: Perlen Packaging

Gliederschmerzen, Kopfweh und hohes Fieber – wer unter Grippesymptomen leidet, zieht schnell die Blisterpackung aus der passenden Medikamentenschachtel, drückt aus der Vertiefung eine Tablette durch die Deckelfolie und nimmt diese mit einem Schluck Wasser ein. Fast jeder kennt und benutzt solche Tabletten- und Medikamentenverpackungen. Was die meisten nicht wissen: Die für die Kunststoff-Formteile mit Kavitäten benötigten Blister-Folien kommen in vielen Fällen von Perlen Packaging.

Die international tätige Firmengruppe, eine Tochter der Chemie + Papier Holding AG (CPH), ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von PVC-Monofolien sowie von spezialbeschichteten PVdC-Barriere- und Hochbarriere-Folien. Beliefert werden damit vor allem Pharmakonzerne, aber auch Lebensmittelhersteller, etwa von Dentalkaugummis. Die Unternehmen verarbeiten die Folien zu Blister-Verpackungen weiter. Die Perlen Packaging besteht aus drei Unternehmen. Die AC-Folien GmbH, Center of Excellence für PVC-Monofolien in Müllheim, stellt in Deutschland Monofolien an Kalandern her und schneidet diese zu Schmalrollen oder belässt sie in Mutterrollen. Die Perlen Converting AG, Center of Excellence für Barrierefolien in Perlen, veredelt in der Schweiz die Monofolien – unter anderem auch mit einer antimikrobiellen Spezialbeschichtung – und rüstet diese in einer vollautomatischen und robotergestützten Verpackungsstraße aus. Für die Logistik, die Lagerung und den Vertrieb in den Nafta-Staaten ist die amerikanische Niederlassung, Perlen Converting LLC in Whippany, zuständig.

Umfassender Regelkreis

Das Zusammenspiel der Niederlassungen gestattet der Perlen Packaging eine marktnahe Kundenbetreuung, ein breites Service-Paket und flexible Lieferzeiten. Dabei sind die Prozesse, Anlagen und Produkte auf die Bedürfnisse der Pharmaindustrie ausgerichtet und nach Good Manufacturing Practice (GMP) zertifiziert. „Um die Produktivität nachhaltig zu erhöhen, ist eine wirkungsvolle IT-Unterstützung in allen Bereichen für uns unverzichtbar“, erklärt René Kuhn, Head of IT bei Perlen Packaging.

Daher bündelt das Unternehmen seine betriebswirtschaftliche Prozesse standortübergreifend in einer zentralen Enterprise Resource Planning-Installation (ERP) des Systemanbieters SAP. Seit Kurzem bindet der Folien-Hersteller auch die Daten aus den produktionsnahen Systemen nahtlos in die übergeordneten betriebswirtschaftlichen Informationsflüsse ein. Dafür setzt das Unternehmen die MES CAT-Suite des SAP-Partners T.CON aus Plattling ein. Das Manufacturing Execution-System (MES) basiert auf SAP Netweaver-Technologie und ist somit vollständig in die SAP ERP-Plattform integriert. Beide Anwendungen arbeiten im Echtzeitverbund. Die produktionsnahe IT-Lösung wiederum ist mit den Steuerungen der Kalander, Schneidmaschinen, der Packstraße und den Inspektionsanlagen für die Kontrolle der Folienherstellung direkt verbunden, die dazu erforderlichen Schnittstellen stellt das Modul CAT Connect bereit.

Auf diese Weise entsteht ein geschlossener Regelkreis zwischen der Produktions- und ERP-Ebene, der einen aktuellen, vollständigen und zentralen Blick auf die in den Herstellungsprozessen anfallenden Daten ermöglicht. Im Gegenzug stehen freigegebene ERP-Fertigungsaufträge unverzüglich in der MES-Lösung und damit für die Produktion bereit. Die Reihenfolge der Aufträge lässt sich vom Bedienpersonal bei Bedarf flexibel ändern und anpassen.


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