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Geschäftsmodelle auf der Basis von Fernwartung

Vernetzte M2M-Kommunikation

Der onlinefähige Kühlschrank wird häufig immer noch als Paradebeispiel für das Internet der Dinge genannt. Und digitale Fitnessarmbänder, die mit dem Smartphone kommunizieren, bringen die Internetanbindung dem Menschen näher denn je. Doch das Internet der Dinge ist weit mehr als das: Seine wichtigsten Treiber sind Anwendungen, die in Unternehmen für mehr Effizienz sorgen, Prozesse automatisieren und ganz neue Geschäftsmodelle ermöglichen.




Die vernetzte Industrie birgt ein enormes Potenzial für neue Geschäftsmöglichkeiten, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Bild: Vodafone GmbH

Grundlage dafür sind Konzepte, die eine Kommunikation von Maschine zu Maschine (Machine to Machine, M2M) ermöglichen. Nach der aktuellen Vodafone Studie ‚M2M Barometer 2015‘ nutzen bereits 51 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland M2M-Technik in mindestens einem Bereich. Treibende Kräfte dafür sind laut der Untersuchung vor allem Aspekte von Industrie 4.0, die Vernetzung in der Automobilbranche sowie die Fernwartung von Maschinen und Anlagen. Die Studie zeigt außerdem zwei Hauptgründe für den Einsatz von M2M-Kommunikation in Unternehmen auf:


    • Prozessautomation: Darunter fällt beispielsweise das automatische
      Auslesen von Daten aus einer installierten Anlage oder die
      automatisierte Bestellung von Ersatzteilen bei Defekten an einer
      Maschine.


    • Neue Produkt- und Service-Ansätze: Die Fernwartung von Maschinen
      und Anlagen per Remote Service ist für Hersteller eine wichtige
      zusätzliche und vor allem auch kontinuierliche Umsatzquelle.

Vom Notfalleinsatz zur vorausschauenden Wartung

Für Maschinen- und Anlagenbauer eröffnen sich durch die Implementierung von Remote Monitoring and Control Services (RMCS), also Lösungen für die Überwachung und Kontrolle aus der Ferne, neue Geschäftsmodelle. Durch den einfachen Zugang zu Maschinendaten können sie Störungen schnell erkennen und analysieren, oftmals ist auch eine Behebung des Fehlers per Fernzugriff möglich. Das hat für den Betreiber große Vorteile: Er muss nicht auf einen Wartungstechniker warten, die Ausfallzeiten verkürzen sich und damit werden Kosten gespart. Bei vielen Lösungen wie dem RMCS-Portal von Vodafone können zudem Schwellenwerte angelegt werden, beispielsweise für die Betriebstemperatur. Werden diese über- oder unterschritten, werden Servicetechniker automatisch per E-Mail oder SMS alarmiert. So lassen sich eventuell auftretende Probleme frühzeitig erkennen und durch rechtzeitigen Service beheben, bevor es zu einem Ausfall kommt.

Aber RMCS-Lösungen helfen nicht nur dabei, Störungen mit relativ wenig Aufwand zu beseitigen -auch im Normalbetrieb liefern sie wertvolle Erkenntnisse. Denn aus den kontinuierlich erfassten Betriebsdaten von Maschinen, Fahrzeugflotten oder Gebäuden können Betreiber Schlüsse für die Verbesserung ihrer Anlagen und Prozesse ziehen: Auslastung, Stromverbrauch und Betriebszeiten sind Stellschrauben, die zu erheblichen Einsparungen führen können, wenn sie bestmöglich eingestellt sind. Zudem können an die RMCS-Plattform weitere Systeme angeschlossen werden, die die Maschinendaten zum Beispiel für die Ersatzteilplanung oder für die Berechnung von zukünftigen Ausfallwahrscheinlichkeiten nutzen, Stichwort Big-Data-Analyse.

Breite Netzverfügbarkeit ist entscheidend

Eine RMCS-Lösung in Betrieb zu nehmen erfordert eine spezifische Infrastruktur. Hardware-seitig bedarf es eines sogenannten M2M-Terminals, das eine M2M-SIM-Karte enthält und mit der Steuerung der Maschine verbunden wird. Es muss über passende Schnittstellen verfügen, damit es Daten aus der Maschine auslesen kann. Dafür eignen sich standardisierte Schnittstellen wie RS232, USB oder Ethernet. Außerdem muss das Terminal entsprechend der industriellen Umgebung sehr robust sein, beispielsweise hohen Temperaturen, Erschütterungen oder Luftfeuchtigkeit standhalten. Um die gesammelten Daten zuverlässig zu übertragen, stellen sich auch hohe Anforderungen an die mobile Datenverbindung.

Bei der Auswahl eines Telekommunikationsanbieters sollten Hersteller daher Netzqualität, -verfügbarkeit und -abdeckung kritisch prüfen. Vodafone beispielsweise bietet mit seiner globalen M2M-SIM-Karte weltweiten Zugang zu 26 eigenen und 57 Partnernetzen sowie durch nationales und internationales Roaming auch zu allen Fremdnetzen. So ist immer die Mobilfunkanbindung sichergestellt, auch falls das Vodafone-Netz vorübergehend einmal nicht in gewohnter Qualität verfügbar sein sollte. Für die Auswertung der Daten kommt ein zentrales, webbasiertes Applikationsportal zum Einsatz. Dort laufen die erfassten Daten zusammen und können nach individuellen Bedürfnissen ausgewertet werden. Hier sollte auf eine einfache Bedienbarkeit und übersichtliche Aufbereitung der Ergebnisse Wert gelegt werden, zum Beispiel mithilfe von Trendanalysen. Nur so können Hersteller die aktuellen Betriebsdaten und den Service-Bedarf der Maschinen schnell erfassen und dadurch kundenorientiert reagieren. Auch Alarmfunktionen sind wichtig, da das Servicepersonal bei einer automatischen Benachrichtigung schnell aktiv werden kann.

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