Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Forschung

Produktionssystem für mittelständische Fließfertiger

In einem Forschungsprojekt soll unter Leitung des Fraunhofer IFF ein Assistenzsystem für Fließfertiger entstehen. Die modulare Lösung soll sich später auf zahlreiche Anwendungen mittelständischer Unternehmen anpassen lassen und Maschine sowie Mensch im Sinn einer Industrie 4.0 systematisch integrieren.



Bild: ©Fotolia / Andrei Merkulov

Das Ludwigshafener IT-Unternehmen Fasihi GmbH ist an einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Forschungsprojekt im Rahmen von Industrie 4.0 beteiligt. Das Ziel ist die Entwicklung eines Assistenzsystems für die Prozessindustrie. Geleitet vom Magdeburger Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -Automatisierung IFF und der Firma Gesa Automation besteht das Forschungskonsortium aus acht Beteiligten. Darunter sind zwei Entwicklungspartner, Fasihi und die Karlsruher IT-Firma Procad sowie vier Anwendungspartner, die Ceh4 Technologies GmbH (gastechnischer Anlagenbau), die IPT Gesellschaft für Innovative Particle mbH (Chemie), die Mitteldeutsches Bitumenwerk GmbH (Raffinerie) sowie die Robeta-Holz OHG (Energie). Im Rahmen des Forschungsprojekts CPPS Process Assist wird ein Assistenzsystem auf der Basis von cyber-physischen Produktionssystemen entwickelt. Dieses Teilprojekt wird mit Fördermitteln in Höhe von 30,6 Millionen Euro unterstützt. In dem Vorhaben soll das Assistenzsystem primär den Online-Zugriff auf Anlagenzustandsdaten unter Berücksichtigung von Sensorikdaten, den Dokumentenzugriff auf bautechnische Daten wie CAD-Zeichnungen in 3D sowie die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien ermöglichen. Die Entwicklung erfolgt daher in drei aufeinander aufbauenden Schritten.

Modulares System

Da das geplante Assistenzsystem eine möglichst große Gruppe von Anlagenbetreibern adressieren soll, wird es modular aufgebaut. Zudem sollen sich künftig mobile Assistenzsysteme an bestehende Softwares koppeln lassen. Das System soll später im Sinne von Industrie 4.0 unter anderem die verteilte, reaktionsfähige, kontextadaptive Produktions- und Wartungssteuerung unterstützen. Die Prototypen innerhalb des Systems bestehen aus einer App für mobile Geräte, einem Server für die Datenbereitstellung und Datenkonnektivität, die durch das Fraunhofer IFF für Fabrikbetrieb und -automatisierung entwickelt werden, dem Produktdatenmanagement-System (PDM) Pro.File von Procad sowie dem webbasierten Serviceportal

Web inFactory von Fasihi. Der erste Prototyp steuert vor Ort den Zugriff auf die Anlagendokumente. Hierfür wird das Serviceportal mit dem PDM-System gekoppelt. Ein weiterer Prototyp adressiert die Compliance bei der Instandhaltung. Dies umfasst Checklisten, Handlungsanweisungen sowie -empfehlungen für Rundgänge und Störungsbehebungen. Dadurch lassen sich ungeplante, technisch bedingte Stillstandzeiten reduzieren und Prozesse rund um Wartungsarbeiten automatisieren. Davon versprechen sich die Projektbeteiligten eine höhere Auslastung der Anlagen. Zudem können die Betreiber ineffiziente An- und Abfahrprozeduren vermeiden und so die Energie- und Ressourceneffizienz erhöhen.

Systematisch integriert

Am Ende des Projekts senden Maschinen über ihre Sensoren eine Fehlermeldung, die den Menschen eine Handlungsempfehlung zur Korrektur des Fehlers inklusive Anlagendokumentation liefert. Somit werden Maschinen und Menschen systemisch betrachtet und integriert. Rolf Lutzer, Leiter Projektmanagement der Fasihi GmbH: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer selbst entwickelten Portaltechnologie einen Beitrag zur Umsetzung von Industrie 4.0 für mittelständische Unternehmen leisten können.“


Das könnte Sie auch interessieren:

Jan C. Wendenburg übernimmt die Leitung von IoT Inspector der Analyse-Plattform für Sicherheit im Internet der Dinge (IoT). Er kommt von Cergate zum IoT-Spezialisten.‣ weiterlesen

Das DFKI erweitert seinen Standort in Bremen. Die zusätzlichen Räumlichkeiten für die Forschungsbereiche Robotics Innovation Center und Cyber-Physical Systems sollen Ende 2021 fertiggestellt sein.‣ weiterlesen

Die Branchenverbände IBU, IMU, DSV und VDFI sehen in einem gemeinsam veröffentlichten Brandbrief den „Standort Deutschland gefährdet“. Die Lieferkette der Automobilindustrie stehe vor dem Kollaps, heißt es darin.‣ weiterlesen

Im Forschungsprojekt ’GeMeKI’ entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktiontsechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit elf Partnern drei KI-gestützte Assistenzsysteme für das Fügen, Trennen und Umformen, die komplexes menschliches Expertenwissen in ihre laufende Verbesserung einbeziehen. Neue Regelkreise sollen wechselseitiges Lernen zwischen Mensch und Maschine ermöglichen, sodass sich Qualität und Effizienz von Produktionsprozessen deutlich verbessern können.‣ weiterlesen

Mit einem Rückgang um 4,2 Punkte verzeichnet die ZEW-Konjunkturumfrage im Oktober den fünften Rückgang in Folge. Erstmals seit Februar verschlechtert sich auch die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage.‣ weiterlesen

Die Onoff AG eröffnet einen Standort in Erlangen und will damit zukünftig auch den Bereich digitales Engineering mit Echtzeitsimulation bedienen.‣ weiterlesen

Bei physischen Produkten sind Mängel in der Regel schnell festzustellen, oft reicht schon ein Blick. Anders sieht es bei KI-Systemen aus. Wie bei diesen Systemen ein Mangel aussehen kann und wie Unternehmen möglichen Mängeln vorbeugen können, berichtet Rechtsanwalt Kay Diedrich.‣ weiterlesen

Viele Unternehmen setzen auf offene IoT-Plattformen, um freie Bahn bei der Wahl der Cloudinfrastrukturen, der unterstützten Standards und Hardware zu haben. Doch ab wann eine IoT-Plattform als offen gelten kann, ist in keinem Standard geregelt.‣ weiterlesen

Im September ist die Richtlinie VDI-EE 4300 Blatt 14 'Messen von Innenraumluftverunreinigungen - Anforderungen an mobile Luftreiniger zur Reduktion der aerosolgebundenen Übertragung von Infektionskrankheiten' erschienen.‣ weiterlesen

Anfang des Jahres hat Bosch CyberCompare eine digitale Plattform gestartet, die Industrieunternehmen und IT-Security-Anbieter zusammenbringen soll. Schon mehr als 100 Anbieter lassen sich auf dem Portal vergleichen, in einem für Anwender kostenlosen Prozess.‣ weiterlesen

Die Allianz geht davon aus, dass sich Ransomware-Angriffe vermehrt gegen Lieferketten richten könnten. Der Versicherer sieht dabei hauptsächlich IT-Dienstleister im Visier von Hackern. Und auch die Höhe der Lösegeldforderungen steigt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige