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Flexible Oberflächen für Mobilgeräte

Produktionsmanagement mit Smartphone & Tablet

Smartphones und Tablet-PCs bieten immer mehr Möglichkeiten zur mobilen Nutzung von IT-Anwendungen und werden immer intensiver genutzt. Auch vor industrienaher Software macht dieser Trend nicht Halt, da mobile Endgeräte auch die Bewältigung von Aufgaben im Fertigungsalltag erleichtern können. Der Anbieter MPDV stellt dazu die ‘Smart MES Applications’ als Ergänzung seines Manufacturing Execution-Systems vor.

Bild: MPDV

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass mittlerweile mehr als 90% aller Mobiltelefone deutscher Nutzer als ‘Smartphones’ bezeichnet werden können. Demnach nutzt nur einer von zehn Handybenutzern sein Gerät lediglich zum Telefonieren und vielleicht noch SMS-Schreiben. Neun von zehn Anwender reizen hingegen die mittlerweile enorme Rechenleistung eines Smartphones durch intensives Nutzen von ‘Apps’ mehr oder weniger aus. Diese Kleinanwendungen sind die mobile und leicht zu bedienende Variante der Programme auf dem PC. Der große Vorteil von Apps ist, dass der Anwender meist nur die Funktionen geboten bekommt, die er mobil benötigt. Kurz gesagt: Apps sind schlanke, mobile Anwendungen ohne unnötigen Ballast.

Mobile Anwendungen für Werker und Manager

Mit seinen ‘Smart MES Applications’ stellt der Softwareanbieter MPDV nun ein Set von Apps zur Verfügung, mit denen die Funktionen von Datenerfassungsterminals und Büro-PC mit den Auswertungen des Manufacturing-Exectution-Systems (MES) Hydra des Unternehmens auf einem mobilen Endgerät eingesetzt werden können. Hierbei entscheidet die Art des Endgeräts bezeihungsweise Displaygröße und -auflösung über die Verwendbarkeit der MES-Funktionen und die Art der Informationsaufbereitung. Verfügt ein Tablet-PC beispielsweise über ein relativ großes Display mit hoher Auflösung, so kann die App dies nutzen und viele Informationen auf einmal darstellen oder auch komplexere Zusammenhänge abbilden. Dagegen ist auf einem Smartphone mit geringer Displaygröße eher die Aufbereitung einzelner Details mit überschaubarem Informationsgehalt sinnvoll. Wichtig für die Bedienbarkeit ist dabei, dass der Anwender mit den bekannten Navigationsmethoden und Gesten − beispielsweise Wischen, Zoomen, oder Antippen − schnell und unkompliziert zu der Darstellung gelangen kann, die seine aktuelle Fragestellung beantwortet.

Vom Einsatzplan bis zur Instandhaltungsmeldung

Eine zentrale App stellt dabei der ‘Key Performance Indicator’-Monitor dar. In der Anwendeung lassen sich Kennzahlen wie die ‘Overall Equipment Effctiveness’ (OEE) oder Gesamtanlageneffektivität, Nutzgrad, Zahl der Reklamationen oder Krankenstand nach Themen geordnet darstellen. Die einzelnen Kennzahlen können stufenweise in ihre Bestandteile aufgeschlüsselt und gefiltert werden. Der OEE beispielsweise kann von der Werksebene über Gruppen bis auf einzelne Maschinen heruntergebrochen werden. Auch die Betrachtung einzelner Schichten ist möglich. Ebenso können die drei Faktoren ‘Verfügbarkeit’, ‘Effizienz’ und ‘Qualität’ separat ausgewertet werden. So kann ein Meister oder Fertigungsleiter feststellen, woher Schwankungen der übergeordneten Kennzahlen kommen. Sobald die Maschine gefunden ist, die für die Schwankung verantwortlich war, kann mittels einer weiteren App der zuständige Maschinenführer ermittelt werden.

Über den Zugriff auf die zentrale Produktionsdatenbank kann die App feststellen, wer zum Zeitpunkt der Schwankung an der Maschine tätig war und wer aktuell am betroffenen Betriebsmittel angemeldet ist. Zur jeweiligen Person werden alle Kontaktdaten und die An- oder Abwesenheitsinformation aus dem Personalzeiterfassungsmodul Hydra-PZE angezeigt. Je nach Funktionalität des mobilen Endgeräts kann der Ansprechpartner mit einem Klick angerufen werden, oder er bekommt eine Nachricht zugeschickt. Alternativ können mit der Ansprechpartner-App auch Personen im Unternehmen nach Namen oder Funktion beziehungsweise Tätigkeit gesucht werden. Eine hohe Fehlertoleranz und flexible Suchoptionen sollen dazu führen, dass der Anwender immer zum Ziel kommt, auch wenn er nicht genau weiß, wie der gesuchte Ansprechpartner heißt.

Ähnliche Funktionen stellt die Anwendung ‘Hydra-Eskalationsmanagement’ für die Instandhaltung zur Vefügung, wobei hier der Ansprechpartner vor Ort per Mobilgerät auch Instandhaltungsaufträge einsehen, bearbeiten sowie Meldungen und Fotos hochladen kann. Die Kollegen in der Instandhaltung werden zudem bei der Anmeldung auf den Auftrag informiert, dass der Auftrag bereits in Arbeit ist. Für Auswertungen kann die Dokumentation zur Störung und deren Beseitigung im MES zentral aufgerufen werden − unabhängig davon, ob die Daten per Mobilgerät oder über stationäre Terminals erfasst wurden.

Software-Architektur für flexible Anpassungen

Damit durch den Einsatz der mobilen Anwendungen keine neuen Schnittstellen entstehen, integriert der Anbieter die Apps vollständig in seine MES-Lösung: Die mobile Funktionen zur Erfassen, Auswerten und Darstellen der Daten nutzen die gleichen Mechanismen und Datenquellen wie die Office-Clients und Erfassungsterminals des Softwarehauses. Lediglich die Darstellung der Informationen und die Eingabemasken werden je nach Endgerät, Betriebssystem und Displayauflösung angepasst. Zudem erleichtert die service-orientierte Architektur (SOA) des MES, individuelle Services beziehungsweise Anwendungen für mobile Clients zu entwicklen sowie bestehende Dienste zu entfernen oder auszutauschen. Anwenderspezifische Konfigurationen aus dem MES können auf diese Weise für die mobilen Anwendungen übernommen werden.

Auf dem Weg zur dezentralen Produktion

Anwendungen für mobile Clients entwicklen sich zu einem zentralen Bestandteil von Manufacturing-Execution-Systeme und können dem Anwender dabei helfen, den täglichen Anforderungen des Fertigungsbetriebs zu begegnen. Sein Angebot für Mobilgeräte stellt der Systemhersteller aus Mosbach unter das Stichwort ‘MES 4.0’. Mit diesem Ansatz will das Softwarehaus zentrale Fragen aus dem Umfeld der ‘Industrie 4.0’ aufgreifen sowie Anwendern Informationen, Technologien und Funktionen zur Unterstützung einer dezentralen Fertigung zur Verfügung stellen.

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