Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Fertigungsmanagement

Wenn die Planung flexibler werden muss

Der Heiztechnik-Hersteller Weishaupt hat sein Fertigungsmanagement neu organisiert und flexibler gemacht. Als entscheidendes Werkzeug diente dabei ein modernisiertes Manufacturing Execution System, das der Auftragsplanung mehr Spielraum verschaffen sollte.

Bild: Ortgies

Die Weishaupt-Gruppe zählt mit über 3.000 Mitarbeitern zu den großen Herstellern für Brenner, Heiz- und Brennwertsysteme, Solartechnik, Wärmepumpen und Gebäudeautomation. Das 1932 gegründete Unternehmen ist mit seinem Vertriebs- und Servicenetz in 60 Ländern präsent. Das Fertigungsmanagement der Brenner-Produktion wird von vielen Einflussfaktoren bestimmt. Der Auftragseingang ist traditionell eher kurzfristig und von einer Vielzahl kundenindividueller Produktvarianten geprägt. So sind eine Woche vor Fertigungsbeginn noch bis zu 30 Prozent der Aufträge unbekannt, zwei Wochen vorher sind es sogar bis 50 Prozent. Die Einhaltung der Liefertermine hat für den Hersteller aber oberste Priorität. Die bisherige Fertigungsplanung war für diese Anforderungen aber zu unflexibel. Die ursprünglich getroffenen Annahmen für die Organisation der Fertigung und für die Personaleinsatzplanung passten nicht mehr. Sowohl statische Annahmen für die Haupt- und Nebensaison als auch die Prognosen für einzelne Produktgruppen waren häufig nicht mehr zutreffend. Deshalb suchte das Unternehmen nach einer Lösung, die mehr Planungssicherheit versprach. Die Planungen sollten dynamischer werden und die internen Abläufe unbürokratischer.

Montageplanung neu aufgelegt

Der Heiztechnik-Hersteller in Schwendi beauftragte schließlich den Software-Anbieter Becos, das Manufacturing Execution System (MES) am Unternehmenssitz in Schwendi für die neuen Anforderungen anzupassen. Als Technologie-Spin-Off des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) bietet das Unternehmen Lösungen für Manufacturing Execution, Business Intelligence und Leistungsentgelt-Ermittlung. Das neue System für die Montageplanung ‚Becos PEP‘ liefert einen IT-gestützten Abgleich zwischen Personalverfügbarkeit, Auftragssituation und Materialbereitstellung. Das Onlinesystem aktualisiert sich automatisch mit jedem neuen Auftragseingang und simuliert auf Basis justierbarer Benutzervorgaben Kapazitätsbedarfe für noch erwartete Aufträge. Ein mathematischer Optimierungsansatz sucht nach der bestmöglichen Lösung für den Personaleinsatz und die Abarbeitung des Auftragsvolumens. Die arbeitsplatzbezogenen Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Mitarbeiter werden hierbei über eine Einsatzmatrix berücksichtigt. Das System unterstützt die Auftragsplanung auf diese Weise mit einem permanenten Monitoring der aktuellen und erwarteten Auslastungssituation. Es bildet die Basis für den permanenten Abgleich von Fertigungskapazitäten mit den Vertriebsvorgaben und hierbei erforderlichen Korrekturmaßnahmen. Über die Software wird das Planungsergebnis unter anderem in Form einer Auftragsübersicht online an die produzierenden Bereiche übermittelt.


Das könnte Sie auch interessieren:

MES-Anbieter und Dürr-Tochter iTAC Software hat das Instandhaltungsmodul Maintenance Manager angekündigt. Der digitale Wartungsmanager ist für Arbeitsplatzrechner und mobile Geräte wie Tablets verfügbar.‣ weiterlesen

Individuelle Anpassungen im ERP-System sind normal, doch sie können den Upgrade-Prozess verzögern. Die Heyligenstaedt Werkzeugmaschinen GmbH tritt diesem Problem mit den dynamischen Attributen und den QuickViews der Asseco-Lösung APplus entgegen.‣ weiterlesen

Maschinen in der Produktion werden zunehmend schlauer. Eine von Reichelt Elektronik in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass sich Predictive Maintenance in der deutschen Industrie etabliert.‣ weiterlesen

177 Ökonomen haben Ifo und FAZ im Rahmen des Ökonomenpanel zur aktuellen Corona-Wirtschaftspolitik der Bundesregierung befragt. Kurz vor der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz zeigt sich ein Großteil der Teilnehmer unzufrieden.‣ weiterlesen

Roland Bent hat sein Amt als CTO bei Phoenix Contact niedergelegt und sein Berufsleben beendet. Sein Nachfolger wird Frank Possel-Dölken.‣ weiterlesen

Die Vernetzung von Maschinen und Anlagen wird mehr und mehr zum Standard. Die Vernetzung mit der Unternehmens-IT und dem Internet erzeugt allerdings auch Herausforderungen – vor allem beim Thema Sicherheit.‣ weiterlesen

Kontron erweitert seine Industriehardware um die Switch-Familie KSwitch. Die Fast- und Gigabit-Ethernet-fähigen Modelle sollen über das Jahr verteilt auf den Markt kommen. Die ersten 23 Varianten bereits im ersten Quartal, teile das Unternehmen auf einer Pressekonferenz mit.‣ weiterlesen

Babtec hat bekanntgegeben, dass Peter Hönle, Dagmar Henkel und Lutz Krämer die Führungsebene des Wuppertaler Softwareherstellers erweitern. Zudem gibt es ein neues Leitbild sowie eine Stammkapitalerhöhung zu vermelden.‣ weiterlesen

Für einen besseren Austausch mit der Telekommunikationsindustrie hat der VDMA die Arbeitsgemeinschaft Wireless Communications for Machines ins Leben gerufen.‣ weiterlesen

Die Unternehmen der Automobilindustrie schätzen ihre aktuelle Lage wieder besser ein als noch Januar und auch der Ausblick auf die kommenden Monate ist laut der Ifo-Konjunkturumfrage positiver.‣ weiterlesen

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML entwickelt mit dem LoadRunner eine neue Generation fahrerloser Transportfahrzeuge. Das System kann sich dank künstlicher Intelligenz und Kommunikation über 5G im Schwarm organisieren und selbstständig Aufträge annehmen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige