Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Fertigungscontrolling am Terminal

Einheitliche Bedienerführung

Leistungsfähige Produktionssysteme sind für die Fertigungssteuerung und die laufende Prozessoptimierung auf zahlreiche Echtzeitinformationen aus den Prozessen angewiesen. Für Fertigungsmeister und die Werker an den Maschinen kann die Datenerfassung dabei aber eine erhebliche Belastung bedeuten.

Bild: Salt Solutions

Merkliche Vereinfachung für Fertigungsmitarbeiter kann eine IT-Lösung bringen, die alle Anwendungen über eine einfache Bedienoberfläche zugänglich macht – idealerweise auf robusten Touchscreen-Terminals, die weder Tastatur noch Maus benötigen. Um Werkslogistik und in Bereiche mit Mehrmaschinenbedienung zu unterstützen, bietet sich der Einsatz der Lösung auf mobilen Terminals (MDT) an.

Von Produktionsplanung bis Qualitätssicherung

Als Plattform für eine derartige Lösung eignet sich für Anwender der Enterprise Resource Planning-Lösungen (ERP) von SAP das System SAP Manufacturing Execution (SAP ME). Die Plattform bietet alle Funktionen, um Fertigungsaufträge über die verschiedenen Teilprozesse hinweg detailliert zu steuern. Zum anderen übernimmt das System die Maschinenanbindung und die enge Integration in SAP-Module wie Produktionsplanung, Materialmanagement, Instandhaltung und Qualitätssicherung für aktuelle Rückmeldeinformationen. Auf diesen Kern setzt als Benutzeroberfläche das so genannte Werker-GUI auf. Es bereitet alle Funktionen über eine einheitliche Bedienlogik für die Terminals auf. Dabei werden dem Werker zunächst die freigegebenen Aufträge oder Arbeitsvorgänge angezeigt.

ANZEIGE

Falls zusätzliche Daten zu erfassen sind, erfolgt dies über angeschlossene Barcode-Scanner, RFID-Leser oder per Bildschirmtastatur. Die Rückmeldung des Auftragsfortschritts kann – sofern der Arbeitsplatz automatisiert arbeitet und die Anlage an das System angebunden ist – auch in Zwischenstufen über eine Los-split-Funktion erfolgen. Für angebundene Maschinen können Einstelldaten und Parameter bei Bedarf vom Werker angefordert werden; Maschinenstörungen werden direkt auf dem Terminal gemeldet. Diese Meldungen werden dann quittiert sowie bei Bedarf standardisierten Ereignisklassen zugeordnet und mit Erläuterungen versehen.

Bei Bedienung mehrer Maschinen lässt sich auch ein Überblick über alle betreuten Anlagen für Werker und Meister darstellen. Die Qualitätssicherung lässt sich dabei durch den Abruf von Arbeits- und Prüfanweisungen unterstützen, um etwa in der Anfahrphase eine ‚Produktion unter Vorbehalt‘ über einen Gutteilzähler oder über manuelle Eingabe des Prüfbefundes zu beobachten. Auch für fertigungsbegleitende Prüfungen erhält der Werker die Vorgaben zum aktuellen Prüflos auf seinem Terminal. Damit erfasst er die Prüfergebnisse oder übernimmt diese von angeschlossenen automatischen Prüfeinrichtungen. Das Auslösen der verschiedenen Prüfungen kann dabei auftrags-, zeit- oder stückzahlabhängig erfolgen.

Betriebsmittel-Management und Instandhaltung

Der aktuelle Status der Betriebsmittel, also meist Maschinen und Werkzeuge, ist bei der passenden IT-Unterstützung für die Instandhaltung direkt aus den Rückmeldeinformationen der Werker ersichtlich. Neben Betriebszuständen wie Rüsten, Anlaufbetrieb, Produktion oder Störung – kann so auch ermittelt werden, welches Werkzeug an welcher Maschine in welcher Variante im Einsatz ist. Den ‚direkten Draht‘ zur Instandhaltung haben Maschinenführer über die Störmeldefunktion. Je nach Klassifikation der Störung lässt sich sofort ein Instandhaltungsauftrag auslösen. Auch Angaben zu weiteren an der Maschine geplanten Reparaturen sind per Terminal abrufbar, aufgewendete Arbeitsstunden und Verbrauchsmaterial lassen sich ebenso erfassen.

Werker-GUI auf mobilen und stationären Terminals

Der Systemanbieter und -integrator Salt Solutions stellt ein solches, integriertes Werker-GUI in Form eines Add-on für SAP Manufacturing Execution zu Verfügung. Durch die Verwendung aktueller technischer Standards arbeitet die Lösung auf einem breiten Spektrum industrieller PC und MDTs. Über einen Browser mit Flash Plug-in lässt sich die Oberfläche auch auf vorhandenen IPC von Maschinen und Anlagen verwenden. Für die mobile Anwendung sind industrielle Tablet-PC oder Funk-Scanner mit WLAN-Verbindung einsetzbar. Durch diesen Ansatz erhalten Planer und Produktionsmitarbeiter ein hohes Maß an Freiheit bei der Gestaltung der Prozesse.


Das könnte Sie auch interessieren:

Brauchen Firmen noch ein Manufacturing Execution System, wenn sie ihre Maschinen und Anlagen im Sinne eines Industrial Internet of Things vernetzt haben? Auf den zweiten Blick wird klar: Ja, denn um aus Daten Information zu machen, braucht es Spezial-Software. Veteranen könnte dieser Diskurs an die 90er Jahre erinnern, als Business Intelligence-Systeme ihren Siegeszug feierten.‣ weiterlesen

Beim Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital sollen Unternehmen Hilfestellung auf dem Weg zur Klimaneutralität erhalten. Unternehmen erhalten dort neben Informationen auch Unterstützung bei konkreten Projekten.‣ weiterlesen

Trotz der aktuellen Krisen rechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in seiner Prognose nicht mit einem Einbruch am Arbeitsmarkt. Für die Industrie prognostizieren die Forscher jedoch stagnierende Zahlen.‣ weiterlesen

Eine gemeinsame Lösung für sicherheitsorientierte Unternehmen und Behörden ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Mendix und Stackit. Mendix Low-Code-Anwendungen können so auf der souveränen Stackit-Cloud betrieben werden.‣ weiterlesen

Effizienz und Cybersicherheit sind zwei wichtige Aspekte in der Softwareentwicklung. GitOps ist ein Ansatz, um beides zu verbessern. Zugleich wird die Handlungsfähigkeit von Entwicklungsteams gesteigert.‣ weiterlesen

Mit 84,3 Punkten ist der Ifo-Geschäftsklimaindex auf den tiefsten Stand seit Mai 2020 gefallen. Dabei betraf der Rückgang alle Wirtschaftsbereiche.‣ weiterlesen

Vom 18. bis zum 19 Oktober findet die In.Stand in Stuttgart statt. Fokusthemen der Fachmesse für Instandhaltung und Services sind in diesem Jahr Nachhaltigkeit und Sicherheit.‣ weiterlesen

Das DFKI und das Fraunhofer IML untersuchen in einem Forschungsprojekt, wie künstliche Intelligenz bei der Vergabe von Lehrstühlen und Institutsleitungen unterstützen kann. In der Folge soll ein Portal für Bewerber-Profile entstehen.‣ weiterlesen

Nachhaltigkeit wird oft von den Beteiligten eines Wertschöpfungsnetzwerkes erwartet - und sie kann sich als gewinn- und kostenrelevant darstellen. Um jene Unternehmen zu diesem Wandel zu befähigen, die über begrenzte Ressourcen verfügen, können diese Firmen Ökosysteme etwa mit Zulieferern, Vertragspartnern und Technik-Dienstleistern aufbauen, um kreative Lösungen zu erarbeiten.‣ weiterlesen

Motiviert von der Aussicht auf Effizienz im Produktionsprozess und damit verbundenen Kosten- sowie Wettbewerbsvorteilen, setzen immer mehr Unternehmen auf Technologien wie etwa Sensorik oder künstliche Intelligenz. Und oft fällt das Schlagwort ’Green Manufacturing’. Dabei schauen viele nur auf den unmittelbaren ökologischen und ökonomischen Nutzen. Was oft fehlt, ist die Berechnung der Gesamtbilanz dieser Digitalisierungsmaßnahmen und der Weitblick in Sachen Nachhaltigkeit.‣ weiterlesen

Auf dem Anwenderforum ’Einsatz mobiler Lösungen’ können sich Interessierte vom 8. bis zum 9. November über den Einsatz Technologien wie etwa KI und Augmented Reality in der Instandhaltung austauschen.‣ weiterlesen