Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Proprietäre Lösungen abgeschaltet

Ein sicherer Draht zu 90 Maschinen

Beitrag drucken

Fernwartung - Techniker am Wartungsterminal einer Maschine.

Bild: Komet Group GmbH

Rollout an allen Produktionsstandorten

Im Einführungprojekt wurden neben der IT und der Instandhaltung auch die Anforderungen der Meister und Schichtführer aus der Produktion einbezogen. Daraus entstand ein Lastenheft für die Beschaffung von Maschinen mit Vorgaben für die Lieferanten, was bei einem Remote-Zugang beachtet werden muss. In Schulungen und Workshops wurde schließlich der Umgang mit dem Fernwartungs-System trainiert. „Nach einer anfänglichen Skepsis lautete der Kommentar der Maschinenbediener dann meistens: „Das ist aber einfach“. Auch die Resonanz der Hersteller war überwiegend positiv“, fasst Heinze die Reaktionen zusammen. Für die Akzeptanz der Hersteller sind nach den Erfahrungen von Komet vor allem die einfache Bedienung, das Sicherheitsniveau und der geringe Konfigurationsaufwand entscheidend. „Nach den guten Erfahrungen mit der Lösung hat ein Hersteller das Konzept auch für seine eigenen Maschinen übernommen“, sagt Heinze. Ein wichtiges Element des Fernwartungskonzepts war die Möglichkeit, das System unverändert in alle Produktionsstandorten der Komet Group ausrollen zu können. Die Verteilung sollte von der deutschen Zentrale aus ohne aufwendige Vor-Ort-Anpassungen erfolgen. Dafür wurde ein automatisierter Installationsprozess erstellt. „Nachdem die standardisierten Fernwartungskomponenten im Standort aufgestellt waren, haben wir die Konfigurationsdatei erstellt und per sicherer VPN-Übertragung an den örtlichen IT-Mitarbeiter geschickt. Er hat die Datei auf einen USB-Stick übertragen und damit einen automatisierten Installationsprozess eingeleitet. Der Vorteil ist, dass der Mitarbeiter vor Ort keine Detailkenntnis über den Konfigurationsprozess benötigt“, so der IT-Systemmanager. Nach erfolgreicher Installation wird bei der ersten Wartungsverbindung über das zentrale Management automatisch überprüft, ob die Software und die Maschinendaten noch aktuell sind. „Durch das zentrale Management sind Aktualisierungen und die Integration weiterer Maschinen sehr gut administrierbar. Wir nutzen das Berechtigungs- und Autorisierungskonzept, um den internen Maschinenführern und Meistern sowie den externen Servicekräften nur Zugriff auf die Anlagen in ihrem Zuständigkeitsbereich zu geben. Das erleichtert das Handling und erhöht nochmals die Sicherheit“, ergänzt der IT-Systemmanager. Die Berechtigungen können nach Standorten, Abteilungen und Aufgaben differenziert vergeben werden. Lediglich die zentrale IT und Instandhaltung haben Zugriff auf alle Maschinen.

Fernwartung in Administration und Sicherheit nicht immer einfach

Bilder: Komet Group GmbH

Erfahrungen aus der Praxis

Um den Zugriff für eine Wartung einzuleiten, drückt der Maschinenbediener oder Schichtmeister auf einem Terminal an der Anlage den Startknopf der Fernwartungs-Applikation. Sobald der Service-Mitarbeiter des Herstellers die Applikation ebenfalls gestartet hat, erscheint die Meldung ‚Verbindung aufgebaut‘. Für den Zugriff auf ihre Maschine können die Hersteller spezifische Viewer oder beispielsweise eine S7-Steuerung einsetzen. Zur Dokumentation kann der Maschinenführer einen Videostream starten und den Wartungszugriff aufzeichnen. Der externe Servicemitarbeiter erhält dann den Hinweis ‚Achtung, Fernwartung wird aufgezeichnet‘. „Neben der Protokollierung des Zugriffs in einer normalen Log-Datei kann die Videoaufzeichnung aus Sicherheits- und Haftungsgründen manchmal sinnvoll sein“, schildert Heinze. Die Fernwartungslösung ist bei Komet inzwischen zwei Jahre im Einsatz. Für Stephan Rupp hat sich das Konzept aus Rendezvous-Server, VLANs und Berechtigungs- sowie Autorisierungskonzept bewährt: „Durch die sichere Fernwartung konnte die Verfügbarkeit der Maschinen verbessert und der Supportaufwand in der IT reduziert werden. Zudem ist die Produktion jetzt deutlich besser abgesichert und eine Network Access Control Appliance regelt den Netzwerkverkehr. Wird der Standort einer Maschine verändert, zieht auch das VLAN um. Will ein bisher unbekanntes Gerät darauf zugreifen, wird es automatisch in ein Quarantäne-VLAN verschoben und kann unter Umständen eingeschränkte Gastrechte zugeteilt bekommen.“ Auch die Erwartungen von Komet an den Support wurden erfüllt, sagt Heinze: „Die Lösung wird kontinuierlich weiterentwickelt und Genua ist dabei offen für unsere Anregungen. Wenn wir Unterstützung brauchen, erwarten wir eine schnelle Hilfe durch Produktspezialisten. Das klappt aus unserer Sicht wirklich gut.“

Weitere Pläne

Komet nutzt die Erfahrungen mit der Fernwartungslösung auch für die Erweiterung des eigenen Serviceangebots. So verwendet das Unternehmen die Fernwartungslösung für das Angebot einer Prozessüberwachung der eigenen Präzisionswerkzeuge. Darüber lässt sich beispielsweise der Werkzeugverschleiß kontrollieren, ein Werkzeugbruch oder fehlendes Werkzeug feststellen. Neben der Zustandsüberwachung ermöglicht dies auch Fertigungsoptimierungen, die Überwachung des Schwingungsverhaltens oder ein Energiemonitoring.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Aufbau einer kabelgebundenen Ortungsinfrastruktur auf großen Flächen wie Lagerhallen, Baustellen oder in der Prozessindustrie ist kostspielig und zeitaufwendig.‣ weiterlesen

KI-getriebene Convolutional Neuronal Networks in selbstfahrenden Autos sollen andere Verkehrsteilnehmer erkennen. Dabei gilt: Je selbstständiger das Auto, desto komplexer der Algorithmus und undurchschaubarer dessen Weg zur getroffenen Entscheidung. Ein Validierungs-Tool soll helfen, diesen besser zu verstehen.‣ weiterlesen

Erfolgreiche KI-Projekte kombinieren das Domänenwissen von Prozessbeteiligten mit der Expertise von Datenanalysten und IT-Spezialistinnen. Da nicht jedes Maschinenbauunternehmen über diese drei wichtigen Kompetenzfelder verfügt, sind Kooperationen wichtige Bestandteile von KI-Projekten.‣ weiterlesen

Extreme Networks hat die Verfügbarkeit des Wi-Fi 6E Access Point bekanntgegeben. Als Wireless-Plattform erweitert der Zugangspunkt den Einsatzbereich auf das 6GHz-Frequenzband. Das Gerät wurde für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Nutzerdichte entwickelt und zeichnet sich Anbieterangaben zufolge durch seine Perfomance, Funktionalität und Sicherheit aus.‣ weiterlesen

Die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie besitzt einen sehr kurzfristigen Charakter. Anwendungen zum Abbilden solcher Prozesse sind S/4Hana Supply Chain Management sowie S/4Hana-Automotive-Ersatzteilmanagement. Die wichtigen Zielgrößen für die Versorgungsqualität sind Lieferservicegrad und Time-to-Delivery.‣ weiterlesen

Im Cloud-Projekt Gaia-X entstehen Infrastruktur-Angebote, mit denen Hersteller digitale und vernetzte Produkte entwickeln können, ohne in Abhängigkeit zu Technologiekonzernen zu geraten. Die Strukturen dafür sind bereits etabliert. Jetzt ist es an den Produzenten, durch ihre Mitwirkung aus dem Projekt eine europäische Erfolgsgeschichte zu machen.‣ weiterlesen

Werma bietet ein neues Ruf- und Meldesystem zur Prozessoptimierung in Fertigung, Logistik und an manuellen Arbeitsplätzen an. Mit dem Andon WirelessSet lassen sich Probleme bei der Produktion per Knopfdruck melden, um die Behebung zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Alle Werte einer Lieferkette im Blick zu behalten, ist eine Mammutaufgabe - können diese doch schnell in die Millionen gehen. Behälter mit benötigten Materialien müssen nicht mal verschwinden, schon der falsche Lagerplatz im Werk kann die Produktion ausbremsen. Tracker können dafür sorgen, dass nichts Wichtiges aus dem Blick gerät.‣ weiterlesen

Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.‣ weiterlesen

Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250 Kunden im Alpenstaat.‣ weiterlesen

Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat vier zentrale Grundsätze herausgearbeitet, wie sich Innovation befördern lässt, insbesondere als ein Unternehmen im Open-Sorce-Softwaremarkt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige