Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

ERP-Einführung

Abläufe professionell stützen

Das Biotechnologieunternehmen Glycotope plante, seine Prozesse mit einer ERP-Einführung auf professionelle Beine zu stellen. Bis dahin verfügte der Mittelständler über keine durchgängige IT-Organisation. Fujitsu implementierte schließlich in vier Monaten eine komplette, auf Standards basierende Umgebung, mit der sich sämtliche betriebswirtschaftlichen Abläufe transparent abbilden und effizient steuern lassen.



Bild: Fujitsu Technology Solutions (FTS)

Glycotope ist ein junges Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von innovativen immunonkologischen Produkten zur erfolgreichen Behandlung unterschiedlicher Krebserkrankungen spezialisiert hat. Mithilfe der validierten Technologien ‚Glyconody‘ und ‚Glycoexpress`, lassen sich entsprechende Medikamente noch wirksamer und verträglicher gestalten sowie die jeweiligen Indikationen und Patientengruppen innerhalb einer Indikation erweitern. Als Experte für Zuckerstrukturen auf Eiweißmolekülen, zählt der Hersteller zu den größten konzernunabhängigen Biotechnologieunternehmen Deutschlands. Die im Jahre 2000, auf dem Campus Berlin-Buch gegründete Firma, beschäftigt heute mehr als 180 Mitarbeiter an den beiden Standorten in Berlin und Heidelberg. Abgedeckt wird das komplette Entwicklungsspektrum von der Forschung, Moleküloptimierung, Klon- und Prozessentwicklung, über die präklinische und klinische Produktentwicklung bis hin zur Produktion nach den Richtlinien der Good Manufacturing Practice (GMP).

Vor der Entscheidung, in ein ERP-System zu investieren, verfügte das Pharmaunternehmen über keine durchgängig organisierten IT-Strukturen und betrieb auch keine eigene IT-Abteilung. Sämtliche betriebswirtschaftlichen und produktionsrelevanten Prozesse wurden mit Excel und anderen Office-Lösungen abgebildet. Für buchhalterische Aufgaben stand ausschließlich die Steuer-Software Datev zur Verfügung. Die Einführung einer umfassenden SAP-Lösung sollte diese Lücke schließen und insbesondere kaufmännische Abläufe wie Logistik, Einkauf und Vertrieb professionell unterstützen. Hierfür suchte Glycotope im Sommer 2014 nach einem Implementierungspartner, der über Erfahrungen sowohl in der Pharmabranche als auch im SAP-Umfeld verfügt.

Validierte Systeme nach GMP

Dabei verfolgte der Mittelständler einen straffen Zeitplan: Noch vor Jahresende 2014 sollte die Lösung vollumfänglich in den Echtbetrieb gehen. Eine weitere Anforderung war es, sich sehr nah an standardisierten SAP-Prozessen zu bewegen. Ein spezielles Customizing war nicht erforderlich. Zudem mussten bei der Implementierung die strengen Anforderungen an die GMP in der Pharmabranche eingehalten werden. So waren insbesondere am Standort Heidelberg sämtliche Systeme hardware- wie softwareseitig zu validieren. Neben der Unterstützung der Einführung, sollte der IT-Partner auch danach umfängliche Services für den Betrieb und die Applikations-Betreuung anbieten. Das Pharmaunternehmen strebte eine langfristige Zusammenarbeit an, inklusive stabilem Hosting der Infrastruktur sowie Management sämtlicher Applikationen. Nach einer Ausschreibung und einem Benchmarking entschied sich das Pharmaunternehmen für Fujitsu. „Ausschlaggebend waren für uns insbesondere die langjährige SAP-Erfahrung, gepaart mit der hohen Branchenkompetenz in der Pharma- und Prozessindustrie“, sagt Henner Kollenberg, Chief Financial Officer bei Glycotope in Berlin und Geschäftsführer des Standortes Heidelberg. Auch verfügt Fujitsu mit ‚MYTDS.Process‘ über ein selbstentwickeltes, vorkonfiguriertes Template, das bereits alle wichtigen Branchen-Spezifikationen enthält und dadurch den Aufwand bei der ERP-Einführung reduziert.

Gesamtpaket geliefert

Nicht zuletzt verfügt Fujitsu über die Expertise, um Unterstützung sowohl bei der Implementierung als auch beim Hosting und Application Management in einem durchgängigen Gesamtpaket zu liefern. So begannen die Experten des IT-Anbieters Ende August 2014 mit der Implementierung der ERP-Landschaft. Diese besteht bei dem Pharmahersteller in erster Linie aus kaufmännischen Modulen wie Materialwirtschaft, Vertrieb, Qualitätsmanagement, Finanzwesen und Controlling. Dabei mussten beide Standorte, Berlin und Heidelberg, an das SAP-System angebunden, die Implementierung aber aufgrund unterschiedlicher Geschäftsprozesse getrennt voneinander abgewickelt werden.

Einführung in vier Monaten

Nach vier Monaten ging das ERP-System im Dezember 2014 in den Echtbetrieb. Der IT-Dienstleister hatte eine komplette, durchgängige SAP-Architektur für 50 User aufgebaut – am Produktionsstandort Heidelberg mit voll validierten Systemen. Dabei wurde der strikte Zeitplan präzise eingehalten. Insbesondere durch die parallele Durchführung von Implementierung und Schulungen sowie durch Verwendung des Branchen-Templates ‚MYTDS.Process‘ ließ sich massiv Zeit einsparen. Aufgrund bereits vorhandener Schnittstellen und branchenspezifischer Funktionen trug das Template dazu bei, den Aufwand für die Implementierung des ERP-Systems zu reduzieren und dabei die Prozesse entsprechend den Anforderungen zu standardisieren.

Schnell und effizient

Glycotope profitiert nun von automatisierten und dadurch weniger fehleranfälligen, schnelleren und hochgradig effizienten ERP-Prozessen. So hat das Biotechnologieunternehmen mit der Einführung sein gesamtes Finanz- und Rechnungswesen, einschließlich Controlling und Kostenträgerrechnung, neu aufgesetzt und auf professionelle Beine gestellt. „Fujitsu hatte die Prozesse auch unter hohem Zeitdruck immer unter Kontrolle. Zudem war die Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern hervorragend und von einem hohen Vertrauensverhältnis geprägt“, sagt Henner Kollenberg. Und besonders wichtig für den Pharmahersteller: Durch die Umstellung muss kein neues Personal eingestellt werden. „Wie vor der SAP-Einführung benötigen wir auch jetzt keine größere IT-Abteilung. Ganze drei Mitarbeiter managen bei uns die gesamte IT-Umgebung“, sagt Kollenberg.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der MES-Anbieter Industrie Informatik setzt auf Low-Code-Entwicklung und geht eine strategische Partnerschaft SIB Visions ein.‣ weiterlesen

Zwei oder drei Bildschirme sind heute auch an normalen Büro-Arbeitsplätzen Standard, in den Konstruktions- und Technik-Abteilungen erst recht. In der Praxis sind die Bildschirme aber oft nicht exakt bündig zueinander aufgestellt und ausgerichtet.‣ weiterlesen

Mit der Digitalisierungsplattform Moneo will IFM einen kompletten Werkzeugkasten für IIoT-Projekte ausliefern. Das Moneo-Starterkit basiert auf Software-Modulen, die nach dem Plug-and-Work-Prinzip funktionieren und sich dennoch an individuelle Bedürfnisse anpassen lassen sollen.‣ weiterlesen

ConSense hat Version 21 der Qualitätsmanagement-Anwendung IMS Enterprise auf den Markt gebracht. Neue Funktionen sollen dabei das länderübergreifende Management von Normen und Richtlinien vereinfachen.‣ weiterlesen

Bei seiner neusten Automatisierungsplattform ctrlX Automation will Bosch Rexroth besonders die Bedürfnisse der jungen Generation berücksichtigen. Offen, flexibel und vernetzt soll die Arbeit mit der Plattform laufen. Darin steckt ein System, das mit jüngeren Programmiersprachen zurechtkommt und die Automatisierung kartesischer Systeme deutlich beschleunigen soll.‣ weiterlesen

Während im Gastgewerbe und im Handel im Februar wieder mehr Menschen in Kurzarbeit waren, ist der Anteil in der Industrie erneut zurückgegangen. Insgesamt wird die Zahl der in Kurzarbeit Beschäftigten im Februar auf 2,8 Millionen Menschen geschätzt.‣ weiterlesen

Der Aufsichtsrat von D.velop hat den bisherigen Vorstand Mario Dönnebrink als neuen Vorstandsvorsitzenden bestätigt.‣ weiterlesen

Zum Jahresende 2020 hat MES-Hersteller Cosmino aus Nürnberg das Funktionsmodul PreventiveAction weiterentwickelt. Das Modul soll durch das Einplanen und Erfassen der Wartungs- oder Reinigungsaktivität im MES sicherstellen, dass diese tatsächlich und regelmäßig stattfinden.‣ weiterlesen

Auf der Suche nach einer Fernzugriffslösung stieß Hansa Klimasysteme auf das Ixon-Portfolio. Überzeugt durch dessen Bedienung, wurde das ursprünglich angedachte Remote-System als weitreichendes Monitoring- und Visualisierungs-Paket umgesetzt - zum Vorteil der Kunden.‣ weiterlesen

Im Januar haben die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer 10 Prozent weniger Aufträge verbucht als im Januar 2020. Allerdings herrschte im Vergleichszeitraum eine ungewöhnlich hohe Auftragslage.‣ weiterlesen

In einem neuen Reifenradmodell nehmen die SEF Smart Electronic Factory und die Technische Hochschule Mittelhessen unter anderem das Thema IT-Sicherheit in den Blick.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige