Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Enterprise Test Software

Durchblick in der Fertigung

Automobilzulieferer stehen hohen Qualitätsanforderungen gegenüber, das gilt auch für die aus dem Nokia-Konzern hervorgegangene Novero GmbH. Der Elektronikproduzent setzt zur Sicherung der Prüfabläufe auf ein Testmanagement-System, das alle Aspekte des Testens einschließlich der Verwaltung von Produktvarianten, Prüfprogrammen, Testdaten, der Überwachung und Steuerung von Teststationen sowie der Erstellung von Berichten umfasst.




Bild: novero

Der Telekommunikationskonzern Nokia hat im Juni 2008 seine in Bochum produzierende Automotive-Sparte nach einem Management-Buy-Out in das eigenständige Unternehmen Novero GmbH überführt. Seitdem hat sich der Zubehör-Fertiger auf Bluetooth-Freisprecheinrichtungen und Mobilfunkprodukte spezialisiert. Als global operierendes Unternehmen setzt Nokia eigene Software- und Datenbankapplikationen für die unterschiedlichen Unternehmensprozesse ein, die bei Novero kurzfristig durch neue Standardlösungen ersetzt werden mussten. Insbesondere wurde eine unternehmensweite Software zur Verwaltung der Testsysteme, Testprozesse und Testergebnisse benötigt.

Eine Integration sollte anhand einer ersten Produktfamilie erfolgen, bei der das Unternehmen von Beginn an in der Lage sein sollte, neue Produkte eigenständig anzulegen und in das Gesamtsystem einzupflegen. Die Herausforderung lag darin, eine speziell für Novero zugeschnittene Lösung zu realisieren, die die Bedürfnisse eines modernen, dynamischen Produktionsbetriebs bedient. Die Projektplanung sah vor, zunächst die Produktion eines Produkts und dessen Produktionslinie vollständig mit der neuen Testplattform zu betreiben. Anschließend sollte die sukzessive Migration weiterer Produktfamilien erfolgen. Die Migration sollte parallel zur laufenden Produktion erfolgen, ohne diese zu beeinträchtigen.

Bisher hatte sich die Kombination aus der Testmanagementsoftware ‚NI Teststand‘ und der Entwicklungsumgebung ‚CVI‘ des Anbieters National Instruments bewährt. Daher sollte die Lösungskombination auch zukünftig eingesetzt werden, für das vorhandene Produktionsdaten Management-System musste jedoch ein adäquater Ersatz gefunden werden. Hierbei war vor allem die nahtlose Integration des bestehenden Testsystems eine Grundvoraussetzung.

Standortübergreifende Lösung gesucht

Als Integrationspartner fiel die Wahl des Betriebs auf das Softwarehaus Noffz Computer Technology. Das Ingenieur-Unternehmen bietet als Partner des Softwarehauses Averna das Enterprise Test-System ‚Proligent‘ an. Das Programm bietet umfangreiche Konfigurations- und Verwaltungsfunktionen in den Bereichen Produkt- und Testdaten, Testautomation und der Kontrolle des Produktionsprozesses. Daneben unterstützt die Lösung auch das Erstellen von Produktionsberichten und weiteren Analysen. Dadurch eignet sich die Anwendung für den Einsatz durch Fertigungsplaner, Prüfsystementwickler, Qualitätsverantwortliche und Manager gleichermaßen. Die datenbankbasierte Gesamtapplikation ist skalierbar und kann daher bei wachsender Produktion auf neue Produktionsstandorte oder Lohnfertiger erweitert werden.

Prozessarchitektur und Projektverlauf

Zu Beginn des Projektes stand die sogenannte Testprozessarchitektur. In dieser Phase wurden in Zusammenarbeit mehrerer Abteilungen die Anforderungen an das neue System ermittelt. Unter Berücksichtigung der aktuell produzierten Produktfamilien wurden folgende Anforderungen betrachtet und dokumentiert:

  • Parameter, Struktur und Namenskonventionen der Produktvarianten und Prüfstationen

  • Testprozesse und besondere Routingregeln
  • Nummernkreise
  • Umgang mit defekten Prüflingen, sowie Festlegung von Defekt- und Reparaturtypen
  • Anforderungen und Software-Tools für die unterschiedlichen Phasen des Testprozesses
  • Work Order Management
  • Anbindung an das vorhandene ERP-System
  • Produktionsberichte und Echtzeitauswertungen
  • Benutzerrollen und Zugriffssrechte
  • Import von Daten aus dem alten System
  • Mit dem Systemprogramm ‚Engineering Tools‘ wurden anschließend Produkt- und Stationshierarchien angelegt und die zugehörigen Testspezifikation, Betriebsparameter und Testprozesse definiert. Die zentrale Einrichtung neuer Stationen, Produkte oder Produktvarianten unterstützt ein ‚Vererbungsprozess‘ innerhalb der Software, so können bestehende Daten aus einer beliebigen Ebene innerhalb einer Hierarchie übernommen werden.


    Das könnte Sie auch interessieren:

    Disruption und Digitalisierung stellen Unternehmen vor Herausforderungen. In einer Studie des Datenspezialisten Teradata sieht sich die Mehrheit der Befragten damit konfrontiert, aufgrund dieser Herausforderungen die eigene Strategie zu überdenken.

    ‣ weiterlesen

    Im Zuge des Wachstums der letzten Jahre wollte Stabilus das Zutrittsmanagement und die Zeitwirtschaft mit einem zukunftsfähigen System optimieren. Fündig wurde das Unternehmen bei Interflex Datensysteme. Zeitraubende Übertragungen von Buchungsdaten gehören nun ebenso der Vergangenheit an, wie die vielen Firmenschlüssel in den Hosentaschen der Mitarbeiter.‣ weiterlesen

    Nextlap hat die nach eigenen Angaben weltweit erste 4G/5G-Pick-by-Light-Applikation auf den Markt gebracht. Die Plug-and-Play-Lösung für Picker kommt ohne klassische Netzwerkinfrastruktur aus.‣ weiterlesen

    Im dritten Geschäftsquartal hat die Software AG bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Der Gesamtumsatz wuchs um 7 Prozent, der Gewinn um 15 Prozent.

    ‣ weiterlesen

    Beim generativen Design werden KI-Algorithmen zur treibenden Entscheidungskraft im Produktdesign. Anhand vorgegebener Parameter können sie eine Vielzahl an passenden Produktentwürfen berechnen. Dadurch ändert sich auch die Rolle von Produktdesignern und Ingenieuren. Ganz ohne sie geht es jedoch nicht.‣ weiterlesen

    Der Industrie-4.0-Index, den die Unternehmensberatung Staufen bereits zum sechsten Mal aufgelegt hat, ist auch in der 2019er Auflage erneut gestiegen. Demnach setzen mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen Industrie 4.0 operativ um. Der Sprung von der Einzellösung hin zum unternehmensübergreifenden Einsatz gelingt jedoch nur selten.‣ weiterlesen

    Kunden erwarten von einem guten Service schnelle und effektive Hilfe - am besten rund um die Uhr. Mit einem KI-gestützten Self-Service-Angebot kann man diesen Anforderungen Rechnung tragen und gleichzeitig die Mitarbeiter entlasten.‣ weiterlesen

    Die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik hat einen VDI-Statusreport veröffentlicht. In 'Agenten zur Realisierung von Industrie 4.0' geht es um das Konzept einer I4.0-Sprache, die zu höherer Flexibilität und mehr Effizienz in Wertschöpfungsketten führen soll. Der Ansatz ermöglicht einen interoperablen Austausch von Informationen und darauf aufbauend das flexible Aushandeln und Aktivieren von Aufgaben.‣ weiterlesen

    DataProphet will Anwendern mit einem neuen Software-Paket erlauben, auf Basis von künstlicher Intelligenz die Produktionsprozesse und die Produktqualität zu verbessern.‣ weiterlesen

    Bei allen Vorteilen, die Industrie-4.0-Technologien mit sich bringen, muss zunächst auch eine leistungsstarke digitale Infrastruktur vorhanden sein. Sie muss große Volumen an Sensordaten schnell, sicher und ortsunabhängig übertragen und auswerten können. Mit dem Rückgriff auf externe Partner erhalten Firmen eine solche Infrastruktur - und gleichzeitig Zugang zu einem erweiterten Ökosystem.‣ weiterlesen

    Im nordrhein-westfälischen Düren findet sich die vermutlich einzige professionelle Wurmzucht Deutschlands - und die wahrscheinlich am weitesten automatisierte weltweit. Die nötigen Anlagen dafür wurden vom Unternehmer selbst in bester Daniel-Düsentrieb-Manier entwickelt und gebaut - mit einem Fokus auf kostengünstige, aber zuverlässige Automatisierungstechnik.‣ weiterlesen

    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige