Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Enterprise-Suchmaschinen

Der Information auf der Spur

Um im wachsenden Datenbestand eines Unternehmens den Überblick zu bewahren, können Enterprise-Suchmaschinen gerade Konstrukteuren wertvolle Dienste leisten. Die Systeme dienen dazu, auch unstrukturierte Daten im gesamten Unternehmensnetzwerk zu sichten und zu filtern, um schnellen Zugriff auf aktuell benötigte Informationen zu erhalten.

Bild: Dassault Systèmes

Das weltweite Datenvolumen verdoppelt sich alle zwei Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die IDC-Studie ‚Digital Universe‘ aus dem Jahre 2011. Prognostiziert wurde für 2011 das Erreichen der 1,8-Zettabyte-Marke, das sind 1,8 Billionen Gigabyte, die im vergangenen Jahr neu erzeugt wurden oder durch Kopieren von Daten entstanden sind. Und noch eine Zahl verdeutlicht die rasant steigende Datenmenge: 90 Prozent des globalen Datenbestandes kam der Studie zufolge allein 2010 und 2011 zusammen.

Neben der Menge der anfallenden Informationen nimmt auch die Zahl der Datenquellen zu. So produzieren heute bereits soziale Netzwerke, Sensoren und mobile Endgeräte eine Vielzahl an Daten. Medienberichten zur Folge sorgt alleine Twitter pro Tag für mindestens acht Terabyte an Daten. Tendenz stark steigend. Schätzungen zur Folge könnte die 35 Zettabyte-Grenze bereits im Jahr 2020 erreicht werden. „Unternehmen müssen sich daher darauf einstellen, in naher Zukunft weit mehr Informationen zu verwalten, als sie es heute tun“, fordert etwa Irja Wichert, zuständig für den Bereich Information Intelligence bei Dassault Systèmes.

Vorhandene Informationen ausfinding machen

Mit steigendem Datenbestand wächst in Unternehmen auch die Zahl derjenigen, die darauf zugreifen müssen – und zwar in Echtzeit. Nach Medienberichten können Unternehmen, die ihre Entscheidungen auf verlässliche Daten stützen, Produktivitätssteigerungen von bis zu fünf Prozent erzielen. Einer Umfrage von Kelton Research zur Folge gaben 39 Prozent der befragten deutschen Vorstände und IT-Entscheider an, wegen fehlerhafter oder mangelnder Daten schon einmal eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. 42 Prozent der Probanden machten sich zudem Sorgen, die Datenmengen nicht mehr bewältigen zu können.

Eine der großen Herausforderung für Unternehmen wird es deshalb sein, ihre Daten ordnen und verwalten zu können. Um nicht dem ‚Datenmüll‘ unterzugehen sind Technologien erforderlich, welche ‚die Spreu vom Weizen trennen‘ und Mitarbeitern aus der Datenflut die passenden Informationen herausfiltern. Bereits heute werden durchschnittlich zehn Stunden pro Woche für die Informationssuche investiert. „Viel Zeit wird leider nach wie vor damit verschwendet, das Rad permanent neu zu erfinden“, sagt Wichert. Oftmals befänden sich die Informationen, die gesucht oder gerade neu verarbeitet werden, bereits irgendwo im Unternehmen – und zwar so, dass diese direkt verwendet werden könnten.

Herausforderungen durch verteilte Informationen

Auch Konstrukteure verwenden viel Zeit darauf, Informationen zu suchen. In seiner Promotionsschrift ‚Konzept zur Unterstützung der Informationssuche im Konstruktionsprozess‘ aus dem Jahre 2007 schreibt Sven Düsselmann: „Die Haupttätigkeiten des Konstrukteurs lassen sich abstrahiert am besten in die Suche nach und in die Erstellung von Informationen differenzieren.“ Abhängig von der Branche entfallen bis zu 70 Prozent der Arbeitszeit auf das Suchen nach Informationen. In der Regel werden dazu verschiedene Datenquellen und Ablagesysteme durchsucht: Product Lifecycle Management-Systeme (PLM), Datenablagen wie Sharepoint und Fileserver, fachspezifische Anwendungen, Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP) oder E-Mail-Archive. IDC geht zudem davon aus, dass etwa 80 Prozent der in Firmen anfallenden Informationen unstrukturierte Daten sind – also beispielsweise E-Mails, Präsentationen oder Videos.

Pfadfinder durch den digitalen Datendschungel

Unternehmens-Suchmaschinen wie die von Dassault Systèmes angebotene Lösung Exalead sollen dieser Problematik entgegen wirken. Um Informationen schnell zu finden, setzt der Anbieter auf eine Suchtechnologie, die sowohl interne als auch externe Quellen auf den Inhalt von mehr als 320 Dateitypen hin durchsuchen kann. Konnektoren zu Enterprise Software-Lösungen beziehen dabei maßgebliche Datei-Speicher mit ein, um eine Suche gleichzeitig im Web, in Unternehmensanwendungen und auf dem Desktop durchführen zu können.

Im Gegensatz zu Suchmaschinen wie Google bieten Enterprise Suchmaschinen Unternehmen die Möglichkeit, über Rechtevergaben Datenschutzbestimmungen einzuhalten. So erhält beispielsweise nur der Konstrukteur Suchergebnisse zu laufenden Patentanmeldungen, der von der Unternehmensleitung dafür autorisiert ist. Dabei muss der Mitarbeiter nicht zwingend auf das Frontend der Suchlösung zugreifen: „Die Mitarbeiter erhalten bei der Eingabe von bestimmten Begriffen wie Firmennamen oder Projektbezeichnungen in eine Word- oder Powerpoint-Datei sofort eine Auflistung von sämtlichen Informationen aller Art, die in Zusammenhang mit diesen Schlüsselbegriffen stehen“, sagt Wichert.

Zudem wird zu den Ergebnissen passender Kontext angezeigt, so dass die Suche nochmals verfeinert werden kann. Auch wenn Suchmaschinen die menschliche Fähigkeit zur Interpretation von Informationen nicht ersetzen können, entwicklen sie sich angesichts der zunehmenden Datenflut „zu einer notwendigen Voraussetzung, um die relevanten Daten überhaupt noch zu finden“, wie die Managerin erläutert.


Das könnte Sie auch interessieren:

In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass die Resilienz von IT-Lösungen ein grundlegender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens ist. Um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und gleichzeitig den Betrieb weiterhin erfolgreich aufrecht zu erhalten, waren ERP-Lösungen notwendig, die Flexibilität und Agilität erlauben. Unternehmen, die während der COVID-19-Pandemie noch veraltete Systeme im Einsatz hatten, sahen sich dadurch enormen Nachteilen ausgesetzt.‣ weiterlesen

Holo-Light hat einen Augmented Reality-Arbeitsplatz für Ingenieure, Konstrukteure und Industriedesigner entwickelt. Anwender aus verschiedenen Fachabteilungen können so in der gleichen AR-Umgebung kooperieren.‣ weiterlesen

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine KI-gestützte, mobile App entwickelt, die anhand des Geräusches, das beim Husten entsteht, Covid19 diagnostiziern kann. Das Team um Juan Brian Subirana hat die Analysesoftware dafür mit zehntausenden Husten-Geräuschen von gesunden und infizierten Probanden trainiert.‣ weiterlesen

Das Corona-Virus war 2020 das bestimmende Thema, auch für den Maschinenbau. Hartmut Rauen ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim VDMA und schildert, wie die Maschinenbauer durch die Krise kommen.‣ weiterlesen

Drei Tochterunternehmen der Friedhelm Loh Group sind jetzt eins: German Edge Cloud, Iotos und Innovo Cloud. Die Kompetenzen der im IIoT-, Cloud- und Edge-Computing-Markt etablierten Unternehmen werden jetzt in der German Edge Cloud (GEC) vereint.‣ weiterlesen

Stabiler Umsatz, neue Fabriken, Geschäftseinheiten und Produkte – Leuze navigiert offenbar erfolgreich durch die aktuelle Krise. Auf der Jahrespressekonferenz am 20. Januar legte Geschäftsführer Ulrich Balbach dann auch ambitionierte Pläne offen: Im Kern sind dies weiteres Wachstum und – zumindest in Deutschland – Klimaneutralität.‣ weiterlesen

Recalo aus Laatzen ist auf Dienstleistungen im Bereich Asset- und Ladungsträger-Management spezialisiert. Vor allem beim Pooling von Mehrwegladungsträgern richtet sich der Anbieter mit einem sehr individualisierbaren Angebot an Fertigungsunternehmen.‣ weiterlesen

Lieferkettenschwierigkeiten verursachen rund 20 Prozent der Kosten von Fertigungsunternehmen, errechnen Fachleute. Robotergestützte Prozessautomatisierung kann viele der Stolpersteine aus dem Weg räumen, die zu diesen Ausgaben führen. Denn sie machen keine Fehler, halten sich an Regeln und arbeiten pausenlos - im Büro, Lieferantenmanagement und bei der Prozessoptimierung.‣ weiterlesen

Stimmen die Artikeldaten? Sind die Stammdaten genau und rechtskonform? Diese Fragen entscheiden über die Qualität fundamentaler Datenquellen. Wenn sich Fehler in die Stammdaten eingeschlichen haben, wirken sie womöglich quer durch alle Datenbanken und Prozesse hindurch. Diese und weitere Stolpersteine fasst folgende Checkliste zusammen.‣ weiterlesen

Viele neue Produkte und Geschäftsmodelle erfahren heutzutage Geburtshilfe durch Simulation. Mit digitalen Zwillingen verschmelzen Grenzen zwischen simulierten und realen Produktwelten. Entwicklung und Fertigung lassen sich so deutlich effizienter organisieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige