Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Enterprise Resource Planning

Sonderfertigung mit System

Beim Hersteller von Laboreinrichtungen Wesemann sieht man sich stets dem Wunsch der Kunden nach Sonderlösungen gegenüber. Die Unternehmenssoftware Proalpha muss aufgrund des verwendeten modularen Baukastensystems der Produkte mit hoher Fertigungstiefe umgehen. Ergänzt wird die Lösung mit integrierten Modulen zur Personalzeit- und Betriebsdatenerfassung, einschließlich mobilem Einsatz.

Bild: Wesemann GmbH

Seit der Gründung im Jahr 1963 hat die Weseman GmbH das Ziel, dem Laborsektor langlebige, benutzerorientierte und variable Einrichtungskonzepte zur Verfügung zu stellen. Unter der Leitung von Frank und Robert Wesemann produziert das Familienunternehmen heute hochwertige, maßgeschneiderte Einrichtungen für Labore in ganz Europa. Bislang hat das Unternehmen über 38.000 Projekte umgesetzt. Zum Unternehmenserfolg trägt der Einsatz moderner Technologie im Bereich der Fertigungsmaschinen ebenso bei wie das Enterprise Resource Planning-System (ERP) Proalpha.

Hohe Fertigungstiefe

Um den Anforderungen der Branche gerecht zu werden, mussten verschiedene Prozesse im ERP-System angepasst werden: Kunden des Unternehmens definieren die Produkte durch technische Beschreibungen im Leistungsverzeichnis. Dies bildet zugleich die Grundlage der kaufmännischen Abwicklung. Hinzu kommt die Notwendigkeit, Sonderlösungen zu entwickeln. Die Fertigung an sich erfolgt zum Teil in projektspezifischen Kleinserien beziehungsweise Einzelteilen. Das System muss außerdem mit hoher Fertigungstiefe aufgrund des verwendeten modularen Baukastensystems der Produkte umgehen. Zugleich muss sich die Fertigstellung des Produkts beim Abnehmer im Sinn einer ‚verlängerte Werkbank‘ ebenso abbilden lassen, wie generell ausgelagerte Prozesse. Die von der Branche und den Kunden geforderte Flexibilität bei der Abwicklung der Projekte wird auch von den Lieferanten der Firma gefordert. Insbesondere das Systemhaus ISM ist hierbei ein verlässlicher Software-Partner. Ein wesentlicher Punkt zur Entscheidung für diesen Partner war das dort entwickelte, voll integrierte Personalzeiterfassungs- (PZE-) und Betriebsdatenerfassungs-System (BDE). Das bis dato vorhandene PZE/BDE-System konnte abgelöst werden, wodurch Schnittstellen und Software-Pflegeaufwand deutlich reduziert wurden.

Funktionen der Systeme

  • Aufgrund der Besonderheiten bei der Fertigung von Laboreinrichtungen (Werker arbeiten oftmals über mehrere Tage am selben Produktionsauftrag beziehungsweise derselben Aktivität) werden in der BDE begonnene Aktivitäten beim Gehen durch die PZE automatisch unterbrochen und beim nächsten Kommen automatisch wieder fortgesetzt. Hierdurch wird unnötiger Buchungsaufwand vermieden.
  • Die Lösung ermöglicht die automatische Unterbrechung und Fortsetzung von Aktivitäten für bestimmte Arten von Unterbrechungen, wie zum Beispiel Raucherpausen.
  • Transportaufträge ermöglichen die gemeinsamen Umlagerung von Wareneingängen verschiedener Lieferanten in ein Ziellager. Hierbei werden Wareneingangspositionen per Scanner auf einem Transportauftrag zusammengefasst, wobei der Transportauftrag das Material begleitet und im Ziellager verbucht wird. Dieses führt zur automatischen Umlagerung der Positionen. Alle nicht verbuchten Transportaufträge können vom Staplerfahrer eingesehen werden, damit diese nahtlos in den innerbetrieblichen Warenfluss eingebunden werden können.

Gut gerüstet

Seit 2012 begleitet ISM als Systemhaus und Partner den Hersteller von Laboreinrichtungen. Der hatte aufgrund von wachsenden Anforderungen an die IT-Landschaft seinerzeit bestehende Gegebenheiten auf den Prüfstand gestellt und sieht sich nunmehr mit der integrierten Lösung von ERP, BDE/PZE, der mobilen Scannerlösung sowie durch die individuellen Anpassungen für die zukünftige Entwicklung gut gerüstet.


Das könnte Sie auch interessieren:

Industrielle Trends wie IIoT und Digitalisierung setzen immense Datenströme voraus. Doch im Gegensatz zur IT-Security für Büros müssen Fabrikbetreiber auf wesentlich mehr Stolpersteine achten, damit ihre Anlagen nicht schon einfachen Angriffen zum Opfer fallen.‣ weiterlesen

Ab und zu fehlte ein Schlüssel im Kloster der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung von Schwäbisch Gmünd. Beim letzten Mal gab das den Impuls, anstatt neue mechanische Zylinder in die rund 220 Türen des Komplexes einzubauen, die alte Technik durch das Bluesmart-System von Winkhaus zu ersetzen.‣ weiterlesen

Mit 100,5 Punkten hält sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer im November stabil und liegt weiter im leicht über der neutralen Marke. Auf europäischer Ebene sank der Frühindikator allerdings erneut.‣ weiterlesen

In einer neuen Expertise des Forschungsbeirats Industrie 4.0 untersuchen das FIR an der RWTH Aachen und das Industrie 4.0 Maturity Center den Status-quo und die aktuellen Herausforderungen der deutschen Industrie bei der Nutzung und wirtschaftlichen Verwertung von industriellen Daten und geben Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Verbände, Politik und Wissenschaft.‣ weiterlesen

Im Forschungsprojekt FabOS soll eine KI-Bin-Picking-Anwendung entstehen, die ein verbessertes Erkennen, Greifen und definiertes Ablegen von Blechteilen in der Produktion ermöglicht.‣ weiterlesen

Die Digitalisierung des Qualitätsmanagements stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Daher haben das Fraunhofer IPT und die FH Südwestfalen im Forschungsvorhaben 'Qbility - Quality 4.0 Capability Determination Model' ein datengetriebenes Reifegradmodell entwickelt, das die Anforderungen eines digitalisierten Qualitätsmanagements bei KMU adressiert.‣ weiterlesen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt sicherheitsrelevante Patches und Updates so schnell wie möglich, unter Abwägung des jeweiligen Risikos, einzuspielen, auch wenn im professionellen und insbesondere industriellen Umfeld automatisierte Software-Updates mit unerwünschten Einschränkungen der Funktionalität - etwa durch einen Neustart des Systems - verbunden sein können.‣ weiterlesen