Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Energiedaten-Erfassung in der ­Werkhalle

Integrationskonzept für effizientes Energie-Controlling

65 Prozent der Energiekosten einer Anlage fallen während des Betriebes an. Daher lohnt sich die kontinuierliche Überwachung des entsprechenden Ressourcenbedarfs, um Verbrauchskosten im Blick zu behalten und Ansätze für Einsparmöglichkeiten zu erschließen. Neben dem Erfassen des Energieverbrauch spielt dabei vor allem die Quantifizierung von Druckluft- und Wasserumsatz eine zentrale Rolle.

Bild: Phoenix Contact

Unternehmen der verarbeitenden Industrie sind zu einem möglichst effizienten Einsatz der Produktions-Ressource Energie gezwungen: Statistiken zeigen, dass sich der Durchschnittspreis pro Kilowatt-Stunde (kWh) im Industriebereich in Deutschland seit 2005 mehr als verdoppelt hat. Das wirkt sich negativ auf die Ertragssituation des produzierenden Gewerbes aus. Einen weiteren Aspekt stellt die gesellschaftliche Verantwortung dar, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Untersuchungen wie die des Fraunhofer Instituts ISI verdeutlichen, dass 20 bis 40 Prozent des Energieverbrauchs in der Industrie zu wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen eingespart werden könnte.

Exemplarisch durchgeführten ‚Total Cost of Ownership‘-Analysen (TCO) zufolge fallen 65 Prozent der Energiekosten im Lebenszyklus einer Maschine oder Anlage während des Betriebs an. Der kontinuierlichen Überwachung ihres Ressourcen-Bedarfs kommt daher eine wichtige Bedeutung zu. Dabei spielt die Planung und Installation von Messstellen zur Verbrauchsermittlung eine wichtige Rolle, um den Produktionsprozess energetisch zu bilanzieren und zu optimieren. Allerdings wird eine solche Verbrauchserfassung in vielen Unternehmen nur unzureichend vorgenommen. Als Folge fehlen häufig Informationen, um Kennziffern zu ermitteln und Investitionsmaßnahmen zur energetischen Verbesserung der Prozesstechnik und Betriebsführung umsetzen zu können.

Konzept zur Erfassung von Ressourcen-Daten am Einspeisepunkt der Maschine: Die zentrale Datenhaltung in einer SQL-Datenbank sowie der Einsatz von OPC-Schnittstellen gestattet übergeordneten IT-Systemen den Zugriff auf Messwerte, etwa für Analysen und Visualisierung. Bild: Phoenix Contact

Standardisierter Ablauf zur Verbrauchsdaten-Erfassung

Die effiziente Aufnahme der Energiedaten lässt sich auf Basis eines standardisierten Konzepts durchführen, das aus folgenden Kernelementen besteht:

  • Erfassung der elektrischen Größen – mindestens Spannung, Strom, Wirkleistung und elektrische Arbeit
  • Ermittlung des Bedarfs an benötigten Prozessmedien, darunter Druckluft-, Kühl- oder Prozesswasserverbrauch
  • Aufbereitung der Messwerte und Berechnung von zugehörigen Kennzahlen
  • Erfassung der Betriebsarten von Maschinen oder Anlagen – also Startpunkt und Dauer der Produktions-, Pausen- und Stillstandszeiten
  • Darstellung der aufbereiteten Daten für das Bedienpersonal auf der Visualisierung vor Ort
  • Bereitstellung der Informationen über standardisierte Schnittstellen in einer Datenbank für ein zentrales Energie-Monitoring


Das könnte Sie auch interessieren:

Im Anlagenbau ist das Zusammenspiel von Engineering und Fertigung alles andere als trivial. Es gilt, fertigungsrelevante Daten projektbezogen in die jeweiligen Prozesse an Maschinen zu übermitteln, oft mit erheblichem Aufwand und manchen Schnittstellenhürden. Helfen kann das RiPanel Processing Center von Rittal, ein neues Jobmanagement-Tool zur zentralen Arbeitsvorbereitung.‣ weiterlesen

Im Forschungsprojekt ’Fluently’ wollen die Beteiligten das Teamwork von Mensch und Maschine optimieren. So sollen zwischen beiden echte soziale Interaktionen ermöglicht werden.‣ weiterlesen

Selbst gut ausgeprägte ERP-Systemlandschaften weisen meist Lücken auf, in denen Prozesse ohne digitales Abbild ablaufen. Individuell erstellte mobile Anwendungen können solche Lücken schließen - und so manch andere Schwachstelle in der ERP-Landschaft ausbügeln.‣ weiterlesen

Waren Cloudkosten verschwendet oder sinnvoll? Wer Ausgaben keinen Verursachern zuordnet, kann dies kaum hinlänglich beantworten. Erst die interne Verrechnung legt die Ursachen für die Ausgaben offen - und somit das Potenzial für Optimierungen.‣ weiterlesen

Zum Jahresende verzeichnet der Maschinen- und Anlagenbau einen rückläufigen Auftragseingang. Preisbereinigt vermeldet der VDMA ein Minus von 4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. Im vierten Quartal gingen die Aufträge um 16 Prozent zurück.‣ weiterlesen

Zehn Unternehmen beteiligen sich am Joint Venture Cofinity-X. Die Partner wollen damit die Umsetzung von Datenökosystems Catena-X weiter vorantreiben.‣ weiterlesen

Mit einem Plus von 1,9 Punkten verzeichnet das Geschäftsklima der Digitalbranche im Januar einen erneuten Anstieg und liegt nun bei 18,5 Punkten. Erstmals seit Sommer 2022 liegen zudem die Geschäftserwartungen im positiven Bereich.‣ weiterlesen

Ob zur Remote-Unterstützung der Mitarbeiter vor Ort, zur Schulung und technischen Einweisung neuen Personals oder bei der Umplanung von Produktionsstraßen - fotorealistische digitale Zwillinge können Unternehmen vielfältig unterstützen.‣ weiterlesen

Viele ERP-Lösungen wurden einst von Spezialisten entwickelt und danach nur noch angepasst, erweitert und mit Updates versorgt. Doch steigende Digitalisierungsanforderungen, schnellere Produkteinführungen sowie der Fachkräftemangel schrauben die Anforderungen in die Höhe. Könnte Low-Code-Softwareentwicklung die Lösung sein?‣ weiterlesen

Mit einem Anstieg von 1,6 Punkten im Januar liegt das IAB-Arbeitsmarktbarometer bei 102,9 Punkten und damit über der neutralen Marke von 100. Für die Arbeitsmarktforscher deutet dies auf positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt hin.‣ weiterlesen