Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

EMSR-Planung und Leittechnik dokumentieren

Automatisierungstechnik für eine Chlorsilan-Anlage

Hochreines, polykristallines Solarsilizium (PCS) ist in der Photovoltaik-Industrie ein begehrter Rohstoff zur Herstellung von Solarzellen. Eine entscheidende Vorstufe in dessen Herstellung ist das Erzeugen von Chlorsilanen. Evonik hat im italienischen Sinich eine Chlorsilan-Anlage errichtet, die vor Kurzem in Betrieb genommen wurde.

Die passende Mess- und Regeltechnik sorgt dafür, dass die Chlorsilan-Anlage in Sinich, Italien, zuverlässig, sicher und effektiv arbeitet. Für Projektierung, Betrieb und Modernisierungen spielt dabei neben Ingenierwissen die zuverlässige Dokumentation der Komponenten eine zentrale Rolle, um stets Zugriff auf ein zuverlässiges Abbild von Prozessen und Technik zu haben. Bild: Evonik

Keine Anlage arbeitet zuverlässig, sicher und effektiv ohne die entsprechende Mess- und Regeltechnik. Das gilt auch für die Chlorsilan-Anlage in Sinich. Daher beauftragte der Betreiber Evonik den auf Prozessautomatisierung spezialisierten Dienstleister Rösberg Engineering GmbH mit der Planung von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR), Elektro-Installationen sowie der Konzeption und Umsetzung von Hard- und Software für das benötigte Prozessleitsystem. Das Team aus der Niederlassung in Ludwigshafen war für dieses Projekt verantwortlich.

Der Ingenieur-Betrieb arbeitet schon seit Jahrzehnten als Dienstleister eng mit Evonik und besonders mit dessen Engineering-Bereich zusammen und übernimmt auch die komplette Automatisierungsplanung sowie einen Großteil der Elektro-Planungsleistungen für Großprojekte. Als Planungsgrundlage lieferte der Anlagenbetreiber Aufstellungspläne, Verfahrensfließbilder, Rohrleitungs- und Instrumentenfließbilder sowie Messstellenlisten. Ebenfalls wurden die Verfahrensdaten in das Prozessleittechnik-CAE-System Prodok importiert.

Das Team aus Ludwigshafen führte auf diesen Grundlagen die Spezifikation und Auswahl von Messverfahren samt Geräten durch. Dabei muss für jedes Medium und Verfahren die geeignete Technik eingesetzt werden. „Wir überprüfen die Vorgaben des Kunden und stimmen uns mit ihm ab“, erklärt Dipl.-Ing. Werner Kook, Leiter der Niederlassung Ludwigshafen bei Rösberg, „Als Automatisierungsdienstleister können wir uns in chemische und verfahrenstechnische Prozesse eindenken und dann entsprechende Lösungen entwickeln. Wir müssen erkennen können, wenn es in den gemachten Vorgaben Ungereimtheiten gibt. Natürlich stehen wir unseren Auftraggebern auch beratend zur Seite.“

Virtueller Test am 3D-Modell

Eine Anlage mit fast 2.000 Messstellen erfordert eine gründliche Planung. Dazu gehörte das Erstellen eines Messstellenverzeichnisses, das Spezifizieren von Sensorik und Aktorik – teilweise nach Namur-Empfehlung NE100 – einschließlich der entsprechenden Auslegungsberechnungen sowie technische Angebotsvergleiche. In einem 3D-Modell-Check wurde dann nochmals geprüft, ob die ausgewählten Mess- und Regelgeräte richtig in den Rohrleitungen und Behältern eingeplant wurden und ob sie im Kontext der Anlage alle Anforderungen erfüllten. Detail- und Montageplanung waren ebenfalls Teil der MSR-Planung. Dazu zählte die Erstellung der Montageanordnungen sowie der Einbauzeichnungen. Für die Trassenplanung, die Erstellung der Kabellisten und des Leistungsverzeichnisses für Montagearbeiten trug der Dienstleister ebenfalls die Verantwortung.


Das könnte Sie auch interessieren:

Lange organisierte Imes-Icore die Service-Prozesse mit Exceltabellen und selbstentwickelten Tools. Mit dem Unternehmenswachstum stieß dieser Ansatz an seine Grenze. Heute unterstützt ein Ticketsystem, die steigende Nachfrage nach Support zu bedienen.‣ weiterlesen

Wenn sich Kunden zum Kauf entscheiden, soll der Auftrag ohne Verzögerung und Rückfragen ausgelöst werden. Speziell für komplexe und variantenreiche Produkte setzt dies meist durchgängig digitale und automatisierte Angebots- und Auftragsprozesse voraus. Dabei gilt: Was per CPQ verkauft wird, muss ERP-seitig auch effizient produziert, geliefert und kaufmännisch abgewickelt werden. Ohne dieses Zusammenspiel geht es nicht.‣ weiterlesen

Digitale Werkzeuge für das Field Service Management helfen, den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden. Virtueller und interaktiver Support mit etwa Augmented Reality-Technik könnte bald in vielen Firmen für noch bessere Ergebnisse sorgen. Zumal Service-Organisationen im Krisenjahr 2020 dazu gezwungen waren, etwaige Berührungsängste mit Technologie abzulegen.‣ weiterlesen

Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verzeichnen im Gegensatz zu globalen Konkurrenz niedrigere Margen und schwächere Wachstumsraten, so eine Bain-Analyse. Dieser Rückstand sei jedoch aufholbar.‣ weiterlesen

Nach dem globalen Umsatzeinbruch um voraussichtlich 7 Prozent in diesem Jahr, wird für 2021 im Maschinenbau ein Umsatzwachstum von 6 Prozent prognostiziert.‣ weiterlesen

Mit dem Ziel, seine Präsenz in der DACH-Region weiter auszubauen hat das US-Unternehmen Aptean die Modula GmbH übernommen.‣ weiterlesen

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November um 0,4 Punkte auf 100,5 Punkte gestiegen. Damit verbleibt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im leicht positiven Bereich.‣ weiterlesen

Die nun veröffentlichte Normungsroadmap KI von DIN DKE sowie dem BMWi soll Handlungsempfehlungen für Standardisierung von künstliche Intelligenz geben. Die Roadmap ist online abrufbar.‣ weiterlesen

Produktkonfiguration ist für das österreichische Unternehmen Robotunits schon lange ein Thema. Als die selbstentwickelte Lösung für diese Aufgabe an ihre Grenze stieß, wurde die Configure Price Quote-Software von Acatec eingeführt. Das System sollte die Firma auf dem Weg zu ihrem ehrgeizigen Ziel unterstützen: Doppelter Umsatz in fünf Jahren.‣ weiterlesen

Unter der Leitung des Lehrstuhls Werkzeugmaschinen und Steuerungen an der TU Kaiserslautern (WSKL) startet das Projekt „5G – Einsatz in der Industrie“. Durch die Beteiligung der Lehrstühle Augmented Vision, Funkkommunikation und Navigation sowie der Technologie-Initiative SmartFactory-KL soll ein leistungsfähiges Netzwerk entstehen.‣ weiterlesen

Anlässlich des Digital-Gipfels der Bundesregierung präsentiert die Plattform Industrie 4.0 Anwendungen für eine nachhaltige Industrie 4.0. Anhand von Analysen haben die Plattform-Spezialisten dabei drei mögliche Entwicklungspfade identifiziert.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige