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Emissionskontrolle im Produktlebenszyklus

Von Beginn an nachhaltig

Nachhaltigkeit ist zunehmend in der unternehmerischen Verantwortung vieler Fertigunsbetriebe verankert. Hauptgrund dafür ist neben Umweltschutz-Aspekten die Tatsache, dass dieser Faktor für viele Kunden von Industriebetrieben immer wichtiger wird. Mit Hilfe entsprechender IT-Lösungen beginnt dieser Prozess bereits bei der Planung und Konstruktion eines Produktes.

Bild: Solidworks

Unternehmen geben Kunden und Abnehmern gegenüber nicht mehr nur Auskunft über ihre Philosophie, Geschichte oder Management, sondern zunehmend auch über ihren umweltbewussten Umgang mit Ressourcen und ihre Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen. Denn neben den eigenen Zielsetzungen sieht sich die produzierende Industrie vermehrt regulatorischen Zwängen gegenüber, wie etwa der vom Europäischen Parlament herausgegebene Ökodesign-Richtlinie. Diese schrieb erstmals die Anforderungen an ökologisches Design in einer Umweltvorschrift fest. Mit der Initiative ‚Ressourcenschonendes Europa‘ setzt die EU-Kommission diesen Weg fort. Herstellende Unternehmen sind daher gut beraten, eine effizientere Ressourcennutzung frühzeitig in ihre Entwicklungs-, Produktions- und Logistikprozesse einzubinden.

Nachhaltigkeit als ­Aufgabe der Konstruktion

Über staatliche Vorgaben hinaus wächst auch der Druck von Kunden und Verbrauchern auf die Hersteller, ökologischere Produkte auf den Markt zu bringen. So benennen im Rahmen der ‚2011 Gibbs & Soell Sense & Sustainability Study‘ bereits rund 44 Prozent der befragten Unternehmen den Faktor ‚Kundennachfrage‘ als obersten Nachhaltigkeitsantrieb. Dem gegenüber halten jedoch zwei von fünf Führungskräften Schwierigkeiten bei der Evaluierung von Nachhaltigkeit über den gesamten Produktlebenszyklus noch immer für eine Barriere hin zu einem konsequent ‚grünen Weg‘.

Dreh- und Angelpunkt dafür ist vielfach bereits eine nachhaltige Planung und Konstruktion, die als systematischer Ansatz für den Entstehungsprozess gesehen werden kann. Ziel ist es, die Umweltbelastungen eines Produktes über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu reduzieren. Gleich zu Produktbeginn können Hersteller den größten Einfluss auf jede nachfolgende Phase des Lebenszyklus nehmen und ökologische Innovationen voranbringen. Eine umweltverträgliche Produktgestaltung erfordert sowohl quantitative als auch qualitative Bewertungsmaßstäbe, sowie unterstützende Instrumente. Hierzu gehört auch Software, die auf der methodischen Grundlage der Ökobilanzierung basiert.

Ökobilanz entlang des Produktlebenszyklus

Um die Ökobilanz eines Produktes über dessen gesamte Lebensdauer zu ermitteln, können Unternehmen spezielle Nachhaltigkeitslösungen wie etwa Solidworks Sustainability unterstützend einsetzen. Derartige IT-Lösungen ermöglichen beispielsweise eine Betrachtung vom Rohstoffabbau über die Fertigung bis hin zur Nutzung und Entsorgung, basierend auf vier Faktoren: der CO2-Bilanz, den Auswirkungen auf Luft und Wasser sowie dem Energieverbrauch. Idealerweise sollten Nachhaltigkeitslösungen nahtlos in die bestehende IT-Infrastruktur integrierbar sein, ihre Berechnungen im Hintergrund ablaufen und keine manuellen Datenübertragungen erfordern.

Bei der Sustainability-Lösung von Solidworks werden die für die Berechnung erforderlichen Daten beispielsweise von PE International über die Datenbank der Gabi-Software bereitgestellt. Konstrukteure erhalten damit ein praktikables Werkzeug, um den Lebenszyklus sowohl von Teilen als auch von gesamten Baugruppen zu bewerten, alle integrierten Teile nach ihrer Umweltbelastung aufzuschlüsseln und bestimmte Teile hinsichtlich ihres Umwelteinflusses zu modifizieren. Anwender können zudem mehrere Konstruktionsvarianten miteinander vergleichen und so den bestmöglichen Materialmix ermitteln. Dabei lassen sich neben einzelnen Teilen auch verschiedene Konfigurationen miteinander vergleichen.


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