Beitrag drucken

Dynamic Production Reporting

Höhere Wertschöpfung in der Produktion

Die Effizienz in der Produktion zu steigern, den Ressourcenverbrauch zu senken, mit weniger mehr zu produzieren – das sind zentrale Zielsetzungen, mit denen sich Industrieunternehmen befassen müssen. Eine intelligente Datenanalyse kann dazu die Informationsbasis liefern, um Prozesse zu optimieren, Produktqualität zu steigern und Kosten zu senken. Um dabei Medienbrüche zwischen Produktion und Management zu vermeiden, bietet sich der direkte Blick auf Analysen im Leitsystem an.

Bild: Copa-Data

Information ist die Grundlage dafür, dass Unternehmen in Industrie und Fertigung zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen treffen können. Um Optimierungspotenziale aufdecken und die Schlüsselkennzahlen der Produktion und des Qualitätsmanagements nutzen zu können, müssen Unternehmen vorhandene Daten in nutzbringende Informationen verwandeln. Produktionsverantwortliche sowie IT-Leiter stehen dabei vor der Herausforderung, Daten von Komponenten, Maschinen, Anlagen sowie Produktionsprozessen zu sammeln und auszuwerten, um ein unternehmensweites, übergreifendes Informationsmanagement im gesamten Unternehmen sicherstellen zu können. „Wir sehen den Trend, dass unsere Kunden – Unternehmen aus dem Bereich der Getränke- und Lebensmittelabfüllung – sich zu immer größeren und international agierenden Konzernen entwickeln. Als Global Player stehen sie in hartem Wettbewerb, müssen einzelne Standorte und deren Effektivität vergleichen. Hier besteht die Erwartungshaltung, dass Kennzahlen und Analysen schnell und aussagekräftig zur Verfügung stehen, damit diese Unternehmen gezielt agieren können“, erklärt Peter Holzkämper, Teamleader HMI & Legal der Abteilung Global Technology bei der SIG Combibloc Systems GmbH.

Informationsdefizite im Betrieb beseitigen

Brüche in der Informationsbereitstellung zwischen der Produktion und der Management-Ebene im Unternehmen sowie mangelnde, übergreifende Datenanalysen gehören heute jedoch immer noch zur Realität vieler Industriebetriebe. Mit einem adäquaten Analyse- und Reporting-Werkzeug, das diekt in die Leittechnik integriert ist, können Unternehmen diese Lücke schließen und die Grundlage für eine Supply-Chain-Infrastruktur schaffen, die einen durchgängigen Informationsfluss vom Auftragseingang bis zur Auslieferung der Produkte ermöglicht. „Als produzierendes Unternehmen benötigen wir eine Business-Intelligence-Lösung, um schnell und effizient die Kennzahlen aus der Produktion der Controlling-Abteilung, der Werksleitung und der Unternehmensführung zur Verfügung zu stellen“, schildert Herbert Schrobenhauser, Verantwortlicher für die Steuerungs- und Prozessleittechnik bei der Adelholzener Alpenquellen GmbH, die Anforderungen seines Unternehmens.

Ein Business-Intelligence-Tool muss deshalb diese Daten in Echtzeit und aus den unterschiedlichsten Quellen sammeln und aufbereiten können – unabhängig von der ursprünglichen Informationsquelle. Darüber hinaus müssen die Daten der getrennt voneinander arbeitenden Anwendungen, Maschinen und Komponenten zu einem System zusammengeführt werden. Erst ein bidirektionaler Datenaustausch ermöglicht es, die gewünschten Informationen zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Reihenfolge und an der richtigen Stelle zur Verfügung zu stellen. Schrobenhauser bekräftigt: „Heute ist es wichtiger denn je, dass alle Daten in marktgängigen Datenbanken zur Verfügung stehen, die auf Standards basieren, offene Schnittstellen bieten und verlässlich gesichert beziehungsweise archiviert werden. Damit ist gewährleistet, dass diese Informationen nicht nur Produktionsverantwortlichen, Maschinenbedienern und Instandhaltern zur Verfügung stehen, sondern auch IT-Verantwortlichen, Finanzmanagern und der Unternehmensleitung.“

Höhere Wertschöpfung in der Produktion
Bild: Copa-Data



Das könnte Sie auch interessieren:

Auf der IT-Sicherheitsmesse IT-SA hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik seinen aktualisierten IT-Grundschutz vorgestellt. In der Veröffentlichung findet sich eine Methode, um anhand verschiedener Module die IT-Sicherheit gezielt zu erhöhen. Viele Erneuerung zielen darauf ab, gerade kleine und mittlere Unternehmen bei der Aufgabe IT-Sicherheit zu unterstützen.‣ weiterlesen

KrackAttacks: BSI warnt vor WLAN-Nutzung

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat kürzlich davor gewarnt, sensible Daten über WLAN-Verbindungen zu übertragen. Grund seien Schwachstellen im Sicherheitsstandard WPA2. Beim Antiviren-Softwarehersteller F-Secure heißt es, das noch keine Angriffstools bekannt sind, die die Schwachstelle ausnutzen. Jetzt sind Hardware- und Softwarehersteller gefragt, schnell Updates anzubieten, die den Fehler beheben.‣ weiterlesen

Produktionsbarometer August 2017

Die deutschen Produzenten haben im Monat August 2,6 Prozent mehr Güter hergestellt als im Vormonat. Das teilte das statistische Bundesamt mit.
‣ weiterlesen

Adel B. Al-Saleh wird Telekom-Vorstand und CEO von T-Systems

Adel B. Al-Saleh wird zum 1. Januar 2018 neues Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und CEO der T-Systems International GmbH. Al-Saleh folgt auf Reinhard Clemens, der die Deutsche Telekom zum Jahresende verlässt.
‣ weiterlesen

Datenschutzgrundverordnung Mehrheit ignoriert Anforderungen

Aktuell haben erst 13 Prozent erste Maßnahmen angefangen oder umgesetzt. Nur eine Minderheit glaubt, die EU-Verordnung fristgerecht umzusetzen. Größte Hürden sind unklarer Umsetzungsaufwand und Rechtsunsicherheit.‣ weiterlesen

Holografische Produktentwicklung bei Ford

Ford erweitert seine Tests mit der Microsoft Hololens-Technologie beim Fahrzeugdesign. Die drahtlosen Headsets können Entwicklern Hologramme von Teilen so anzeigen, als ob sie bereits in ein physisches Fahrzeug integriert seien. Der Fahrzeughersteller verspricht sich davon, die Entwicklungsprozesse zu beschleunigen.
‣ weiterlesen