Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Die Trends des Wandels in der industriellen Fertigung

Die Zeiten stehen auf Veränderung: Geht es um Innovation und Geschäftschancen, gibt es für industrielle Fertigungsbetriebe einige entscheidende Trends. Das IT-Beratungshaus Cognizant nennt fünf wichtige.

Die technologische Revolution verändert die Art und Weise, wie Güter produziert werden. Um diese Veränderungen umzusetzen, müsse die Industrie weltweit den digitalen Wandel vorbehaltlos annehmen, sagt Prasad Satyavolu, Head of Innovation, Manufacturing and Logistics bei Cognizant. Dieses Jahr seien die folgenden fünf technologischen Trends  für Hersteller entscheidend, wenn es um Innovation und Geschäftschancen ihrer Produktlinien geht.

Fünf Trends

1. Augmented Reality: 2017 ist zu erwarten, dass AR in einigen Bereichen skalieren wird. Viele Unternehmen haben begonnen, AR-Tools für Schulungen einzusetzen, um so das Engagement der Mitarbeiter zu fördern. Da AR in einem realen Umfeld funktioniert und computergenerierte Hilfen bereitstellt, mit denen die Wirklichkeit erweitert wird, sind damit weitaus wirksamere Effekte beim Wissenstransfer zu erzielen als mit herkömmlichen Schulungsmethoden. Des Weiteren kann AR Industriedesignern helfen, die Gestaltung eines Produkts sowie seine Funktionsweise bereits vor der endgültigen Fabrikation zu prüfen.

2. 3D-Druck: Obwohl in einigen Unternehmen der 3D-Druck bereits erfolgreich eingesetzt wird, gibt es weiterhin einige Hürden. Oft ist die Lieferkette ein Hindernis, denn der 3D-Druck setzt voraus, dass mehrere Basismaterialien vorrätig sind. Der 3D-Druck von Produkten verlangt nach einer Änderung der organisatorischen Strukturen; dennoch ist zu erwarten, dass viele Unternehmen in den nächsten Monaten entsprechende Lieferketten aufbauen.

Wie werden Produkte genutzt?

3. Daten innerhalb der Prozesse verwalten, nicht als Ergebnis von Prozessen: Indem Sensoren nicht nur in produzierende Maschinen, sondern in die Produkte selbst eingebaut werden, können Hersteller sicherstellen, dass sie erfahren, wie jedes Produkt genutzt wird und – im Voraus – wann eine Komponente ersetzt oder repariert werden muss. Mit der Analyse dieser Daten können Unternehmen die Effizienz ihrer Produkte steigern und laufende Kundendienst-Analysen vertreiben, nachdem das Produkt verkauft wurde.

Bisher wurden die Vorteile von Datenerhebung, -synthese und -analyse meist im Zusammenhang mit dem vernetzten Auto diskutiert. Die Analyse aller Aspekte eines Fahrzeugs bedeutet, dass  Autohersteller einen Blick auf Verbrauchswerte und Fahrverhalten werfen können, um zum Beispiel Versicherungsprämien zu bestimmen.

Fahrerlos Fahren

4. Die Fortentwicklung vernetzter und fahrerloser Fahrzeuge: Fahrerlose und vernetzte Fahrzeuge standen bereits 2016 weit oben auf der Agenda. Ende 2017 wird diese Fahrzeugart für weniger als 10 Prozent des Transportvolumens verantwortlich sein. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Entwicklung fahrerloser Fahrzeuge auch 2017 und darüber hinaus in schnellem Tempo voranschreitet.

5. Cyber-Sicherheit und persönlicher Transport: Eines der Hauptprobleme, das der Weiterentwicklung vernetzter Fahrzeuge im Wege steht, ist die Sorge um Cyber-Sicherheit und die Datenschutzgesetze. Weltweit gibt es eine Vielzahl von Vorschriften, die das Eigentum an und die Nutzung von Daten regeln, die von diesen neuen Quellen generiert werden, darunter auch die bevorstehende EU-Datenschutz-Grundverordnung (GDPR – General Data Protection Regulation). Für Fahrzeughersteller wird der Sicherheitsaspekt entscheidend sein. Solange Verbraucher nicht darauf vertrauen, dass ihre Daten geschützt sind, werden sich fahrerlose und vernetzte Fahrzeugen langsamer durchsetzen als vorhergesagt.

(Quelle:Cognizant/Bild:Cognizant)


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Automobilzulieferer Hirschmann Automotive muss Produktionsdaten bis zu 15 Jahre lang aufheben. Eigentlich lästig, doch mit dem Rollout einer IIoT-Plattform wird die Aufbewahrungspflicht zum Sprungbrett für Optimierungen. Denn einlaufende Maschinendaten ermöglichen Applikationen wie Echtzeit-Monitoring, datenbasierte Problembewältigung und sogar KI-Analysen.‣ weiterlesen

Wer Produktion und Logistik in einer Echtzeit-Visualisierung abbildet, kann niedrigschwellig in die digitale Transformation einsteigen und viel Papier aus dem Shopfloor bannen. Ergänzt um zentrale MES-Funktionen lassen sich solche Visualisierungssysteme zur Operational Excellence-Plattform ausprägen, die bei fortlaufenden Prozessoptimierungen unterstützt.‣ weiterlesen

Zum 1. Januar übernimmt Jörg Tewes den Posten des CEO bei Exasol. Er kommt von Amazon zum Analytics-Spezialisten.‣ weiterlesen

Industrielle Trends wie IIoT und Digitalisierung setzen immense Datenströme voraus. Doch im Gegensatz zur IT-Security für Büros müssen Fabrikbetreiber auf wesentlich mehr Stolpersteine achten, damit ihre Anlagen nicht schon einfachen Angriffen zum Opfer fallen.‣ weiterlesen

Ab und zu fehlte ein Schlüssel im Kloster der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung von Schwäbisch Gmünd. Beim letzten Mal gab das den Impuls, anstatt neue mechanische Zylinder in die rund 220 Türen des Komplexes einzubauen, die alte Technik durch das Bluesmart-System von Winkhaus zu ersetzen.‣ weiterlesen

Mit 100,5 Punkten hält sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer im November stabil und liegt weiter im leicht über der neutralen Marke. Auf europäischer Ebene sank der Frühindikator allerdings erneut.‣ weiterlesen

In einer neuen Expertise des Forschungsbeirats Industrie 4.0 untersuchen das FIR an der RWTH Aachen und das Industrie 4.0 Maturity Center den Status-quo und die aktuellen Herausforderungen der deutschen Industrie bei der Nutzung und wirtschaftlichen Verwertung von industriellen Daten und geben Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Verbände, Politik und Wissenschaft.‣ weiterlesen