Anzeige
Anzeige
Anzeige
ANZEIGE

Datengestützte Fertigung – Königsweg für Kosten und Klima

Neustart für die Wettbewerbsfähigkeit: Wie Unternehmen Kosten senken, Investitionen schützen und Innovationen ermöglichen

Fertigungsunternehmen stehen durch den wirtschaftlichen Shutdown enorm unter Druck. Manager müssen kurzfristig Kosten senken und gleichzeitig einen Neustart für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit wagen. Der Königsweg dafür heißt: datengestützte Fertigung.

(Bild: FORCAM GmbH)

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Shutdowns sind noch nicht in Gänze absehbar. Klar ist: Manager müssen schnell die wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens stabilisieren und möglichst bald auf den Wachstumspfad zurückkehren. Es gilt, die Fixkosten zu senken und durch gezieltes Liquiditätsmanagement den Neustart für die Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen.

Zentraler Hebel für nachhaltiges Liquiditätsmanagement

Für diese Herausforderung gibt es im Zeitalter des industriellen Internets der Dinge (IIoT) einen Königsweg: datengestützte Fertigung (data-driven Manufacturing).

Hans-Jürgen Zimprich, Verbandsingenieur bei Südwestmetall, unterstrich jüngst in einem Webinar, wie wichtig eine klare, dass eine richtige und aktuelle Datenlage in Planung und Produktion die zentrale Voraussetzung für eine effektive Liquiditätssicherung darstellt. Danach geht es um Transparenz über die Bestände in Lager und Fertigung, um Transparenz über das Produktportfolio und seinen Beitrag zum Ergebnis, und es geht um schnelle Kommunikation und Entscheidungswege.

Transparenz in der Produktion ist der Schlüssel

Der Schlüssel ist Transparenz über alle Vorgänge in der Produktion. Diese Transparenz liefert datengestützte Fertigung. Beispiel Bestandsmanagement: Wenn Unternehmen ihr Supply-Chain-Management verbessern, reduzieren sie Bestände, senken Kosten und erzielen höhere Liquidität. Datengestützte Fertigung sorgt dafür, dass Unternehmen den präzisen Auftragsstatus und die exakten Bearbeitungszeiten in der Produktion kennen. So verbessern sie die Materialbedarfssteuerung und reduzieren ihre WIP-Bestände.

Präzise Produktionsdaten optimieren die gesamte Unternehmensplanung. Tanja Knechtskern vom Controlling der Grammer AG. „Wir wollten vor allem die Kosten sichtbar machen. Dazu mussten wir Produktion und Controlling zusammenbringen. Diese Ist-Rückmeldungen an SAP sind eine echte Bereicherung für uns im Controlling.“

Beispiel Leerläufe: Datengestützte Fertigung hilft dabei, Schichtzeiten zu optimieren und auch so Fixkosten zu reduzieren. Ein Anlagen-Nutzungsgrad von 60 Prozent bedeutet, dass 40 Prozent Optimierungspotenzial vorhanden ist.

Nachhaltig effizienter durch Energie-Monitoring

Laut Südwestmetall gilt auch: Wer kontinuierlich an besseren Prozessen arbeitet, verbessert seine Ausgangslage deutlich. Das kann der Schweizer-Möbelspezialist peka-metall bestätigen, der laufend auf Effizienzsteigerungen und modernste Technologie setzt. Produktionsleiter Denis Shoshi: „In einigen Abteilungen haben wir Produktivitätssteigerungen von bis zu 20 Prozent erreicht, der Durchschnitt liegt bei etwa 12 Prozent, Tendenz steigend.“

Datengestützte Fertigung ermöglicht Unternehmen auch, ihr Energiemanagement nachhaltig zu betreiben. Martin Strehl, verantwortlicher Manager beim Automotive-Konzern BorgWarner am Standort Markdorf (Baden-Württemberg): „Jede energetische Maßnahme an Produktionsanlagen oder Maschinen wird permanent überwacht und auf Kosteneinsparungen überprüft. So haben wir unsere Energiekosten langfristig im Griff und können diese Daten jederzeit in Echtzeit im System abrufen.“

Drei zentrale Anforderungen an IIoT-Technologie

Datengestützte Fertigung im Zeitalter des industriellen IoT muss technologisch drei Voraussetzungen erfüllen.

1. Umfassende horizontale und vertikale Konnektivität sorgt dafür, dass die Signale aus Maschinen, Material, Prozessen, Sensorik, Personal oder Fertigungsaufträgen objektiv digital erfasst und normiert werden – Basis für vollständige Transparenz auf Shop- und Topfloor.

2. Ein einheitliches Produktionsdaten-Modell bildet den „Datensee“ (Data lake), aus dem alle Systeme als „Single Source of Truth“ schöpfen können, ob eigene oder Drittsysteme. Jedes Produkt und jeder Prozess hat seinen digitalen Zwilling.

3. Offene Web-Schnittstellen (Open API) sorgen für freie Komposition und Kollaboration von vorhandenen und Partner-Lösungen. Unternehmen erschaffen so ihr ganz individuell benötigte IT-Architektur.

Datengestützte Fertigung hilft Unternehmen, getätigte Investitionen zu schützen und gewünschte Innovation zu ermöglichen. Die intelligente Fabrik – Smart Factory – bietet beste Chancen, kurzfristig Kosten zu senken, mittelfristig produktiver zu fertigen und langfristig wieder wettbewerbsfähig zu sein. Mehr noch: Mit datengestützter Fertigung gehen Unternehmen den Königsweg für nachhaltigen Neustart, inklusive kontrolliertem Ressourceneinsatz für mehr Klimaschutz.

Die Autorin Dr. Andrea Rösinger ist Co-CEO bei dem weltweit tätigen Smart-Factory-Spezialisten FORCAM GmbH und unter anderem zuständig für Finanzen und Entwicklung


Disclaimer: IT&PRODUCTION ist weder für den Inhalt noch für ggf. angebotene Produkte verantwortlich.

Anzeige
Anzeige
Anzeige