Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Datenbank in der Cloud

Vom Analyse-Tool zum Prozessbeschleuniger

Wenn es um die Auswertung großer Datenbestände geht, stellt In-Memory-Computing eine mögliche Technologie dar. SAP Hana ist eine solche In-Memory-Datenbank. Anbieter wie etwa Fujitsu TDS stellen diese Lösung nun auch über Cloud-Infrastrukturen zur Verfügung. Welche Vorteile kann das in sich bergen? Und welche Einsatzszenarien aus dem Produktionsumfeld sind denkbar?

Bild: Fujitsu TDS

In-Memory scheint sich als innovative Datenbank-Technologie mehr und mehr durchzusetzen. Mittels Ablage großer Datenmengen von bis zu mehreren Terabytes im Arbeitsspeicher ergeben sich verglichen mit relationalen Datenbanken große Vorteile in puncto Schnelligkeit. So verkürzen sich die Zugriffszeiten drastisch gegenüber der traditionellen Speicherung auf Festplatten. Die großen Hersteller haben umgehend reagiert und verschiedene In-Memory-Lösungen auf den Markt gebracht wie die Oracle Database 12c, IBM DB2 BLU, Microsoft SQL Server 2014 oder auch SAP Hana. Durch den Einsatz dieser Technologien können Unternehmen große, unüberschaubare Datenbestände in Sekundenschnelle durchforsten, analysieren und auswerten.

Bezug aus der Cloud

Ein neues Bezugsmodell stellt SAP Hana-Funktionen nun flexibel und bedarfsgerecht über eine Cloud-Infrastruktur zur Verfügung. Als einer der ersten Anbieter liefert Fujitsu TDS diesen Service. Welchen konkreten Nutzen die In-Memory-Technologie aus der Cloud für kleine und mittlere Produktionsunternehmen stiften kann, zeigen Beispiele aus der Praxis: Aufgrund der beschleunigten Auswertung großer Datenmengen lassen sich Planungsprozesse in der Produktion optimieren. Unter dem Stichwort ‚Predictive Analytics‘ können Analyseergebnisse herangezogen werden, um präzise künftige Ereignisse zu prognostizieren, die sich auf den Ablauf der Fertigung auswirken. So lassen sich anhand von Bestandsdaten über die Auslastung und Stillstandzeiten von Maschinen konkrete Szenarien für den Umgang mit künftigen Ausfällen simulieren.

So lässt sich etwa bestimmen, ob es Sinn ergibt, bestimmte Fertigungsschritte auf andere Bearbeitungszentren, Produktionslinien oder gar andere Werksstandorte zu verlagern. Oder wie sich Ausfälle auf den Produktionsablauf und die nachgelagerten Schritte hinsichtlich Logistik und Qualitätssicherung auswirken. Ein weiterer Anwendungsfall der In-Memory-Technologie ist die Personalplanung. So lassen sich etwa Auswirkungen der Einstellung eines neuen Produktionsmitarbeiters exakt auswerten, und zwar nicht nur bezogen auf die Kostenstelle und das Budget, sondern auch im Hinblick auf vorhandene Ressourcen. Fragen wie ‚Sind genügend Maschinenkapazitäten für ihn vorhanden?‘ oder ‚Welche Auswirkungen hat seine Einstellung auf Produktivität und Ertrag?‘ lassen sich auch für variierende Ausgangssituationen auf Knopfdruck beantworten. Zudem kann das System ad hoc die Auswirkungen simulieren, wenn statt einem nun zwei oder drei Mitarbeiter eingestellt werden.

Auftragsdurchlauf verbessern

Ein anderes Beispiel zeigt, wie ein Unternehmen seinen Auftragsdurchlauf beschleunigt hat: Vor der Einführung der In-Memory-Technologie konnte die Firma nur Aufträge produzieren, die bis spätestens um 16 Uhr des Vortages vollständig geplant waren. Spätere Auftragseingänge oder Änderungswünsche führten zu Verschiebungen, was wiederum negative Konsequenzen hatte: geringere Liefertreue, Kundenreklamationen, erhöhte Lagerhaltungskosten, verzögerte Faktura, spätere Zahlungseingänge und somit negative Auswirkungen auf die Liquidität. Durch den Einsatz der In-Memory-Technologie können nun sämtliche Produktionsaufträge bereits am Folgetag ausgeführt werden. Da das Unternehmen nicht über die nötigen Ressourcen zur Errichtung einer eigenen Hana-Infrastruktur verfügte, profitierte es vom Bezug entsprechender Leistungen über die Cloud. Auch für den klassischen Enterprise Resource Planning (ERP)-Betrieb erlangt In-Memory- Computing mehr und mehr Bedeutung. Beispielsweise bei der Controlling Profitability Analysis können hiermit granulare Auswertungen etwa für Marktsegmente, Produktgruppen, einzelne Produkte und Produktkonfigurationen oder Analysen auf Kundenebene durchgeführt werden.

 

In-Memory-Computing aus der Cloud

Mit SAP Hana aus der Cloud bezahlen Unternehmen nur die Leistungen, die sie auch tatsächlich nutzen. Die Fujitsu TDS GmbH bietet Kunden ein stufenloses Pay-per-use-Modell für Flexibilität und Kostentransparenz. Zudem bietet die Infrastruktur ein hohes Maß an Sicherheit und Verfügbarkeit: Die Systeme werden in den eigenen, hochsicheren Rechenzentren des Dienstleisters in Deutschland betrieben, sind redundant ausgelegt und unterliegen den deutschen Datenschutzregelungen. Das Cloud-Modell ermöglicht den einfachen Einstieg in das In-Memory-Computing zu Kosten von deutlich unter 1.000 Euro pro Monat. Die Flexibilität gestattet dabei sowohl den schrittweisen Umstieg auf die Plattform zur Unterstützung der Geschäftsprozesse als auch den kostengünstigen Einsatz von Testsystemen mit stark schwankenden Anforderungen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit einem Manufacturing Execution System (MES) können mittelständische Fertigungsbetriebe ihre Produktion digitalisieren und sie so auf komplexere Marktanforderungen ausrichten. Auf welche Funktionalitäten Fertiger achten sollten, zeigt der folgende Beitrag.‣ weiterlesen

Das Maschinenbauunternehmen Schenck Process hat die serverlose, modulare IoT-Plattform Coniq Cloud auf den Markt gebracht. Das System ist als IoT-Backbone für die eigenen Maschinen gedacht und bietet Anwendungsprogramme etwa zu Optimierung von Produktionszeiten und für Datenauswertungen.‣ weiterlesen

Komplexe Fertigung in Kombination mit hohem Termindruck führten beim Maschinenbauer Knoll dazu, dass lediglich 53 Prozent der Liefertermine zu halten waren. Nach der Einführung der PPS-Lösung von LF Consult liegt die Termintreue bei über 90 Prozent - bei kürzeren Durchlaufzeiten.‣ weiterlesen

Wenn sich am 30. Mai die Hallentore zum Flagschiff der Deutschen Messe öffnen, kann das als Startschuss für das postpandemische Messegeschehen gelten. Denn die Hannover Messe nimmt traditionell eine Sonderrolle unter den Industrieausstellungen ein. Grund dafür ist auch das hochkarätige Begleitprogramm, das diesmal mit 600 Vorträgen auf sechs Bühnen die Angebote der 2.500 Aussteller einrahmt.‣ weiterlesen

In diesem Jahr findet die Intralogistikmesse Logimat wieder in Präsenz statt. Und laut Veranstalter bewegen sich die Buchungen wieder auf Vor-Pandemie-Niveau. 1.500 Aussteller werden vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Stuttgart erwartet.‣ weiterlesen

Spectralink hat DECT-Geräte mit Integration in das SIP-Gateway von Microsoft Teams auf den Markt gebracht.‣ weiterlesen

Sollen Cloud-Anwendungen als Microservices implementiert werden, unterteilen Entwickler größere Applikationen bereits bei der Erstellung in Module. Bereitgestellt werden Microservices meist über Distributed Clouds, die durch ihre vernetzten und verteilten Server hochperformant und reaktionsschnell arbeiten.‣ weiterlesen

Um gesteckte Ziele etwa in Sachen Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovationsfähigkeit zu erreichen, vernetzen Hersteller zunehmend ihre Produktionen. Das Prinzip der Composability soll Firmen dabei helfen, in ihren modularen IT-Architekturen das Beste aus MES/MOM, IoT und IIoT zu kombinieren.‣ weiterlesen

Die App 5i.Maintenance der vergleichsweise jungen Softwarfirma 5thIndustry will Anwendern einen besseren Überblick über ihre Anlagen samt Wartungsstatus vermitteln. Wesentliche Einsatzzwecke sind die Erfassung von Maschinen und Teilkomponenten samt Eigenschaften wie Standorte, Kostenstellen und Zustandsberichte.‣ weiterlesen

Die neue KI-gestützte Akustikprüfung von Porsche Digital kann Störgeräusche automatisiert erkennen. Mit der Software-as-a-Service-Lösung lassen sich über verschiedene Anwendungsfälle hinweg die Qualität von Produkten und Fertigungsprozessen steigern. Porsche-CIO Mattias Ulbrich erläutert die Arbeitsweise des KI-Systems.‣ weiterlesen

In Kooperation mit dem Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) wurde die Software Edira von Etes mit dem 'Routenplaner Cyber-Sicherheit im Handwerk' ausgestattet. Diese stellt ab Mai 2022 die kostenlose digitale Version des Routenplaners für das strukturierte Abarbeiten des IT-Grundschutzprofils für Handwerksbetriebe dar.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige