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Daten transparent zuordnen

Funkgestütztes Tracking & Tracing

Eine flexible Platzierung von Terminals und Industrie-PC in der Produktionslogistik wird zur Unterstützung der effizienten Nachverfolgbarkeit von Nutzerdaten im Fertigungsprozess immer wichtiger. Eine gut abgestimmte IT-Infrastruktur ist in der Lage, zentrale Steuereinheiten in der Produktionshalle mit mobilen Terminals per Funk zu synchronisieren – beispielsweise für die schnelle und präzise Transportplanung auf Highspeed-Staplern.

Bild: ads-tec

In Logistik- und Produktionsabläufen müssen Nutzer und Prozessschritte schnell und präzise koordiniert werden. Besonders die Nachverfolgbarkeit von Terminen und Auftragszeiten ist für einen prozessoptimierten Ablauf wichtig. Zu jedem Zeitpunkt muss sichergestellt werden, dass Arbeitsaufträge und Termine auch den richtigen Nutzer erreichen. Dazu bietet sich der Einsatz von robusten Terminals mit integriertem WLAN als Datensammler und -verwalter an.

Mobiler Datenfluss mit RFID und Bluetooth

Die Geräte des Herstellers und Entwicklers ADS-TEC aus Leinfelden-Echterdingen beispielweise befinden sich auf High-Speed-Staplern und Fahrzeugen unter Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilomtern pro Stunde als selbstständige Kommissionier-Station oder direkt an der Anlage im Einsatz.Gerade bei einer Vielzahl von mobilen Teilnehmern ist es wichtig, dass jeder einzelne Nutzer eindeutig im Produktionsprozess identifiziert wird und die für ihn bereitliegenden Daten schnell weiterbearbeitet werden können. Dazu integriert das Tracking-Konzept der Terminals der VMT6000 Serie mit Industrie-Touchscreen und TFT-Displays in Größen von acht bis 15 Zoll aktuelle Technologien zur automatischen Identifikation über die RFID-Leseeinheiten Legic und Mifare.

Mit den berührungslosen Leseeinheiten werden nutzeroptimierte Anwendungen durch Funkaufnahme nachverfolgt. Der Nutzer kann sich via RFID-Transponder im System anmelden und der jeweilige Auftrag wird dem richtigen Empfänger vor Ort zugeordnet, womit eine schnelle und effiziente Weiterbearbeitung ermöglicht wird, so das Tracking-Konzept. Im Zusammenspiel mit der Logistik-Software ‚Com Input‘ übersetzen die Terminals außerdem Barcode- und RFID-Daten in praktisch anwendbare Keyboardsequenzen. Die Software wandelt dabei Scanner- und Druckerdaten aus der seriellen RS232-Schnittstelle und aus den RFID-Leseeinheiten in Tastaturbefehle und ist vom Anwender individuell konfigurierbar. Kabellose Lösungen mit WLAN-, RFID- und bluetooth-fähigen Geräten sorgen zudem für die Konnektivität mit dem Ethernet, mobilen Handscannern und Druckern zur Erfassung und Verwaltung in Lager- und Produktionshallen.

Nahtlose Verbindung von Terminal zu Client

Bereits im Jahr 2010 wurde ein neu errichtetes Logistikzentrum sowie eine Halle zur Versorgung von über 1.000 Märkten im Tiernahrungsbereich vollständig mit Geräten der Terminal-Serie sowie Access Points und Clients des Herstellers ausgerüstet. Als IT-Gesamtlösung können die Access Points und Clients gemeinsam mit den WLAN-fähigen Terminals das Prinzip der ‚Seamless Roaming‘-Technologie über die gesamte Produktionshalle bei sehr hohen Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde ohne Datenverluste nutzen. „Wir entwickeln und bauen die IT-Systeme komplett selbst und wissen daher, wie die Komponenten für einen reibungslosen Ablauf zusammenwirken.“, erläutert Roland Puster, Leiter Vertrieb Terminals und Industrial PCs bei dem IT-Anbieter.

Mit einer Dicke von lediglich 5,6 Zentimetern lassen sich die Terminals platzsparend in der Fahrer-Kabine über Vesa-Halterungen anbringen und in verschiedenen Neigungswinkeln installieren. Entsprechend der Anwendung kommen verschiedene Prozessoren und Speichergrößen zum Einsatz. Die für das robuste Produktionsumfeld konzipierten Geräte weisen den MIL-Standard 810F gegen Schock und Vibrationen auf. Die Staplerterminals mit innenliegendem WLAN-Modul 802.1, das die Standards a/b/g und n unterstützt, können als mobile Endgeräte zu jeder Zeit die für sie richtige Information über das WLAN-Netzwerk mit unterbrechungsfreiem Datenverkehr empfangen. Selbst wenn sich der Stapler mit extrem hoher Geschwindigkeit durch die Produktionshalle bewegt, werden alle Daten durch das Seamless Roaming-Prinzip an den Terminal übermittelt. Über die in mehreren Abständen platzierten Access Points und Clients in der Produktionshalle empfängt das WLAN-Modul des Terminals im nahtlosen Wechsel und ohne erneuten Verbindungsaufbau oder ‚Reconnect‘ die Daten ohne Paketverluste. „Durch das Seamless Roaming kann die Platzierung der Terminals flexibel gestaltet werden. Für den Tracking & Tracing-Prozess bedeutet das, dass die Informationen innerhalb der komplexen Produktionsprozesse auch zum richtigen Ansprechpartner gelangen“, erklärt Puster.

Geräte-Anbindung vor Ort

„Drahtlose Lösungen sind in der Produktionslogistik von Vorteil“, erklärt Roland Puster weiter, „damit der Anwender die Daten nicht nur an einer Stelle der Maschine nutzen kann, sondern auch mobil auf Staplern und Fahrzeugen griffbereit hält.“ Die Terminals sind auf Basis aktueller Intel Atom-Prozessoren aufgebaut und kommen ohne Lüfter aus. Um permanente Vibrationen auszuhalten, werden weder kritische Steckverbinder noch bewegliche Teile verwendet. Die Geräte im stabilen Aluminium-Druckgussgehäuse sind für extreme Temperaturbereiche von -20 Grad Celsius bis 55 Grad Celsius ausgelegt. Die gesamte Terminalfamilie läuft unter den aktuellen Betriebssystemen von Microsoft und Linux, ist mit zweifach Highspeed-Gigabit-Ethernet ausgestattet und verfügt über USB 2.0- sowie RS232-Schnittstellen. Die Modelle VMT6010, VMT6012 und das 15-Zollgerät können auch mit einer zweiten seriellen RS232-Schnittstelle ausgerüstet werden, um weitere Geräte vor Ort, etwa Drucker oder Handscanner, auch kabellos anzubinden.

Sonnenlichtlesbares Outdoor-Tracking

„Die WLAN-fähigen Terminals fungieren entweder als Teil des Lagerverwaltungssystems oder als eigenständiges angeschlossenes System innerhalb der Produktionslogistik“, erklärt Puster. Für den Außeneinsatz mobiler IPC sollten Anweder neben der Unterstützung der im Unternehmensnetz verwendeten Funkstandards auch auf geeignete Displaytechnologie achten. Die Terminals des Anbieters bieten dazu eine ‚Sunlight Readable‘-Funktion an. Das konfigurierbare System schränkt die Reflektion der Anzeige ein und soll so die Lesbarkeit etwa der Termine und Arbeitsaufträge auch bei extremer Sonneneinstrahlung sicherstellen.

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