Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Dassault Systèmes plant Übernahme von CST

Dassault Systèmes möchte die Computer Simulation Technology AG kaufen. Damit sollen die Lösungen des französischen Softwareherstellers um das gesamte Spektrum elektromagnetischer Simulationen ergänzt werden.

Dassault Systèmes hat heute den Abschluss einer definitiven Vereinbarung bekanntgegeben, den Anbieter für elektromagnetische (EM) und Elektronik-Simulation Computer Simulation Technology (CST)  für annähernd 220 Millionen Euro zu erwerben. Mit der Übernahme der nahe Frankfurt ansässigen Computer Simulation Technology AG will Dassault Systèmes seine Branchenlösungen für realistische multiphysikalische Simulation auf der 3DExperience-Plattform durch das gesamte Spektrum der EM-Simulation ergänzen.

Die CST Studio Suite Software wird von Konstrukteuren und Ingenieuren bei mehr als 2.000 Unternehmen in den Branchen High-Tech, Fahrzeugbau und Mobilität, Luft- und Raumfahrt sowie Energie genutzt, um jegliche EM-Einflüsse durch alle Phasen der Entwicklung von elektronischen Systemen zu bewerten. Zu den Kunden zählen Airbus Defence and Space, Bosch Group, Frauscher Sensor Technology und Sirona. Der Umsatz von CST betrug 2015 zirka 47 Millionen Euro.

"Langfristige Strategie"

"Elektromagnetismus ist wesentlicher Bestandteil einer Multiphysik-Simulationsstrategie bei der Entwicklung von intelligenten und vernetzten Produkten und Geräten für das Internet der Dinge – von ihrem komplexen Design bis zur Gewährleistung von Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit ihrer Interaktionen mit ihrer direkten Umgebung", sagt Bernard Charlès, Vice Chairman und CEO bei Dassault Systèmes. "Die Übernahme von CST ist Teil unserer langfristigen Strategie, durch 3DExperience ein virtuelles Universum zu schaffen, in dem Innovationen erforscht, vorangetrieben und erlebbar gemacht werden können."

"Wir wissen aus erster Hand von den anspruchsvollen Hürden in der Konstruktion, mit denen unsere Kunden heutzutage konfrontiert sind", sagt Dr. Bernhard Wagner, einer der Geschäftsführer von CST. "Dabei müssen die unterschiedlichen Disziplinen der Physik während des Designprozesses immer stärker eingebunden werden. Unser Ziel ist es, Industriestandards für die realistische Simulation zu setzen und den Bedarf unserer Kunden bestmöglich zu erfüllen."

Wachsender Markt

Dassault Systèmes integriert die CST Lösungen in die eigenen Branchenlösungen zur Simulation von Strukturmechanik, Mehrkörpersystemen, Wärmeübertragung und Fluiden, um den auf 600 Millionen US-Dollar geschätzten, wachsenden Markt für EM-Simulation zu bedienen. Kunden werden künftig in der Lage sein, schnell realitätsgetreue elektromagnetische Verhaltensmodelle zu erstellen und zu analysieren. Dabei lassen sich die Funktionen der Elektronik, von Antennen und elektrischen Geräten sowie elektromechanischen Produkten über alle Frequenzen und Längenskalen hinweg simulieren. Darüber hinaus können Kunden auf Konzeptentwicklungs- und Simulationswerkzeuge zugreifen, die zur Entwicklung von komplexer Elektronik notwendig sind.

Der Kaufpreis soll in bar bezahlt werden. Der Abschluss der Transaktion unterliegt den üblichen aufschiebenden Bedingungen, einschließlich der Zustimmung der Kartellbehörden in Deutschland und Österreich. Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2016 erwartet.

(Quelle:Dassault Systèmes/Bild:Dassault Systèmes)

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Auf jeder Konferenz im Industrieumfeld wird jetzt über die digitale Transformation der Industrie gesprochen. Aber die sehr spezielle Rolle, die die Digitalisierung der Industrie für den gesamtgesellschaftlichen Umbruch spielt, kommt dabei in der Regel nicht zur Sprache.‣ weiterlesen

Viele Entscheidungen basieren auf indirektem Wissen und Empfinden. Objektivierung ist teuer und aufwendig. Eine regelmäßige Erhebung des Kundennutzens findet meist nicht statt. Software kann produzierenden Unternehmen dabei helfen, an aussagekräftige Informationen über die Nutzung ihrer Produkte im Feld zu gelangen.‣ weiterlesen

Auch im Maschinen- und Anlagenbau legt der Schnittstellenstandard OPC UA zunehmend die Regeln für die Zusammenarbeit fest. Er befähigt die Hersteller, ihre Fertigungen digital zu vernetzen - und lässt die Umsetzung der Vision Plug&Work immer näher rücken.‣ weiterlesen

Die Umsatzerwartungen der deutschen Maschinenbauer sind für 2019 deutlich zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Maschinenbaubarometer derWirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC hervor. Das größte Wachstumshindernis der Branche bleibt dabei der Fachkräftemangel.
‣ weiterlesen

Mit der Lösung Craftengine von Viking Heat Engines können sich selbst entlegene Winkel auf der Erde quasi autark mit Energie versorgen. Ein Ausfall dieser Abwärmeverstromung kann sehr teuer oder sogar gefährlich werden. Mit dem Fernwartungssystem eWon von Wachendorff werden die Anlagen deshalb über Funk überwacht.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige