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Compliance-Anforderungen Rechnung tragen

Integration von Waagen und mobilen Scannern

Produktionsprozesse in Branchen wie Chemie und Pharma sind von komplexen Fertigungsabläufen gekennzeichnet. Um Branchen-Spezifika im Unternehmenssystem abzubilden, kommen daher häufig zusätzliche Software-Module zum Einsatz. Ein Einsatzbereich für solche 'Add-ons' in der Prozessindustrie ist die Anbindung von Waagen und mobilen Scannern. Entsprechende Lösungen sollen sich in die bestehende Systemlandschaft integrieren lassen – möglichst ohne Mehraufwand für die Validierung.

Bild: TDS Informationstechnologie

In Teilen der Prozessindustrie wie etwa der Pharma- und der Lebensmittelbranche sind die strengen Richtlinien der guten Herstellungspraxis oder ‚Good Manufacturing Practice‘ (GMP) einzuhalten. Dabei spielt die Validierung der IT-Systeme, die bei der Planung, Produktion und Auslieferung zum Einsatz kommen, eine wichtige Rolle. So muss sich jeder einzelne Prozessschritt zu jedem Zeitpunkt genau dokumentieren und nachvollziehen lassen. Dies gilt ebenso für Prozesse, die mit branchenspezifischer Zusatz-Software gesteuert werden, wie etwa die Anbindung von Wiegesystemen oder mobilen Scannern. Diese Softwarekomponenten – inklusive ihrer Schnittstellen zu übergeordneten Enterprise Resource Planning-Systemen (ERP) – müssen in der Regel ebenfalls validiert werden, was zeitaufwändige Audits mit sich bringt, und damit nicht selten teuren Produktionsleerlauf. Vor diesem Hintergrund bietet sich der Einsatz validierungskonformer Add-ons an, die über entsprechende Schnittstellen nahtlos in das ERP-System integriert werden können.

Add-on für durchgängige Waagen-Anbindung

In der Pharmaindustrie gilt es bei der Anbindung von Waagen an das ERP-System insbesondere darauf zu achten, dass das entsprechende Modul GMP-konform ist und die Vorschrift 21 CFR Part 11 der amerikanischen Behörde für Nahrungsmittel und Medikamente (FDA) erfüllt. Der SAP-Partner TDS bietet zusammen mit dem Anbieter AKR hierfür mit ‚SAPWeigh/3‘ ein integriertes Add-on für die Anbindung von Waagen an das SAP-System an. Die Lösung ist insbesondere an produzierende Unternehmen der Prozessindustrie gerichtet, welche eine Integration ihrer Wiegesysteme in die Module der Produktionsplanung SAP PP-PI benötigen. Als technische Voraussetzung wird ein Unternehmensystem des Walldorfer Softwarekonzerns benötigt, das mindestens Version SAP ERP 6.0 entspricht.

Keine Auswirkungen auf Validierung der Gesamtlösung

Durch die komplette Integration in die Unternehmenssoftware entfällt einerseits eine redundante Datenhaltung, die oftmals bei nicht vollständig integrierten Lösungen erforderlich ist. Zudem hat die Waagenanbindung keine Auswirkungen auf die Validierung des Gesamtsystems. Es entstehen somit keine zusätzlichen Kosten für die Abnahme der Lösung, wie es bei der Anbindung mittels eines Subsystems mit Hardware, Datenbank, Synchronisierung der Daten sowie Backup-Strategien der Fall wäre. Die enge Integration vermeidet zudem System- und Medienbrüche und hilft, den Aufwand für das manuelle Übertragen von Werten sowie damit verbundene Fehler zu reduzieren. Funktionen und Systembestandteile lassen sich durch modularen Aufbau an individuelle Anwenderanforderungen anpassen, vorgenommene Änderungen releassicher über das Transportsystem der Unternehmenssoftware dokumentieren. Darüber hinaus werden Aktivitäten rund um das Wiegen in einem eigenen Audit Trail protokolliert – auch wenn einzelne Vorgänge in der Applikation nicht abgespeichert werden. Berechtigungen lassen sich aus dem Standard der Unternehmenslösung heraus steuern und den Anwendern als Rollen zuweisen. Diese integrierte Benutzerverwaltung unterstützt ebenfalls Kostenersparnisse – beispielsweise bei einer Anwendung im Schichtbetrieb, bei der nicht alle Wiegewerker über einen eigenen User-Account verfügen.

Logistik-Prozesse durch mobile Scanner erleichtern

Auch bei der Anbindung von mobilen Scannern sollte auf die vollständige Integration in das System geachtet werden. Scanner lassen sich vielfältig zur Vereinfachung logistischer Prozesse in Lager und Versand einsetzen: Die Dateneingabe wird beschleunigt und die Qualität der erfassten Daten erhöht. Zudem lassen scih Wege durch die vorgegebene Bearbeitung von Transportaufträgen optimieren. Auch für die Scanneranbindung bietet TDS eine von den eingesetzten Software-Komponenten unabhängige Lösung auf Basis der webbasierten, bereits in das ERP-System integrierten Schnittstellen-Technologie ‚Internet Transaction Server‘ (ITSMOBILE) an. Die mit den Scannern erfassten Daten lassen sich beim Einsatz des Add-on über WLAN in das Netzwerk übertragen, in der Unternehmenssoftware registrieren und unmittelbar weiterverarbeiten. Jede für die Scanner-Anwendung entwickelte Transaktion kann dabei über den Internet Transaction Server in HTML umgewandelt und somit per Browser dargestellt werden. Nach Anbindung der Scanner an das Hauptsystem können sich Mitarbeiter in Lager und Versand über die Handhelds online auf dem System anmelden. Danach stehen ihnen alle HTML-Transaktionen über das Scanner-Menü für Dialoge zur Verfügung.

Funktions- und Compliance-Anforderungen begegnen

Ob für die Integration von Waagen oder die Anbindung von mobilen Scannern – mit passenden Add-ons können Industriebetriebe aus der Prozessindustrie den Leistungsumfang ihrer Unternehmenssoftware erweitern. Diese Herangehensweise kann nicht nur die Gestaltung durchgängiger Planungs- und Produktionsprozesse weiter vorantreiben: Kommen validierungsfreie Schnittstellen zum Einsatz, können Anwender durch den Wegfall aufwändiger und teurer Audits Zeit und Kosten sparen – und damit bei der Einführung entsprechender Software-Lösungenvon einem zeitnahen Return on Investment (ROI) profitieren.


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