Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Cloudbasierte Ingetrationslösungen

Wenn das Unternehmen wüsste, was seine Geräte wissen

Von dem Trend zur Vernetzung von Devices – auch als 'Internet of things' bekannt – verspricht sich die Industrie einiges: Zum Beispiel sich mit der cloudbasierten Verknüpfung von Maschinen und Endgeräten intelligente Systeme zu schaffen, die es ermöglichen, den aktuellen Status einer Maschine genau zu analysieren und bei Bedarf passgenau und individuell darauf zu reagieren.

Bild: Shutterstock / Hywit Dimyadi

Kaum ein Feld entwickelt sich in so einem Tempo wie die Informationstechnologie. Haben sich Wirtschaftsunternehmen wie private Nutzer eine neue Technologie gerade zu eigen gemacht, steht schon die nächste Neuentwicklung vor der Tür. Dazu zählt auch das ‚Internet of Things‘, welches das Zusammenspiel computergestützter Endgeräte beschreibt, sogenannte Embedded Devices. Allein im vergangenen Jahr sind weltweit sechs Milliarden neue Geräte zum Einsatz gekommen – von Greifarmen über den Transportautomaten bis hin zu Lesegeräten und Displays. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum lag die Zahl der abgesetzten Smartphones laut IDC-Statistik bei gerade einmal einem Zehntel dieses Wertes, die der verkauften PCs und Laptops sogar nur bei 350 Millionen.

Und der Markt für Embedded Devices steht voraussichtlich noch am Anfang seines Wachstumszyklus. Während Rechenzentren, PCs und Smartphones inzwischen ‚intelligent‘ vernetzt miteinander interagieren können, zeichnet sich ab, dass die nächste Vernetzungswelle gerade diese Milliarden von computergestützten Endgeräten betreffen dürfte. Die Entwicklung zeigt, wie sich Objekte mit unterschiedlichen Aufgaben miteinander verbinden und automatisiert Informationen untereinander austauschen können. Was vor wenigen Jahren noch eine Randerscheinung war, hat sich in Zeiten des Cloud Computings zu einer prognostizierbaren Größe gewandelt.

Von Embedded Devices zu intelligenten Systemen

Dabei wird es vermutlich weniger um die Realisierung der oft geteilten Vision vom sich selbst füllenden Kühlschrank gehen, der erkennt, wann die Vorräte zur Neige gehen und eigenständig Online-Einkäufe tätigt. Die Nutzenträger eines Internets der Dinge sind zunächst weniger die privaten Anwender als vielmehr Unternehmen und Konzerne, denen es gelingt, die in ihrem Betrieb eingesetzten Embedded Devices zu verbinden und in die Wertschöpfungskette zu integrieren. Solche Verknüpfungen von Endgeräten ermöglichen einen unternehmensweiten Informationskreislauf, mit dem einerseits wertvolle Daten direkt aus den Maschinen und deren Sensoren erhoben werden können, um sie in den entsprechenden Backend-Systemen automatisch auszuwerten. Andererseits kann so auch steuernd auf die jeweiligen Endgeräte zugegriffen werden, um diese noch zielgenauer in die Prozesse zu integrieren. Insbesondere in der Industrie ergeben sich aus der intelligenten Vernetzung von Maschinen, Sensoren und Endgeräten eine ganze Reihe von Möglichkeiten: Beispielsweise könnte eine Schleifmaschine direkt mit der Zentrale kommunizieren und die aktuellen, von Sensoren erfassten Schwingungen als Messwerte in Echtzeit zur Verfügung stellen.

In der Instandhaltungsabteilung könnte durch Analyse und Vergleich der Daten festgestellt werden, dass bald mit einem Ausfall der Maschine zu rechnen und deshalb ein Wartungstermin fällig ist. Würde auch der Lastkraftwagen mit der nächsten Ladung für die Maschine in das Gespräch eingebunden, wüsste das Unternehmen vielleicht schon, wann der beste Zeitpunkt für die nötige Wartung ist. Dieser könnte wiederum auch nach Wunsch beeinflusst werden, wenn das Produktionsplanungssystem ‚mitreden‘ darf. Die Möglichkeiten, die sich durch eine Vernetzung einzelner oder mehrerer Devices ergeben, sind vielfältig und werden mittlerweile unter dem Schlagwort ‚Industrie 4.0‘ verhandelt. Dahinter verbergen sich auch Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Da wäre zunächst einmal das Thema Datenhoheit: Da gibt es zum Beispiel den Windparkbetreiber, der die Messwerte seiner Windräder zentral auswerten will, um seine Stromerzeugung zu steuern. Er stellt fest, dass er vertragsgemäß gar nicht Eigentümer dieser Daten ist und deshalb auf den unter Umständen kostenintensiven Zugang zu diesen Informationen angewiesen ist.


Das könnte Sie auch interessieren:

In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass die Resilienz von IT-Lösungen ein grundlegender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens ist. Um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und gleichzeitig den Betrieb weiterhin erfolgreich aufrecht zu erhalten, waren ERP-Lösungen notwendig, die Flexibilität und Agilität erlauben. Unternehmen, die während der COVID-19-Pandemie noch veraltete Systeme im Einsatz hatten, sahen sich dadurch enormen Nachteilen ausgesetzt.‣ weiterlesen

Holo-Light hat einen Augmented Reality-Arbeitsplatz für Ingenieure, Konstrukteure und Industriedesigner entwickelt. Anwender aus verschiedenen Fachabteilungen können so in der gleichen AR-Umgebung kooperieren.‣ weiterlesen

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine KI-gestützte, mobile App entwickelt, die anhand des Geräusches, das beim Husten entsteht, Covid19 diagnostiziern kann. Das Team um Juan Brian Subirana hat die Analysesoftware dafür mit zehntausenden Husten-Geräuschen von gesunden und infizierten Probanden trainiert.‣ weiterlesen

Das Corona-Virus war 2020 das bestimmende Thema, auch für den Maschinenbau. Hartmut Rauen ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim VDMA und schildert, wie die Maschinenbauer durch die Krise kommen.‣ weiterlesen

Drei Tochterunternehmen der Friedhelm Loh Group sind jetzt eins: German Edge Cloud, Iotos und Innovo Cloud. Die Kompetenzen der im IIoT-, Cloud- und Edge-Computing-Markt etablierten Unternehmen werden jetzt in der German Edge Cloud (GEC) vereint.‣ weiterlesen

Stabiler Umsatz, neue Fabriken, Geschäftseinheiten und Produkte – Leuze navigiert offenbar erfolgreich durch die aktuelle Krise. Auf der Jahrespressekonferenz am 20. Januar legte Geschäftsführer Ulrich Balbach dann auch ambitionierte Pläne offen: Im Kern sind dies weiteres Wachstum und – zumindest in Deutschland – Klimaneutralität.‣ weiterlesen

Recalo aus Laatzen ist auf Dienstleistungen im Bereich Asset- und Ladungsträger-Management spezialisiert. Vor allem beim Pooling von Mehrwegladungsträgern richtet sich der Anbieter mit einem sehr individualisierbaren Angebot an Fertigungsunternehmen.‣ weiterlesen

Lieferkettenschwierigkeiten verursachen rund 20 Prozent der Kosten von Fertigungsunternehmen, errechnen Fachleute. Robotergestützte Prozessautomatisierung kann viele der Stolpersteine aus dem Weg räumen, die zu diesen Ausgaben führen. Denn sie machen keine Fehler, halten sich an Regeln und arbeiten pausenlos - im Büro, Lieferantenmanagement und bei der Prozessoptimierung.‣ weiterlesen

Stimmen die Artikeldaten? Sind die Stammdaten genau und rechtskonform? Diese Fragen entscheiden über die Qualität fundamentaler Datenquellen. Wenn sich Fehler in die Stammdaten eingeschlichen haben, wirken sie womöglich quer durch alle Datenbanken und Prozesse hindurch. Diese und weitere Stolpersteine fasst folgende Checkliste zusammen.‣ weiterlesen

Viele neue Produkte und Geschäftsmodelle erfahren heutzutage Geburtshilfe durch Simulation. Mit digitalen Zwillingen verschmelzen Grenzen zwischen simulierten und realen Produktwelten. Entwicklung und Fertigung lassen sich so deutlich effizienter organisieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige