Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Betriebsdatenerfassung

400 Maschinen auslasten

Seit 1846 fertigt die Laubscher Präzision AG Präzisionsdrehteile für die Uhrenindustrie, Medizinaltechnik, Hydraulik und Pneumatik sowie die Sicherheitstechnik. Um die Maschinenauslastung kontinuierlich zu verbessern, wird der Fertiger dabei seit kurzem von IT-Systemen zur Zeit- und Betriebsdatenerfassung unterstützt.

Bild: IVS Zeit+Sicherheit GmbH

Die Einführung einer Enterprise Resource Planning-Lösung war der Ausgangspunkt für die Laubscher Präzision AG, eine neue IT-Infrastruktur auszurollen. Ein Bestandteil des IT-Projektes war die Integration eines Systems für Zeit- und Betriebsdatenerfassung (BDE) der IVS Zeit und Sicherheit GmbH aus Wallisellen. Dabei wurde zuerst die Lösung Zeus Zeiterfassung eingeführt, bevor die der BDE folgte.“So wollten wir die gestiegenen Ansprüche bezüglich Flexibilität, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit zukunftstauglich erfüllen“, sagte der projektverantwortliche CFO Dr. Raphael Laubscher.

Schichtbetrieb ohne Rotation

Das Fertigungsunternehmen arbeitet über mehrere Abteilungen im Schichtbetrieb, jeweils in drei verschiedenen Schichten. Der einzelne Mitarbeiter ist in der Regel für ein und dieselbe Schicht eingeteilt. Beispielsweise arbeitet der ausgewiesene ‚Nachtschichtler‘ regelmäßig nur nachts. Rotierende Schichten gibt es nicht. Die Maschinenlaufzeit beginnt am Sonntag Abend und endet am Samstag Morgen, Wochenendarbeit ist nicht vorgesehen. 200 Mitarbeitende sind in der Fertigung beschäftigt, etwa 40 in der Qualitätskontrolle und 20 in Management und Verwaltung

Personalzeitplanung entlastet

Der Einsatz der Zeiterfassung hat die Planung und Kontrolle geleisteter und prospektiver Arbeitszeiten deutlich entlastet. Die Auswertungen des Systems werden beispielsweise in einem monatlichen Report der Personalabteilung genutzt, der die Arbeitszeitjournale der Mitarbeiter inklusive Anwesenheit, Fehlzeiten und Überstunden abbildet. Ziel war ein transparentes Zeitmanagement für die Mitarbeiter sowie weniger Aufwand bei der Korrektur von Fehlstempelungen.

Arbeitszeit pro Auftrag

Die folgende Einführung einer BDE stellt einen Meilenstein in der Produktion Produzenten dar: Arbeitszeiten in der Produktion lassen sich nun den Aufträgen exakt zuordnen. Durch die verständliche Benutzerführung der Systemterminals erhalten die Mitarbeiter in der Fertigung wertvolle Zusatzinformationen aus dem System. Mehr als 400 Maschinen hält Laubscher zur Fertigung von Präzisionsdrehteilen vor. Jeder Mitarbeiter ist oft für mehrere Maschinen verantwortlich. Die eingesetzten Lösungen Etagis Produktionsleitstand sowie die Zeus BDE erlauben im Zusammenspiel eine deutlich bessere Fortschrittskontrolle von parallel durchgeführten Produktionsaufträgen als zuvor. So lässt sich der aktuelle Auftragsstatus stetig einsehen und der verantwortliche Mitarbeiter kann kontrollieren, ob der bearbeitete Auftrag im vorgesehenen Zeitfenster abläuft. Mithilfe der Leitstand-Anwendung können die Mitarbeiter des Betriebs auf Produktionsdaten zurückgreifen, die ständig synchronisiert werden.

Verbesserung der Auslastung

„Was sich vor allem durch Etagis und die Zeus BDE verbessert hat, ist die Kommunikation zwischen den Abteilungen Verkauf, Produktionsplanung und Produktion“, erläutert Raphael Laubscher. Für die Zukunft ist geplant, mittels IT an weiteren Stellschrauben für mehr Effizienz zu drehen. Schwerpunkte sollen dann die Optimierung der Mehrmaschinenbedienung, der Kostentransparenz während der Nachtschicht sowie der Auftragsabmeldung bilden. „Die Optimierung der Maschinenauslastung wird in unserem Unternehmen aber ein Dauerthema bleiben“, beschreibt Laubscher eine der wenigen prognostizierbaren Konstanten in einem Schweizer Fertigungsbetrieb.


Das könnte Sie auch interessieren:

Bosch Rexroth hat mit einem neuen Tool den Zufallsfaktor im Service-Vertrieb drastisch reduziert. Die Anwendung analysiert Kundendaten, um dem Vertrieb detaillierte Hinweise zu Verkaufsmöglichkeiten auszugeben. Die digitale Kundenakte hilft dem Automatisierer aber auch, das Konzept der vorausschauenden Instandhaltung bei seinen Kunden voranzubringen.‣ weiterlesen

PLM-Spezialist Aras erweitert sein Subscription-Portfolio um Angebote für global agierende Firmen. Die neuen Aras Enterprise SaaS-Softwarepakete ergänzen die Standard Edition (früher: Premier) und die Free Edition.‣ weiterlesen

Da bei Ruch Novaplast die Menge der Eingangsrechnungen stetig anstieg, integrierte der Kunststoffspezialist ein Enterprise-Content-Management(ECM)-System. Dieses ist heute nahtlos mit dem ERP-System verzahnt - das Rechnungsmanagement läuft automatisch.‣ weiterlesen

Frässpezialist Zimmermann setzt auf Langfristigkeit, auch beim ERP-System. Im Jahr 2006 löste der Maschinenbauer eine DOS-basierte Software durch APplus von Asseco ab. Digitaler Wandel kommt eben nicht über Nacht - und das System wächst seitdem mit der Firma mit.‣ weiterlesen

Die Lösung zur virtuellen Inbetriebnahme und Anlagensimulation von F.EE bietet jetzt die Möglichkeit, CAD-Daten inklusive kinematischer Informationen und definierter Freiheitsgrade aus der Simulationsplattform Process Simulate zu übernehmen.‣ weiterlesen

Die Analyse von Maschinendaten liefert Ansatzpunkte, um Prozesse im Shopfloor kontinuierlich zu verbessern. Dazu werden Analysetools benötigt, die Maschinendaten sichtbar machen und bestenfalls Funktionen für Predictive Analytics, künstliche Intelligenz oder Machine Learning bieten.‣ weiterlesen

Im Maschinen- und Anlagenbau gewinnt der konjunkturelle Aufschwung deutlich an Fahrt. Doch nun rücken wieder zunehmend Fachkräfteengpässe in den Fokus der Unternehmen. Laut einer aktuellen Umfrage des VDMA unter rund 570 Personalverantwortlichen in Mitgliedsfirmen sieht die Mehrheit der Befragten aktuell bei allen Beschäftigtengruppen – mit Ausnahme der Hilfskräfte – Engpässe.‣ weiterlesen

Maximilian Ahrens, CTO von T-Systems, wurde zum Vorsitzenden des Board of Directors der Gaia-X-Initiative gewählt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige