Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Behälterverwaltung

Materialflüsse mit der Shopfloor-IT steuern

Bei der Entwicklung und Produktion komplexer Gussteile setzt das Schweizer Familienunternehmen Wagner AG auf eng verzahnte Prozesse in der Fertigung und Intralogistik. Unterstützt werden die Mitarbeiter des Metallverarbeiters von einem Manufacturing Execution-System, das beide Aufgaben abbilden kann und zudem umfassendes Behältermanagement unterstützt.

Bild: Syncos

Das Schweizer Familienunternehmen Wagner AG entwickelt und produziert komplexe Gussteile. Die Fertigung erfordert neben speziellen Abläufen auch eine möglichst reibungslose Intralogistik. Zur Unterstützung bei diesen Aufgaben führte der Betrieb das integrierte Manufacturing Execution-System (MES) Syncos MES ein. Die Lösung ist sowohl in der Lage, die Fertigungsprozesse des Metallverarbeiters wie erforderlich abzubilden als auch Werkzeuge zur Materialflusssteuerung bereitzustellen. Der Erfolg von Unternehmen in der diskreten Fertigungsindustrie hängt auch mit einer effektiv abgestimmten Produktionslogistik zusammen. Bringen Shop-Floor-Anwendungen die erforderlichen Funktionen mit, lassen sich viele Fertigungsprozesse eng mit der Intralogistik verzahnen.

So ist es auch bei dem Familienbetrieb, der mit seiner Manufacturing-Anwendung Abläufe von Materialeingang bis hin zum Versand steuert. Zum Einsatz kommen auch zahlreiche Systemfunktionen zum Behältermanagement: Hauptaufgabe eines Behälters ist es, die Transportfähigkeit von Gütern herzustellen beziehungsweise zu unterstützen und grundlegende Logistikfunktionen wie den Transport und die Lagerung der Güter zu ermöglichen beziehungsweise zu vereinfachen. Innerhalb der Software wurden für die Verwaltung der eingesetzten Transportträger neben einzelnen Behältern auch Behältertypen modelliert und klassifiziert. Zudem lassen sich die Analyse- und Visualisierungsfunktionen der Anwendung dazu nutzen, das Behälternetz grafisch darzustellen. Die erfassten Behälterdaten erlauben somit beinahe als Nebeneffekt einen Soll-/Ist-Vergleich zwischen dem geplanten und dem tatsächlich in der Fertigung entstandenen Auftragsnetz.

Herausforderungen und Ziele in der Intralogistik

Besondere Herausforderungen für die Produktionslogistik ergeben sich vielerorts aus der Umsetzung internationaler Normen, wie VDA 6.1 in der Automobilindustrie oder FDA 21CFR11 in der Lebensmittelindustrie und Medizintechnik. Zu den wesentlichen Zielen der Produktionslogistik im Allgemeinen zählen unter anderem die Erhöhung der Flexibilität, die Verringerung von Durchlaufzeiten, die Minimierung von Beständen, die Optimierung der Transportwege in der Produktion und die Optimierung der Losgrößen. Das bei dem Fertigungsbetrieb installierte ME-System bietet hierfür eine Reihe von Funktionen: So lassen sich etwa Umlaufbestände von Behältern überwachen, die Fertigung nach dem ‚First in – first out‘-Prinzip organisieren und den Fertigungsfortschritt im Sinne von Mengen und Zeiten einer feingranularen Einheit, wie einer Schicht, überwachen und dokumentieren. Weiterhin lässt sich mit der Lösung der Rohstoffeinsatz erfassen und im Rahmen des ‚Tracings‘ eine lückenlose Dokumentation des Materialflusses über alle Prozessketten hinweg im Sinne eines Verwendungsnachweises anlegen. Dies kann zudem durch Minimierung der papiergestützten Dokumentation die Wirtschaftlichkeit in der Produktion verbessern.

Reaktionszeiten durch gezielten IT-Einsatz verkürzen

Da für viele mittelständische Unternehmen kurze Reaktionszeiten zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit wichtig sind, sollte auch die Intralogistik-Organisation Mechanismen aufweisen, um etwa bei Verschiebungen in der Produktionsplanung Material flexibel bereitstellen oder einlagern zu können. Dafür stehen oftmals Pufferlager zur Verfügung, die als vorübergehender Ablageort für Güter dienen, für die noch keine festen Lagerplätze existieren. ME-Systeme unterstützen idealerweise eine umfassende Produktionslogistik bereits im Prozess der Feinplanung. Bei dieser Aufgabe muss insbesondere auf rechtzeitige Bereitstellung von Ausgangsmaterial, Behältern und Fertigungshilfsmitteln wie Förderzeugen geachtet werden. Als Eingangsinformationen dienen hier vor allem Stücklisten und Auftragsnetze, die vom Enterprise Resource Planning-System (ERP) zur Verfügung gestellt oder vom MES eigenständig ermittelt werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS entwickelt zusammen mit europäischen Partnern im Projekt QLSI eine skalierbare Technologie für Silizium-Qubits für Quantencomputer.‣ weiterlesen

Mit dem Strategiepapier ‘Cyber Security Design Principles‘ will die Open Industry 4.0 Alliance darüber informieren, wie Unternehmen das Thema Sicherheit von der Werkshalle bis zur Cloud umsetzen können.‣ weiterlesen

Mit ihren Systemen rund um Dämpfe, Gase und Ventile spielt die GEMÜ Gruppe weltweit in der ersten Reihe. Als digitaler Knotenpunkt dient das ERP-System PSIpenta. Dessen Module zur adaptiven Produktionsplanung- und Steuerung verhelfen dem Familienunternehmen über Werks- und Landesgrenzen hinweg zu fast hundertprozentiger Liefertermintreue.‣ weiterlesen

Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.‣ weiterlesen

Aus dem Industrie-4.0-Barometer der Management- und IT-Beratung MHP geht hervor, dass sich die Position eines CIO in der Geschäftsführung positiv auf Umsetzung von Industrie-4.0-Ansätzen auswirkt.‣ weiterlesen

Durch die Pandemie und durch die Digitalisierung steigt der Innovationsdruck auf die deutsche Industrie. Wie die aktuelle CGI-Studie zeigt, können agile Unternehmen besser mit den damit verbundenen Herausforderungen umgehen.‣ weiterlesen

Das Internet der Dinge bringt physische und digitale Welten zunehmend zusammen. Schon längst geht es nicht mehr nur um die pure Vernetzung von Geräten, sondern um Systeme, die Menschen, digitale Lösungen und Objekte aus der realen Welt verknüpfen.‣ weiterlesen

Kooperationen mit Technologie-Startups bieten für etablierte Unternehmen Chancen, um die digitale Transformation zu bewältigen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch selbst wenn große Organisationen schon mit jungen Firmen kooperieren, nutzen sie das Potenzial dieser Zusammenarbeit oft kaum aus.‣ weiterlesen

231.000 offene Stellen weniger als im vierten Quartal 2019 verzeichnet das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in der aktuellen Stellenerhebung. Demnach ist die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem dritten Quartal 2020 jedoch gestiegen.‣ weiterlesen

Die vermehrte Arbeit im Homeoffice reduziert die CO2-Emissionen, die beispielsweise durch Pendeln entstehen. Auf der anderen Seite steigt der Stromverbrauch zuhause. Wie dieser reduziert werden kann, zeigen Tipps der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung.‣ weiterlesen

Nach 90,3 Punkten im Januar ist der Ifo-Geschäftsklimaindex im Februar gestiegen. Die Unternehmen schätzen dabei nicht nur die aktuelle Lage besser ein sondern sind auch mit Blick auf die kommenden Monate weniger pessimistisch.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige