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Bedienkonzepte für Blockheizkraftwerke

Abwärme effizient nutzen

Der Hersteller von Abwärmenutzungstechnik für Blockheizkraftwerke Aprovis Energy Systems setzt bei seinen Anlagen auf eine einfach bedienbare und robuste Visualisierung. So lassen sich die Kraftwerke zuverlässig betreiben und bis zur Inbetriebnahme auf die Kundenanforderungen anpassen.

Bild: Beijer Electronics

Energieeinsparung gehört zu den großen Themen unseres Jahrtausends – ob privat oder in der Industrie. Je nach Branche gibt es enorme Einsparpotenziale. Treibende Kräfte reichen vom Erneuerbare Energiengesetz (EEG) über individuelle wirtschaftliche Gründe der Unternehmen bis hin zu instabilen Stromnetzen in ‚Emerging Markets‘. Im fränkischen Weidenbach gründete sich im Jahr 2000 die Aprovis Energy Systems GmbH mit dem Ziel, Energie aus Blockheizkraftwerken bestmöglich umzuwandeln. Egal, ob es sich um Warm- oder Heißwasser, Thermal-Öl, Dampf oder Kondensationswärme handelt, das Unternehmen entwickelt Lösungen für Gasaufbereitung sowie Abwärmenutzung für den weltweiten Markt. Zur Visualisierung setzt der Weidenbacher Hersteller seit 2006 auf Terminals von Beijer Electronics. Während Aprovis zunächst die Exter-Geräte des Anbieters verwendete, verbaut er mittlerweile je nach Anlagengröße netzwerkfähige iX-HMI-Panels mit sieben (iX T7A) beziehungsweise zehn Zoll Bildschirmdiagonale (iX T10A) in den Schaltschränken.

Rund 100 Mitarbeiter arbeiten in den Bereichen Projektierung/Vertrieb, Einkauf, Konstruktion, Elektrotechnik, Auftragsabwicklung und Service daran, technische Erkenntnisse für die jeweiligen Anwendungen umzusetzen. „Wir machen alles, was im Abgasstrang passiert, beginnend beim Abgaskatalysator über Abgaswärmetauscher zum Dampferzeuger, um die Wärme optimal zu nutzen. Mehr als 90 Prozent Wirkungsgrad ist möglich“, sagt Michael Kalb, Leiter des Produktmanagements. Um den zuverlässigen Einsatz der Kraftwerke sicherzustellen, müssen die verwendeten Terminals rauen Umweltbedingungen standhalten, schmutzresistent sein und ein stabiles Gehäuse aufweisen. Zu den Gründen für Aprovis, die Lösungen des Visualisierungsanbieters einzusetzen, sind zudem dessen Bedienkonzept und die Anpassbarkeit der Panels an individuelle Lösungen: Sie sind mit zahlreichen Steuerungen verschiedener SPS-Hersteller kompatibel und bringen rund 80 Treiber mit.

Wartungsarm und langlebig

Ausgestattet sind die Panels der iX-Reihe mit dem Betriebssystem Windows Embedded CE 6.0, ARM-9-Prozessoren mit 400 Megahertz und Schnittstellen für Ethernet, RS232, RS422/485, USB sowie optionalem Feldbus-Anschluss. Die LED-Hintergrundbeleuchtung sorgt für die Leuchtstärke des TFT-Displays und den Kontrast für die Darstellungen in jeder Umgebung. Der Temperaturbereich der Terminals reicht von minus zehn bis plus 60 Grad Celsius. Das Gehäuse ist aus Aluminium-Druckguss und die resistive Touch-Oberfläche für die Bedienung mit Handschuhen ausgelegt. Die Geräte kommen ohne Lüfter oder rotierendes Laufwerk aus. Daher sind sie wartungsarm und weisen eine besonders lange Lebensdauer auf. „Bei beiden Bildschirmgrößen steht dem Anwender ein gut dimensionierter Sichtbereich zur Verfügung. Dadurch sind komplexe Bildschirmanzeigen möglich, die dem Anlagenbetreiber erlauben, wichtige Daten wie Trends, Standzeiten oder generelle Betriebsbedingungen schnell und übersichtlich einzusehen“, sagt Magnus Weinberger, Leiter der Aprovis-Elektrotechnikabteilung.

Änderungen vor Ort möglich

Die Visualisierungssoftware iX Developer basiert auf der .Net Framework-Architektur und gestattet den Elektrotechnikern noch bei der Inbetriebnahme vor Ort, Änderungen von Kunden wie die zusätzliche Einbindung von Ventilen oder Sensoren vorzunehmen. Anwendungen und Funktionen können die Weidenbacher Hersteller mit geringem Aufwand ändern und so individuell die gewünschte Darstellung auch an Ort und Stelle bereitstellen. „Wichtig ist uns die Flexibilität beim Kunden, und das ist mit den Visualisierungssystemen von Beijer Electronics gewährleistet“, schildert Kalb.

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Bild: Beijer Electronics



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