Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Bedarfsgerechter IT-Einsatz in der Produktion

Modulare Montageleitsysteme

Wer Rentabilität und Produktivität steigern will, kommt über den Einsatz von IT in der Fertigung kaum herum. Denn das Potenzial in der Produktionstechnik ist vielerorts bereits ausgeschöpft. Dabei müssen im Umfeld von Produktion und Logistik nicht unbedingt monolithische Systeme zum Einsatz kommen. Für produzierende Betriebe mit hohem Anteil wechselnder Tätigkeiten und Änderungsabläufen in der Fertigung kann sich der Einsatz von standardisierten Framework-Lösungen lohnen, die zur Einbindung anpassbarer Einzelmodule etwa zur Kennzahlenermittlung oder für E-Kanban dienen.



Bild: Istec

Der Schlüssel für mehr Rentabilität liegt für deutsche Industriebetriebe in Produktion, Montage und Fertigung. Wenig Fläche, schneller Durchlauf und hohe Effizienz der Fertigungs- und Zuführungsprozesse sind gefragt. Das zeigt auch eine Aussage von Dr. Kurt Bettenhausen, dem Vorsitzenden der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik auf dem VDI-Kongress in Baden-Baden: „Nicht mit Dienstleitungen wird Deutschland reicher, sondern mit effizienter Produktion.“

Transparente Prozesse

Die ISO-Spezifikation 16949 beschreibt einen ‚Prozess‘ als Tätigkeit, die Ressourcen verwendet und die Umwandlung von Eingaben in Ergebnisse zum Ziel hat. Solche Abläufe können durch viele Faktoren verbessert werden: Klare Vorgaben, eindeutige Regelungen, verbindliche Absprachen sowie eine strukturierte und abgestimmte Vorgehensweise. Denn während das Verbesserungspotenzial der Fertigungstechnologie vielerorts ausgereizt ist, bietet die Gestaltung der Betriebsabläufe jede Menge Spielraum. Schließlich muss jeder, der am Fertigungsprozess mitarbeitet, sich mit Arbeitsinhalt und -ergebnis identifizieren können, um einen optimalen Beitrag zu leisten. Dies gilt vom Werksleiter über den Shop-Floor-Manager bis hin zum Staplerfahrer im Lager. Jedem müssen dabei die passenden Informationen über den Prozess zur Verfügung stehen – Verfügbarkeit, Vollständigkeit und Transparenz der Daten sind für ein modernes Unternehmen auf allen Managementebenen ein wesentlicher Aspekt zur Optimierung der Produktion und erfolgreichen Positionierung am Markt. Dazu zählen unter anderem:

  • Überschaubare, produktbezogene und kostenverantwortliche Einheiten
  • Klar strukturierte Abläufe in und um die Wertschöpfungskette, die analysiert, kontrolliert und optimiert werden
  • IT-gestützte Prozessdarstellung und -abwicklung
  • Unabhängig arbeitende Prozessinstanzen

IT-Unterstützung für das Tagesgeschäft

Durch den Einsatz moderner IT-Systeme lassen sich Prozessvorgaben und -regelungen einfach und strikt überwachen. So muss etwa die ständige Überprüfung eines Pressdrucks oder Mindestbestands kein Personal binden, wenn die Werte digital vorliegen und eine Überwachung per Software möglich ist. Die dazu eingestzten IT-Lösungen werden Manufacturing Execution Systeme (MES) genannt. ME-Systeme stellen die IT-Verbindung zwischen Unternehmensleitung und Fertigung her. Die Lösungen erfassen Betriebs- und Maschinendaten (BDE/MDE)und können durch unmittelbaren Zugriff auf Fertigungsdaten Kennzahlen und andere wichtige Werte wie etwa Durchlaufzeiten und Bestandsreichweiten ermitteln und bewerten. Daraus lassen sich wiederum Regeln zur Prozessoptimierung ableiten. Der stetige Kostendruck sorgt seinerseits dafür, dass hier ’schlanke Systeme‘ gefragt sind, deren Funktionsumfang auf die Bedürfnisse des Wertschöpfungsprozesses zugeschnitten ist.

Spagat zwischen Standard und Individualität

Dieses Vorgehen gestattet Unternehmen, die oft als gegensätzlich zitierten Ansprüche an Standardisierung und Individualität zu verbinden. Denn die einzelnen Software-Komponenten sind standardisiert, die Zusammenstellung, Parametrierung und Einrichtung erfolgt aber auf Anforderung des Unternehmens hin. Diese Vorgehensweise bietet zudem den Vorteil, eine möglichst schlanke Lösung zu implementieren, da sich die Zahl und Umfang der Module am Bedarf im Unternehmen orientieren. Das vermeidet den Einsatz zu komplexer Systeme und Abläufe. Der komponentenorientierte Ansatz erleichtert außerdem die Abwicklung der Business-Logik in einer zentralen Datenbank, was wiederum Wartbarkeit und Erweiterbarkeit des Systems zugute kommt. Neue oder geänderte Komponenten können eingesetzt oder ausgetauscht werden, ohne die Funktion anderer Systemteile zu behindern. Die Anpassung der Software kann also vielfach ohne Stillstandszeiten vollzogen werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

In Halle 7, Stand G01 auf der Intralogistik-Fachmesse Logimat zeigt Logivations ein neues kamerageführtes System zur Steuerung von fahrerlosen Transportfahrzeugen und zum Tracking von Gütern.‣ weiterlesen

Cyber-Angriffe auf die Unternehmens-IT finden immer wieder statt. ERP-Umgebungen als Angriffsziel bilden hier keine Ausnahme. Die zunehmende Vernetzung und das Zusammenspiel von immer mehr Komponenten führen im Ergebnis zu mehr potenziellen Angriffszielen.‣ weiterlesen

In der Automotive-Branche liegt die Messlatte für die Qualität ganz oben: Eine Null-Fehler-Produktion wird über die gesamte Lieferkette hinweg erwartet. Als hundertprozentiger Automobilzulieferer hat sich Baier & Michels mit ihrer Produktpalette diesem Qualitätsanspruch verpflichtet. Dabei unterstützt seit dem Jahr 2015 eine integrierte Lösung für das Qualitäts- und Produktionsmanagement.‣ weiterlesen

Immer mehr mittelständische Unternehmen internationalisieren sich, vergrößern sich durch Zukäufe oder schaffen durch Aufteilungen der Unternehmensbereiche effizientere Strukturen. Jeder dieser Schritte bedeutet eine komplexe Abwicklung für das eingesetzte ERP-System.‣ weiterlesen

Nicht nur Cyberattacken von außen, sondern auch Insider-Angriffe stellen für Unternehmen nach eine Sicherheitsgefahr dar. Der Securityspezialist CyberArk gibt fünf Empfehlungen, wie Unternehmen derartige Angriffe erkennen bzw. verhindern können.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige